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Niedersachsen und aus der Bundespolitik.
DIE LINKE. Vorstand des Kreisverbandes Cuxhaven
Presseerklärung vom 13. Mai 2012
DIE LINKE. Landkreis Cuxhaven, Ulrich Schröder, Pressesprecher
Jens Krautscheidt einstimmig zum Direktkandidaten DER LINKEN gewählt
Auf der Wahlkreisversammlung am 11.05.2012 in Langen in der Gaststätte Friedrichs stimmten die Mitglieder der Partei DIE LINKE. im Wahlkreis 58 (Stadt Cuxhaven, Langen, die Gemeinde Nordholz und die Samtgemeinde Land Wursten) einstimmig für die Kandidatur von Jens Krautscheidt.
Krautscheidt erläuterte auf der Wahlversammlung Kernpunkte des Landeswahlprogrammentwurfes, der vorbehaltlich eventueller Änderungen Ende Juni in Hannover auf dem Landesparteitag beschlossen wird und diskutierte diese rege mit den Anwesenden. DIE LINKE, so Krautscheidt, sei die einzige Partei, die bereits seit Anfang dieses Jahres unter Einbeziehung von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Experten ein vollständiges und vor allen Dingen umsetz- und auch gegenfinanzierbares Parteiprogramm entwickelt habe.
Die politischen Hauptarbeitsbereiche von Jens Krautscheidt sind Arbeit, Bildung und Soziales: Gute Bildung ohne gesellschaftliche Klassengrenzen, Arbeit, von der jeder leben und Sorge für die Generationen der Jungen und Alten tragen kann seien die Grundvoraussetzung für eine menschenwürdige und zukunftsorientierte Gesellschaft: Es darf nie vergessen werden, dass landespolitische Themen immer im gesamtgesellschaftlichen und -wirtschaftlichen Kontext eingebunden sind. Kein (Globalisierungs)"Argument" rechtfertigt die Herabwürdigung von Menschen auf den Begriff des "Humankapitals". Viele Menschen leiden unter dem Damoklesschwert Hartz IV, zunehmenden prekären Arbeitsverhältnissen, kurzfristigen Arbeitsverträgen, Leiharbeit und Minijobs für immer weniger Lohn. Nur damit einige wenige immer reicher werden um mit Geld, das sie nicht verdient haben, weltweit zu "zocken" und ganze Volkswirtschaften so ins Elend zu treiben.
Jens Krautscheidt ist seit dem Diplomabschluss der Wirtschaftswissenschaften seit Mitte der 80er Jahre beruflich im Bildungs- und Personalwesen und als Honorardozent tätig. Parteilos bis zum frühen Eintritt in die Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) ist er Mitglied der Partei DIE LINKE seit Oktober 2007 und seit Gründung des Ortsverbandes Langen/ Bederkesa im Mai 2008 dort im Vorstand. Er ist ebenfalls gewählter Delegierter des Kreisverbandes DIE LINKE. Landkreis Cuxhaven der VertreterInnenversammlung des Landesverbandes Niedersachsen und wird sich zur Landtagswahl in Niedersachsen auch um einen aussichtsreichen Listenplatz bewerben.
Presseerklärung vom 10. Mai 2012
von Dr. Heiner Maßmann, Kreistagsabgeordneter, Ulrich Schröder, Pressesprecher
Wohnungsnot – auch im Cuxland!
Im Landkreis Cuxhaven mangelt es an bezahlbaren Wohnungen für untere Einkommensschichten. So stehen viele Namen auf der Warteliste der Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaften. Angesichts der wachsenden Zahl älterer Bürger/innen fehlt es zudem an altersgerechten Wohnungen, weiterhin an Platz für behinderte Menschen, die barrierefrei wohnen müssen.
Dieser Mangel treibt die Mieten nach oben: Erwerbslose müssen sich mit Behörden streiten, weil diese die Miet- und Nebenkosten nicht in voller Höhe anerkennen wollen. Und die Bundesregierung will die Energiewende auf dem Rücken der Mieter austragen: Sie will Kündigungen erleichtern, statt ein Förderprogramm aufzulegen, das Anreize zum Energiesparen schafft, ohne die Schwachen zusätzlich zu belasten.
Schon vor Jahren wurde der soziale Wohnungsbau eingestellt, weil angeblich der Markt die Probleme lösen würde. Heute zeigt sich, dass der Markt dazu nicht taugt. Notwendig sind neue Konzepte, die den Wohnungsbau fördern. Die Landesregierung jedoch beschränkt sich derzeit darauf, die spärlichen 40 Mio. Euro Bundesmittel weiterzuleiten. Wenn diese ab 2014 auslaufen, will sie noch geringere eigene Mittel aufwenden, was den Wohnungsmarkt noch weiter einengen wird!
Im Cuxland wird die Wohnungsnot dadurch verschärft, dass der Landkreis bereits im Jahr 2007 die Höchstsätze der Erstattungsbeträge für Mietkosten („Mietobergrenzen“) für die Bezugsberechtigten in Cuxhaven, Langen, Loxstedt und Schiffdorf auf das noch niedrigere Niveau in den kleineren Gemeinden abgesenkt hat. Dadurch ist es den betroffenen Menschen kaum noch möglich, bezahlbaren Wohnraum zu finden, denn die tatsächlich anfallenden Miet- und Nebenkosten können von den viel zu niedrigen Erstattungsbeträgen nicht mehr abgedeckt werden. Die entstehende Differenz müssen die Anspruchsberechtigten von ihren geringen Regelsätzen bezahlen – was ihnen oft nicht möglich ist.
Die LINKE fordert, schnellstmöglich die Höhe der vom ARGE Jobcenter Cuxhaven zu tragende Kosten neu zu berechnen und die tatsächlichen Mieten für einfache Wohnungen bei der Berechnung zu berücksichtigen und nicht die Wohnkosten zugrunde zu legen, die die Anspruchsberechtigten bisher erstattet bekommen haben.
Das Bundessozialgericht hat zudem festgestellt, dass der Mietspiegel des Landkreises Cuxhaven auf einer unzureichenden Datengrundlage basiert, was der Landrat auf der letzten Kreistagssitzung auf Anfrage des Kreistagsabgeordneten Dr. Heiner Maßmann zugeben musste.
Weiterhin fordert DIE LINKE:
- für die steigende Zahl älterer und pflegebedürftiger Bürger/innen ausreichend
barrierefreie und bezahlbare Wohnungen bereit zu stellen,
- Modernisierungen mit öffentlichen Mitteln dürfen nicht zu Mieterhöhungen führen,
so dass aufgrund von Sanierungen finanzschwächere Bevölkerungsgruppen nicht
aus ihren angestammten Wohnungen vertrieben werden,
- dass zur Bebauung anstehende Baulücken nicht für Eigentumswohnungen, sondern
primär für den Mietwohnungsbau genutzt werden und
- insgesamt die Mittel für den sozialen Wohnungsbau nachhaltig aufgestockt werden.
Pressemitteilung
vom 05.05.2012
von Ulrich Schröder, Pressesprecher DIE LINKE.Landkreis
Cuxhaven
Guido Hagelstede einstimmig zum
Direktkandidaten gewählt
Auf der Wahlkreisversammlung am 04.05.2012 in
Cadenberge im MarC5 stimmten alle anwesenden Mitglieder DER LINKEN im Wahlkreis
57 (Hadeln-Wesermünde) für die Kandidatur von Guido Hagelstede. Hagelstede
tritt somit als Direktkandidat für die Partei DIE LINKE. gegen David McAllister
(CDU) und Detlef Horeis (SPD) für die am 20.01.2013 bevorstehenden
Landtagswahlen in Niedersachsen an.
Hagelstede, Ratsherr in der Samtgemeinde Bederkesa
und Delegierter des Kreisverbandes DIE LINKE. Cuxhaven der
VertreterInnenversammlung des Landesverbandes Niedersachsen wird sich auch um
einen aussichtsreichen Landeslistenplatz bewerben.
Hagelstede stellte auf der Wahlversammlung den
Entwurf des Landeswahlprogrammes vor, der vorbehaltlich eventueller Änderungen
Ende Juni in Hannover auf dem Landesparteitag beschlossen wird. DIE LINKE, so
Hagelstede, sei die einzige Partei, die bereits seit Anfang dieses Jahres unter
Einbeziehung von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Experten ein
vollständiges und vor allen Dingen umsetzbares Parteiprogramm entwickelt habe.
Im Übrigen sei DIE LINKE. Niedersachsen auch die einzige Partei, die einen
vollständig gegenfinanzierten Entwurf für einen sozialen Landeshaushalt
vorweisen kann. Unter anderem soll eine Steuer auf große Vermögen wieder
eingeführt werden.
Guido Hagelstede, Betriebswirt, 45 Jahre alt,
arbeitet derzeit für eine chemische Fabrik und Handelsgesellschaft als
Gefahrgutbeauftragter für Straßen-, Schienen- und Seeverkehr in Bremerhaven.
Er hat im Jahr 2010 mit der Veröffentlichung seiner Erfahrungen mit dem
KiK-Konzern und seinen Auftritten in „Die KiK-Story“, „Panorama“ und bei
„Maybrit Illner“ dadurch mit dazu beigetragen, dass tausende von
Angestellten endlich mehr Gerechtigkeit und mehr Lohn erhalten haben. Seit dem kämpft
er gegen Dumpinglöhne, Ausnutzung von Arbeitskräften und für eine gerechte
Verteilung von Vermögen nach dem Motto von Bertolt Brecht:
"Reicher Mann und armer Mann standen da und
sahn sich an. Und der Arme sagte bleich: »wär ich nicht arm, wärst du nicht
reich«."
Die Schwerpunkte der zukünftigen politischen
Arbeit von Guido Hagelstede, die auch über landespolitische Themen hinausgehen
werden, sind:
-Geld in Straßensanierung stecken, statt in teure
Küstenautobahn oder unnötige Ortsumgehung Cadenberge
-Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ab
01.08.2013 in ganz Niedersachsen
sichern.
Es sind noch Landes- und Bundesgelder abrufbar. Beitragsfreiheit für alle
Krippen und Kindergärten
-Keine Privatisierung in der Bildung. Der Zugang
zu Bildung darf nicht am Geldbeutel scheitern. Wiedereinführung der Lern- und
Lehrmittelfreiheit in vollem Umfange. Abschaffung der Studiengebühren
-Eine gemeinsame Schule für alle Kinder
mindestens bis Klasse 10, in Ausnahmefällen auch dreizügig
-Statt Fusionen von Gemeinden ein gerechtes
Zuweisungsverfahren von Finanzmitteln für die Kommunen wieder einführen, damit
sie finanziell auskömmlich sind
- Eine Sozialcard Niedersachsen zur kostengünstigen
Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, von Sport und Kultur für Menschen mit
geringem Einkommen einführen
-Mindestlohn von 10,- €, damit Erwerbstätige
ohne staatliche Aufstockung leben und gleichzeitig eine Rente sichern können,
die über der Armutsgrenze liegt. (zur Zeit mind. 1029,- € im Monat)
- Niedersachsen durch Bundesratsinitiativen zum
sozialen Vorbild machen
-Keine Almosen vom Staat, sondern würdige
Grundsicherung einführen.
Langzeitarbeitslose durch öffentlichen Beschäftigungssektor
in den Arbeitsmarkt integrieren.
-Gesetzliche Bedingungen bei der Vergabe von Fördermitteln
für Unternehmen schaffen (Mindestlohn, Tarifbindung, keine Leiharbeit…)
-Krankheit ist eine Ware geworden. Patienten müssen
wieder im Mittelpunkt stehen und nicht der Profit von Ärzten und Krankenhäusern.
Die Praxisgebühr muss endlich aufgehoben werden.
-Nichtwähler motivieren
Pressemitteilung zur
Stadtratssitzung in Langen am 23.4.2012:
Thema: Namensgebung und Fusion
Heute
Geestland, morgen Wurstland?
von Dietmar
Michalke, Stadtrat in Langen
Bei der Suche nach einem geeigneten Namen für das
fusionierte Gebilde Langen-Bederkesa herrschte große Ratlosigkeit. Der Name
Geestland, der am 23.4.2012 in der Stadtratssitzung in Langen beschlossen wurde,
ist an den Haaren herbei gezogen und unpassend.
„Geest“ passt nicht, weil weite Teile wie Imsum keine
Geestlandschaft sind. Die Silbe „Land“ bezeichnet eben gerade keine Stadt,
sondern eher eine Region wie bei Havelland, Weserbergland, das Alte Land usw.
Es gibt wohl 2 triftige Gründe, weshalb die Namenswahl so
schwierig war:
-Langen und Bederkesa sind eine Kopfgeburt ohne Identität
2Orte im Abstand von 15 km,
dazwischen überwiegend Weideland – das ist alles andere als ein Stadtgebiet.
Gemeinsamkeiten zwischen den Bewohnern stellen sich über diese Entfernung nicht
ein.
-Die Fusion von Langen und Bederkesa sind wohl nur ein
Zwischenschritt – wenn es nach der CDU in Niedersachsen gilt. Sie gab 2010 die
Marschrichtung vor: Der Landkreis Cuxhaven soll in 3 Riesengemeinden plus der
Stadt Cuxhaven zusammengefasst werden. Wenn dieser Größenwahnsinn nicht
gestoppt wird, dann wird die nächste Fusion bald folgen.Geestland mit Land Wursten? Dann sitzen die Räte wieder zusammen und
suchen wieder einen Namen. Werden wir dann womöglich Wurstland
heißen? Der Name Geestland ist wohl nur eineunbedeutende Übergangslösung.
Die LINKE hat sich nicht an der
Namenssuche beteiligt. Das war nur konsequent, wenn man die Fusion aus grundsätzlichen
Erwägungen ablehnt.
Die Gründe, die für die Fusion
angeführt werden, sind alle so fragwürdig wie das der Entschuldung: Die
Schulden, die man als Bürger von Langen oder Bederkesa los wird, werden einem
als Einwohner Niedersachsens wieder aufgebürdet. Denn auch die Finanzen unseres
Bundeslandes sind desolat. Dagegen kann
nur ein gerechtes Steuerkonzept helfen, das die Kommunen mit genügend
Geldmittel ausstattet.
PRESSEERKLÄRUNG
(12.04.2012)
von Dr. Heiner Maßmann (Kreistagsabgeordneter) und Ulrich
Schröder (Pressesprecher)
DIE
LINKE: Keine Haushaltssanierung auf Kosten der Bevölkerung und der Beschäftigten
Die Kreistagsfraktionen wollen
den Kreishaushalt auf Kosten der Bevölkerung sanieren! Das lehnt der
LINKE-Kreistagsabgeordnete Dr. Heiner Maßmann ab.
Insbesondere die Beschäftigten
des Landkreises sind dabei in den Blick geraten. Landrat Bielefeld ist
vollkommen zuzustimmen, wenn er sagt, dass seine Mitarbeiter/innen zutiefst
verunsichert sind über das, was in der Politik angedacht wird. So sollen
beispielsweise geplante Beförderungen ausgesetzt und das Personal verringert
werden. DIE LINKE lehnt es ab, erst nach der Verabschiedung des Haushalts 2012
über Beförderungen zu beraten. Nicht ohne Grund hat sich der Personalrat der
Beschäftigten des Landkreises gegen den Stellenplan ausgesprochen. Begründet
wird dies in erster Linie mit den pauschalen Kürzungen der Personal- und
Sachaufwendungen sowie der geplanten Verlängerung von Beförderungszeiten.
Zur Diskussion
stehen weiterhin die derzeit 100 befristeten Arbeitsverhältnisse. DIE LINKE
spricht sich dafür aus, möglichst alle befristete Arbeitsplätze in
unbefristete umzuwandeln. Insbesondere die vielen betroffenen jungen Menschen
brauchen eine Arbeits- und Lebensperspektive!
Auch die geplanten Kürzungen
bei Straßenbaumaßnahmen sind abzulehnen. Obwohl sich viele Kreisstraßen in
einem schlechten Zustand befinden und die Autofahrer/innen hohe Treibstoffkosten
bezahlen müssen, wollen die Kreistagsfraktionen die dringend notwendigen Straßensanierungen
weiter verschieben und die Finanzmittel dafür drastisch verringern. Diese
vermeintlichen Einsparungen werden selbst von der Fachbehörde nicht
mitgetragen! Anscheinend hat niemand daran gedacht, dass in den Folgejahren mit
deutlich höheren Sanierungskosten zu rechnen ist. „Die Sicherheit auf unseren
Straßen darf zu keiner Zeit beeinträchtigt sein. Mindeststandards müssen
eingehalten werden“, fordert Dr. Maßmann.
Die insgesamt unbefriedigende
finanzielle Situation des Landkreises ist doch in entscheidendem Maße auf die
seit Mitte der 1980-er Jahre um 1/3 verminderten Landeszuschüsse (von 21% auf
15%) sowie auf falsche Steuer- und Finanzbeschlüsse auf Bundes- und Landesebene
zurückzuführen. Doch anstatt die Landesregierung nachdrücklich auf ihre
gesetzlichen Verpflichtungen hinzuweisen, wollen SPD, Grüne, CDU, FDP und
„Freie Wähler“ das in den Kassen fehlende Geld bei den Bürgerinnen und Bürgern
des Landkreises eintreiben. Sieht so soziale Gerechtigkeit aus?
Presseerklärung
vom 11.4.2011
von Dr. Heiner Maßmann (Kreistagsabgeordneter) und Ulrich
Schröder (Pressesprecher)
DIE
LINKE im Cuxland begrüßt neuen Stromliefervertrag
DIE LINKE im Cuxland fordert
seit längerer Zeit einen Stromliefervertrag für den Landkreis Cuxhaven und
seine Gemeinden, der ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien beinhaltet.
Einen entsprechenden Antrag
hatte der Kreistagsabgeordnete Dr. Heiner Maßmann zum Jahresbeginn an den
Kreistag gestellt.
Inzwischen hat die
Kreisverwaltung mitgeteilt, dass nach erfolgter öffentlicher Ausschreibung die
EWE AG angeboten hat, ab dem nächsten Jahr nur noch Ökostrom (EWE NaturWatt)
zu liefern, ohne dass sich der Bezugspreis erhöht.
Diese Entwicklung begrüßt DIE
LINKE außerordentlich, damit ist auch gesichert, dass die öffentlichen Gebäude
im Landkreis Cuxhaven ab dem kommenden Jahr nicht mehr mit Atomstrom beliefert
werden.
Eine frühere Umstellung auf Ökostrom
war nicht möglich, da die Vertragsverlängerung für 2012 bereits im vorigen
Jahr vereinbart worden war. Da eine nochmalige Vertragsverlängerung nicht möglich
ist, muss die Lieferung von elektrischer Energie ab dem Jahr 2014 im nächsten
Jahr neu ausgeschrieben werden.
Dann wird DIE LINKE im
Cuxhavener Kreistag erneut beantragen, dass nur Unternehmen berücksichtigt
werden, die ausschließlich Ökostrom liefern, versichern Dr. Heiner Maßmann
und Ulrich Schröder.
Presseerklärung
vom 4.4.2012
von Ulrich Schröder, Pressesprecher DIE LINKE. LandkreisCuxhaven
Cuxhavener
LINKE: Mc Allister fällt der Unterelberegion in den Rücken
Ministerpräsident Mc Allister und
seine CDU/FDP Landesregierung haben sich dem Verlangen Hamburgs gebeugt und der
größten sowie schwerwiegendsten Elbvertiefung aller Zeiten zugestimmt.
Damit hat MC Allister sein
Versprechen vom 9. Januar 2008 gebrochen und ist den Menschen in der
Unterelberegion in den Rücken gefallen. Vor vier Jahren hatte er in Otterndorf
in Übereinstimmung mit allen Landtagskandidaten eine weitere Elbvertiefung
abgelehnt.
„Bei objektiver Betrachtung kann
der Fluss nicht beliebig weiter ausgebaggert werden. Die Natur setzt Grenzen“,
wurde einvernehmlich formuliert. Diese Aussage ist eindeutig und lässt kein
Einvernehmen für eine weitere Elbvertiefung zu.
„Es drängt sich daher der
Eindruck auf, dass es bei der jetzigen Zustimmungkeine objektive Betrachtung gegeben hat, sondern dem Druck Hamburgs und
des Bundesverkehrsministeriums nachgegeben wurde, anders ist das Verhalten der
Landesregierung nicht zu verstehen.“, erklärt Ulrich Schröder.
„Die von den Vorhabensträgern
der Elbvertiefung vorgelegten Gutachten sind in wesentlichen Punkten mangelhaft,
einseitig und zeigen weiteren Klärungsbedarf. Zu wesentlichen Fragen sind unabhängige,
neue Gutachten erforderlich“; forderte damals auch Mc Allister.
„Diese Gutachten gibt es bis
heute nicht“, stellt Ulrich Schröder fest.
Die
Landesregierung hat zugestimmt, ausgerechnet im problematischen Altenbrucher
Bogen die Fahrrinne der Elbe am massivsten zu vertiefen, um bis zu 2,40 m, das
heißt um fast 20 Prozent!
Hinzu kommt
noch die beabsichtigte Schließung der gegenüber liegenden Medemrinne, wodurch
das Flussbett eingeengt und sich die Strömungsgeschwindigkeit zusätzlich erhöhen
würde.Beide Maßnahmen würden
eine um etwa 40 Prozent erhöhte Fließgeschwindigkeit zur Folge haben und die
Deichsicherheit erheblich gefährden. Der jetzt begonnene Buhnenbau zwischen
Altenbruch und Otterndorf war längst überfällig und zwar aufgrund der letzten
Elbvertiefung vor zwölf Jahren. Diese hat in der relativ kurzen Zeit erhebliche
Schäden am Elbufer verursacht, die zukünftig minimiert werden sollen.
Die dadurch
gewonnene Sicherheit muss unbedingt erhalten bleiben und darf nicht durch eine
nochmalige Elbvertiefung wieder zunichte gemacht werden. Zudem zeigt sich tagtäglich,
dass die großen Containerschiffe, für die die Elbe vertieft werden soll, den
Hamburger Hafen problemlos erreichen, und der Containerumschlag in Hamburg im
vergangenen Jahr trotz angeblich zu niedrigen Fahrwassers um 14 Prozent
gestiegen ist.
Pressemitteilung vom 31. März 2012
vom Samtgemeinderatsmitglied Guido Hagelstede, Bederkesa
Undemokratisches Verhalten der Fraktionen CDU und SPD/Grüne in Bederkesa in Bezug auf die Namensfindung der Fusion runden die Meinung von Guido Hagelstede im Rat der Samtgemeinde Bederkesa ab.
Im Rahmen der Namensfindung der jetzt so gut wie sicher entstehenden neuen Stadt, aus der Stadt Langen und der Samtgemeinde Bederkesa, lehnt die Fraktion SPD/GRÜNE eine Zusammenarbeit mit dem Ratsherrn Guido Hagelstede (DIE LINKE.) bezüglich eines gemeinsamen Namensvorschlages ab.
Hagelstede fragte bei den Fraktionen an, um bei der am 23.04.2012 stattfindenden Abstimmung in Langen mit einem gemeinsamen Vorschlag aufzutreten. Die CDU Fraktion hielt es bis jetzt nicht für notwendig, überhaupt zu antworten. Beide Fraktionen werden sich vermutlich abstimmen.
Nachdem Guido Hagelstede bei der Abstimmung zur Fusion dagegen stimmte, fordert Hagelstede jetzt eine Beteiligung bei der Namensgebung. Der Ausschluss von Abstimmungsgesprächen in Bezug der Namensfindung im Rat der Samtgemeinde ist höchst undemokratisch. Letztendlich wird hier die Meinung der LINKEN Wählerschaft vollständig ignoriert.
Das kann DIE LINKE. nicht zulassen und fordert die Bürgerinnen und Bürger jetzt nochmals auf, noch vor der Abstimmung am 23.04.2012 im Lindenhof in Langen, Initiativen zu gründen und eine Namensfindung per BürgerInnen Abstimmung zu fordern. Es besteht zwar nach der Abstimmung und vor Weitergabe an das niedersächsische Innenministerium für alle BürgerInnen noch die Möglichkeit auf schriftliche Eingebungen, allerdings wird in Hannover der abgestimmte Name auf rechtliche Gegebenheiten geprüft. Wird der Name nicht abgelehnt, werden alle Eingebungen nicht von Wert sein.
Die Fusion ist ein großer Fehler, aber das jetzt auch noch demokratische Parteien von Abstimmungsgesprächen ausgeschlossen werden ist ein Skandal.
Da kann mein Vorschlag nur noch Stadt Bederkesa heißen („Krüger-City“ möchte auch Hagelstede nicht).
Pressemitteilung
vom 19.3.2012
Ulrich Schröder,
Pressesprecher DIE LINKE.Landkreis Cuxhaven
Perspektiven für Cuxhaven und Niedersachsen
Die Stadt und derLandkreis
Cuxhaven sowie das Land Niedersachsen sind hoch verschuldet.
Für dringend notwendige Investitionen ist angeblich kein Geld
vorhanden.
Der Alte Fischereihafen verfällt, derAusbau von Krippenplätzen
stockt, die Finanzmittel für dieInstandhaltung
von Straßen werden drastisch gekürzt, während die Treibstoffpreise
schwindelnde Höhen erreichen.
Dabei gibt es vielfältige Möglichkeiten, die Öffentlichen Haushalte
mit ausreichenden Finanzmitteln auszustatten und die Verschuldung zu abzubauen.
Darüber und über den Programmentwurf der LINKEN zur Landtagswahl
informiert Dr. Manfred Sohn, der Landesvorsitzende der Niedersächsischen
LINKEN, am kommenden Freitag, 23. März ab 18.30 Uhr in Cuxhaven in der
Martinsklause, Grodener Chaussee 2.
Die Veranstaltung ist öffentlich und Anregungen für das
Landtagswahlprogramm sind erwünscht.
Presseerklärung
vom 7.3.2012
DIE LINKE.
Landkreis Cuxhaven, Ulrich Schröder, Pressesprecher
LINKE:
Gute Löhne für einen guten öffentlichen Dienst
DIE
LINKE im Landkreis Cuxhaven unterstützt die Forderung der Beschäftigten im Öffentlich
Dienst
Anlässlich
der Tarifrunde im Öffentlichen Dienst und der Warnstreiks in Cuxhaven erklärt
Ulrich Schröder, Pressesprecher der LINKEN im Landkreis Cuxhaven:
„Ein funktionierender Öffentlicher
Dienst ist nur so gut wie seine Beschäftigten. Eine gerechte Entlohnung sollte
dabei eigentlich selbstverständlich sein. Nach Jahren der Zurückhaltung haben
die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst zu Recht großen Nachholbedarf. DIE
LINKE unterstützt die Forderung von ver.di nach 6,5 Prozent mehr Gehalt,
mindestens 200 €, sowie 100 Euro mehr Ausbildungsvergütung in vollem Umfang.
Im Öffentlichen Dienst
sind seit Jahren Stellen nicht mehr besetzt worden, immer weniger Beschäftigte
in Kreis- und Stadtverwaltung, ARGE und Jobcenter müssen immer mehr Aufgaben
bewältigen, die Arbeitsverdichtung hat erheblich zugenommen. Auch deshalb ist
gerade die Forderung nach unbefristeter Übernahme aller Auszubildenden richtig
und notwendig, betont Ulrich Schröder.
Überall heißt es: die
Kassen sind leer. Wir wissen aber: Die Finanzprobleme der öffentlichen Kassen,
die hohe Staatsverschuldung sind nicht entstanden, weil die Löhne und Gehälter
in der Vergangenheit zu hoch waren. Die Verschuldung ist vor allem Resultat der
Bankenrettung und von Steuergeschenken an Reiche und Vermögende unter den
Regierungen Schröder und Merkel. Deswegen fordert DIE LINKE zur Finanzierung
der berechtigten Ansprüche der Beschäftigten, Reiche und Vermögende durch
eine Millionärsteuer und höhere Spitzensteuersätze bei der Einkommenssteuer
endlich wieder angemessen zur Kasse zu bitten. Die Vermögen sind übrigens im
letzten Jahr bundesweit um 6,5% angestiegen, ein Zuwachs, den die arbeitenden
Menschen sich erst recht verdient haben.
Pressemitteilung vom 7.3.2012
von Dr. Heiner Maßmann (Kreistagsabgeordneter)
Bildungsreformen endlich
umsetzen!
Cuxland: Keine Gesamtschule; Ganztagsschulen
„light“; zu große Klassen
Bei seinem Besuch in Bramstedt lobte Kultusminister Althusmann
„seine“ Ganztagsschule in höchsten Tönen. Sie sei „das Modell der
Zukunft“, sagte er.
Mit dieser Aussage macht der Minister einerseits deutlich, dass
er endlich (!) die Bedeutung von Ganztagsschulen erkannt zu haben scheint.
Andererseits macht er aber auch deutlich, dass in Niedersachsen viele Jahre lang
eine falsche Bildungspolitik betrieben wurde. Denn in anderen Bundesländern,
z.B. in Nordrhein-Westfalen, sind Ganztagsschulen und Gesamtschulen schon seit
Jahrzehnten der Normalfall! Das schon sklavische Festhalten am dreigliedrigen
System mit Halbtagsschulen und damit das Fehlen der Ganztagsbetreuung hat
doch nur dazu geführt, dass existierende pädagogische Probleme (steigende Zahl
an Sitzenbleibern; fehlende Hausaufgabenbetreuung; steigende Ausgaben für
Nachhilfeunterricht; hohe Zahl an Schulverweigern usw.) nicht gelöst wurden,
sondern sich dramatisch verschärft haben. Als Beispiel sei das Cuxland genannt:
Hier hat sich die Zahl der Schulschwänzer in den letzten 15 Jahren
verdreifacht!
Dazu kommt, dass Minister Althusmann eine Ganztagsschule
fordert, die – höflich ausgedrückt – nur als „Ganztagsschule light“
bezeichnet werden kann. Hier ist nicht nur bei Lehrkräften, sondern auch bei
Sachausgaben (z.B. für eine Mensa) kräftig gespart worden! Die meisten
Ganztagsschulen sind im Grunde nur Halbtagsschulen mit „Angeboten“ am
Nachmittag. Bei „richtigen“ Ganztagsschulen ist es dagegen möglich, den Tag
zu rhythmisieren: Unterricht am Vor- und Nachmittag, dazwischen eine gemeinsame
Mittagspause. Dann ist das Lernen besser, es fällt leichter und Lehrkräfte
sowie SchülerInnen fühlen sich wohler.
Die von Kultusminister Althusmann favorisierte Oberschule löst
darüber hinaus ein ganz wichtiges Problem nicht: Die absolut ungerechte und unpädagogische
Aufteilung der SchülerInnen nach Klasse vier bleibt hier weiterhin bestehen. Da
verwundert es nicht, wenn in vielen Gemeinden dieser Schultyp unerwünscht ist.
So wird es beispielsweise auch in Hagen vorerst keine Oberschule geben!
Mittlerweile sind auch die im Philologenverband organisierten
LehrerInnen äußerst unzufrieden. Fasst 10.000 niedersächsische Lehrkräfte
unterschrieben einen Aufruf für kleinere Klassen und bessere Lernbedingungen.
Die CDU/FDP-Landesregierung müsse endlich ihre Versprechungen einlösen und die
Situation an den Schulen verbessern, forderte der Verband.
Auf dem Hintergrund einer jahrelangen falschen schulpolitischen
Entwicklung ist Professor von Saldern (Universität Lüneburg) und anderen
Bildungsforschern voll und ganz zustimmen: Am niedersächsischen Schulsystem ist
noch viel zu verbessern!
Ziel muss sein, endlich „echte“ Ganztagsschulen zu schaffen
und die für die Genehmigung von Gesamtschulen bestehenden Hürden zu
beseitigen. Gerade auf dem Land, wo der SchülerInnenrückgang am größten ist,
wäre es äußerst sinnvoll, die verlangte Fünfzügigkeit abzuschaffen! Außerdem
haben Gesamtschulen gegenüber dem dreigliedrigen System den großen pädagogischen
Vorteil, dass nach Klasse vier nicht aussortiert wird, wesentlich intensiver
individuell gefördert werden kann, eine Hausaufgabenbetreuung unter
LehrerInnenaufsicht möglich ist und das gemeinsame Mittagessen in der Mensa
auch soziales Lernen intensiviert.
Pressemitteilung vom 7.März 2012
DIE LINKE. Landkreis Cuxhaven, Ulrich Schröder,
Pressesprecher
Frauenarbeitsplätze
brauchen Zukunft
LINKE im Landkreis Cuxhaven fordert Unterstützung
der Politik für Schlecker-Beschäftigte
„Die Beschäftigten von Schlecker haben unsere vollste
Unterstützung. Arbeitsplätze und Filialen müssen erhalten werden. Gerade zum
Internationalen Frauentag am 8. März muss es hier ein eindeutiges Zeichen der
Politik geben“, erklärt Ulrich Schröder, Pressesprecher der LINKEN im
Landkreis Cuxhaven zu den Aktionen der Schlecker-Beschäftigten und ihrer
Gewerkschaft ver.di rund um den den 8. März.
„Die Arbeitsmarktchancen für Verkäuferinnen sind alles
andere als gut. Wie eine Anfrage der LINKEN bei der Bundesagentur für Arbeit
ergab, kamen im Einzelhandel in den Verkaufsberufen im Januar bundesweit zwölf
Erwerbslose auf eine offene Stelle. Das gilt auch für Niedersachsen: 28456
Arbeitslosen stehen 2432 offene Stellen gegenüber. Wir können es uns nicht
leisten, tariflich gut bezahlte Arbeitsplätze zu verlieren“, so Ulrich Schröder.
DIE LINKE legt am 8. März im Bundestag konkrete Vorschläge
zur Rettung der Arbeitsplätze bei Schlecker vor. Gefordert wird ein
Zukunftskonzept, das nicht auf einen Kahlschlag setzt, sondern die Filialen und
Arbeitsplätze erhalten soll. Dieses soll gemeinsam mit Beschäftigten, der
Gewerkschaft ver.di und anderen erarbeitet werden. Dafür sollen auch staatliche
Hilfsgelder möglich sein, wobei die Belegschaft, anders als bisher im
Unternehmen, entscheidend mitbestimmen soll. Wichtig ist auch, die Nahversorgung
im ländlichen Raum sicherzustellen. Um für ein alternatives Zukunftskonzept
Zeit zu gewinnen, soll das Insolvenzgeld von drei auf sechs Monate verlängert
werden.
Tabelle: Arbeitsmarkt Verkaufsberufe, Januar 2012
Offene
Stellen
Arbeitslose
Differenz
Verhältnis
Arbeitslose auf offene Stellen
Deutschland
24.340
298.174
-273.834
12
Schleswig-Holstein
851
12.357
-11.506
15
Hamburg
870
7.721
-6.851
9
Niedersachsen
2.432
28.456
-26.024
12
Bremen
230
3.829
-3.599
17
Nordrhein-Westfalen
4.968
71.047
-66.079
14
Hessen
2.369
16.377
-14.008
7
Rheinland-Pfalz
1.237
12.336
-11.099
10
Baden-Württemberg
3.775
20.227
-16.452
5
Bayern
3.561
24.432
-20.871
7
Saarland
240
3.272
-3.032
14
Berlin
1.294
28.237
-26.943
22
Brandenburg
457
13.227
-12.770
29
Mecklenburg-Vorpommern
417
12.224
-11.807
29
Sachsen
745
21.626
-20.881
29
Sachsen-Anhalt
420
13.022
-12.602
31
Thüringen
463
9.784
-9.321
21
Quelle: Bundesagentur für Arbeit,
Sonderauswertung
Pressemitteilung vom 1.3.2012
von
Dietmar Michalke, Kreisvorsitzender
400 Infostände in Deutschland – schafft die
LINKE das?
Das Jahr 2011 hätte besser sein können für die LINKE: Die
Wahlergebnisse blieben hinter den Erwartungen zurück. Das will die LINKE ändern!
Zwischen Skeptikern und Optimisten in der Partei wurde eine Wette abgeschlossen:
Bundesweit mindestens 400 Infostände sollen am 3. März auf die Beine gestellt
werden.
Bis zum 29.2.2012 gab es bereits 337 Zusagen von Orts- du
Kreisverbänden der LINKEN. Ziel knapp erreicht oder knapp verfehlt? Das ist die
Frage!
Die LINKE im Landkreis Cuxhaven wird sich an der Aktion
beteiligen: In Cuxhaven in der Nordersteinstr. und in Langen im Lindenhof-Center
wird es je einen Infostand geben. Themenschwerpunkte sind Mindestlohn, ein
gerechtes Steuerkonzept, der Rettungsschirm für Arbeitende und Arbeitssuchende,
für ein soziales Cuxland und gegen Gemeindefusionen. Die VertreterInnen der
Partei freuen sich auf rege Diskussionen mit den BürgerInnen.
Rede
zum TOP 5 Fusion - Gebietsänderungsvertrag
Rede des Ratsherrn D. Michalke in der Stadtratssitzung in Langen am
6.2.2012
1. Schutz der kommunalen Selbstverwaltung durch Art. 28 GG
Die Kommunale Selbstverwaltung in Deutschland hat durch die Selbstverwaltungsgarantie in Art. 28 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz Verfassungsrang.
In Langen und Bederkesa erlagen die meisten Kommunalpolitiker dem Lockruf des Geldes und gaben einen großen Teil dieser Selbstverwaltung auf:
Die Gemeinderäte in Beers werden zu Ortsräten. Damit verlieren sie ihre Entscheidungsbefugnisse und können nur noch beratend tätig sein. Der Stadtrat von Langen u. Samtgemeinderat Beers werden von 62 auf 38 Mitglieder verkleinert.
Damit geht ein Stück Kommunale Selbstverwaltung für immer verloren.
2. Vorteile der Fusion nur scheinbar
- „Einsparungen“ sind nur Steuersubventionen
Die Entschuldung der Kommunen ist nur scheinbar: Die Millionen, die
Niedersachsen zahlen will, reißen neue Haushaltslöcher auf Landesebene auf.
Dazu zählen die Entschuldungshilfe von Nds. sowie 1,5 Mio mehr Schlüssel¬-
zuweisungen (Einwohnerveredelung)
- Gebührenerhöhungen
sind keine Einsparung durch die Fusion. Sie könnten auch ohne Fusion gemacht
werden. Dazu zählen: Grundsteuererhöhungen, Erhöhung der Steuer- u Hebesätze in Beers auf Langener Niveau (+ 20.000 €)
- Verkauf des Tafelsilbers
Der Verkauf der Abwasserbeseitigung in Beers für ca 6,5 Mio € könnte die Bürger
teuer zu stehen kommen. Auch dieses ist kein Synergieeffekt der Fusion
- Einzige Synergieeffekte
Nur 200.000,- € echte Einsparung in der Verwaltung (aber mit Stellenabbau!!!). Keine Synergie-Effekte aus der Infrastruktur (etwa Bildungseinrichtungen, Bündelung von Standort- und Wirtschaftskompetenz) genannt. Vertröstung auf die Jahre 2025-2030.
3. Gemeinden wurden künstlich verarmt
Bevor vor 35 Jahren der Landkreis Cuxhaven gebildet wurde, waren alle (der über 30) Gemeinden schuldenfrei. Jetzt sind es nur noch 13. Und sie sind stark verschuldet, weil ihnen immer mehr finanzielle Mittel entzogen wurden.
Kommunen erhalten trotz VIELER Aufgaben nur 14% der Steuermittel! Das ist demokratie-gefährdendes Grundproblem. Sie wurden absichtlich verarmt!!!
Kommunen in Niedersachsen in 2010: Defizit von 972 Mio €
Ohne Steuersenkungen von Rot-Grün und CDU/CSU und SPD:
Überschuss von 48 Mio € (Quelle: DGB)
4. Fazit
Zuerst entzieht der Staat den Kommunen das Geld
Dann gibt er es ihnen um den Preis der Selbstverwaltung zurück
Dieser Erpressung dürfen wir nicht nachgeben.
Darum stimmt die LINKE gegen den Gebietsänderungsvertrag.
Presseerklärung
vom 14.2. 2012
Cuxhavener
LINKE: Keine weitere Elbvertiefung - Deichsicherheit nicht gefährden!
vonUlrich Schröder, Pressesprecher DIE LINKE. LandkreisCuxhaven
Vor fünfzig
Jahren, am 16. Februar 1962, brach die seit Jahrzehnten schwerste Sturmflutüber die Nordseeküste herein und hinterließ eine Spur der Verwüstung,
die Menschen bangten und kämpften hinter den Deichen.
Seitdem sind
die Deiche erhöht und verbreitert worden und haben den nachfolgenden
Sturmfluten Stand gehalten. „Diese teuer erkaufte notwendige erhöhte
Deichsicherheit darf nicht aufs Spiel gesetzt und gefährdet werden“, betont
Ulrich Schröder.
Das wäre aber
der Fall, wenn die größte geplante Elbvertiefung aller Zeiten verwirklicht würde.
Die Planungen
sehen vor, ausgerechnet im problematischen Altenbrucher Bogen die Fahrrinne der
Elbe am massivsten zu vertiefen, um bis zu 2,40 m, das heißt um fast 20
Prozent!
Hinzu kommt
noch die beabsichtigte Schließung der gegenüber liegenden Medemrinne, wodurch
das Flussbett eingeengt und sich die Strömungsgeschwindigkeit zusätzlich erhöhen
würde.Beide Maßnahmen würden
eine um etwa 40 Prozent erhöhte Fließgeschwindigkeit zur Folge haben und die
Deichsicherheit erheblich gefährden. Der jetzt begonnene Buhnenbau zwischen
Altenbruch und Otterndorf war längst überfällig und zwar aufgrund der letzten
Elbvertiefung vor zwölf Jahren. Diese hat in der relativ kurzen Zeit erhebliche
Schäden am Elbufer verursacht, die zukünftig minimiert werden sollen.
Die dadurch
gewonnene Sicherheit muss unbedingt erhalten bleiben und darf nicht durch eine
nochmalige Elbvertiefung wieder zunichte gemacht werden.
Wenn sich zudem
tagtäglich zeigt, dass die großen Containerschiffe, für die die Elbe vertieft
werden soll, den Hamburger Hafen problemlos erreichen, und der Containerumschlag
in Hamburg im vergangenen Jahr trotz angeblich zu niedrigen Fahrwassers um 14
Prozent gestiegen ist, kann die politische Forderung nur lauten:
“Elbvertiefungsplanung
endlich aufgeben, kein Einvernehmen seitens der Niedersächsischen
Landesregierung“, fordert Ulrich Schröder.
Presseerklärung vom 3.2.2012
DIE LINKE fordert Ausbau der Bahnstrecken im
Cuxland
von Ulrich Schröder,
Pressesprecher DIE LINKE. Landkreis Cuxhaven
DIE LINKE hat
mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, dass die Bahn die Planung der umstrittenen
Y-Trasse vorerst nicht fortführen will.
„Dieses
milliardenteure, Umwelt vernichtende Projekt sollte endgültig aufgegeben werden
zugunsten des Ausbaus der vorhandenen Bahnstrecken, gerade auch im Elbe-Weser
Raum“, fordert Ulrich Schröder im Namen der LINKEN im Landkreis Cuxhaven.
Die Strecke
Cuxhaven-Bremerhaven benötigt dringend zwei weitere Ausweichgleise.
Im September
2005 wurde in Nordholz das vorletzte Ausweichgleis auf der 41km langen
Bahnstrecke Cuxhaven – Bremerhaven abgebaut.
Seitdem gibt es
nur noch in Dorum ein Ausweich- und Begegnungsgleis. Das ist vollkommen
unzureichend und lässt tagsüber keinen Einsatz von Fernzügen zu. Güterzüge
können nur nachts eingesetzt werden. Mit der Kastrierung der eingleisigen
Bahnstrecke ist der Stadt Cuxhaven ein großer Wettbewerbsnachteil entstanden.
Das größte Nordseeheilbad bleibt vom Personenfernverkehr abgeschnitten, Güterverkehr
ist nur in einem geringen Zeitfenster von sechs Stunden möglich. Das ist für
die Erreichbarkeit des boomenden Hafens vollkommen unzureichend.
Daher muss die
Hauptforderung lauten: Wiederherstellung des Ausweichgleises in Nordholz in
voller Länge. Damit war und ist es möglich Ganzzüge im Güterverkehr und
Fernzüge zwischen Cuxhaven und Bremerhaven zu jeder Zeit fahren zu lassen. Im
Verspätungsfall kann dann auch flexibler reagiert werden. Ein weiteres
Begegnungsgleis sollte auch in Wremen wieder eingerichtet werden. Mittelfristig
muss die Strecke elektrifiziert und die Weichen- und Signaltechnik künftig
ferngesteuert werden, das ist Stand des 21. Jahrhunderts.
„Außerdem müssen
alle notwendigen Bahnübergänge technisch gesichert werden, um die
Geschwindigkeit und die Sicherheit zu erhöhen. Unbeschrankte Bahnübergänge
darf es nicht mehr geben“, betont Ulrich Schröder.
Die Bahnstrecke
Cuxhaven-Stade muss wieder durchgehend zweigleisig befahrbar sein. Zwischen
Hechthausen und Himmelpforten muss daher ein zweites Gleis über die Ostebrücke
gebaut werden. Eine Elektrifizierung dieser wichtigen Verbindung sollte
schnellstens in Angriff genommen werden, um die Effizienz zu erhöhen.
Presseerklärung
vom
1.2.2012
Deutschland:
Weltmeister beim Lohndumping
von
Dr. Heiner Maßmann, Kreistagsabgeordneter und Ulrich Schröder, Pressesprecher
der LINKEN Cuxhaven
Was
viele ArbeitnehmerInnen schont geahnt haben, steht nun zweifelsfrei fest: Die Löhne
sind seit dem Jahr 2000 preisbereinigt um sage und schreibe 4,5 % gesunken!!!
Fair wäre ein Lohnzuwachs um mindestens 10% gewesen, wie er in vielen anderen Ländern
Europas realisiert worden ist. So haben sich z.B. die Reallöhne in Frankreich
um 8,6%, in Dänemark um 10,7% und in Norwegen sogar um 25,1% erhöht.
„Deutschland ist damit Weltmeister beim Lohndumping“, stellt Michael
Schlecht, ehemaliger Chefvolkswirt im ver.di-Bundesvorstand und
gewerkschaftspolitischer Sprecher im Parteivorstand der LINKEN, fest.
Nach
Ansicht der UN-Experten von der „Internationalen Arbeitsorganisation“ (ILO)
gehört die negative Entwicklung von Löhnen und Gehältern in Deutschland sogar
zu den strukturellen Ursachen der Finanzkrise in der Eurozone!
Dieses
Lohndumping hat verheerende Folgen für die zukünftige Rentenhöhe. Selbst wer
heute 3100 Euro netto verdient, wird nach 33 Jahren Einzahlung in die
Rentenversicherung gerade Hartz-IV-Niveau erreichen!!! Was sich da für die
heute etwa 25-Jährigen entwickelt, ist „Altersarmut in einem unvorstellbaren
Ausmaß“, sagte der ver.di-Bundesvorsitzende Frank Bsirske anlässlich des
Neujahrsempfangs.
Lohndumping
führt natürlich auch zu negativen Folgen bei der Rentenhöhe der jetzigen
Rentenbezieher. Sie mussten in den letzten Jahren vier Nullrunden und zuletzt
Mini-Steigerungen von 0,9% und 1,9% hinnehmen, was bei einer höheren
Inflationsrate deutlich weniger Geld in der Brieftasche bedeutet.
Was
ist zu tun? Maßmann und Schröder fordern: Erstens müssen die nächsten
Tarifverhandlungen mit der Zielsetzung geführt werden, bei Löhnen und Gehältern
mit einem deutlichen Plus abzuschließen.
Zweitens
muss schnellstmöglich der Mindestlohn auf 10 Euro festgesetzt werden. Begründung:
Die Bundesregierung hatte kürzlich selber zugegeben, dass nur bei 10 Euro pro
Stunde und auch nur bei 45 Versicherungsjahren gerade einmal die Grundsicherung
bei der Rente, also 684 Euro, erreicht wird. Mit anderen Worten: Wer weniger als
10 Euro/Stunde verdient, dem droht Altersarmut!
„Außerdem
müssen Leih- und Stammarbeiter endlich den gleichen Lohn erhalten („Gleicher
Lohn für gleiche Arbeit“) und Kettenbefristungen bei Arbeitsverhältnissen
abgeschafft werden. Weiterhin ist die Sozialversicherungsfreiheit von Minijobs
abzuschaffen, was der Rentenkasse eine zusätzliche Einnahme von 1,4 Milliarden
Euro brächte“, betonen Dr. Heiner Maßmann und Ulrich Schröder.
Pressemitteilung
vom 22.1.2012
Fusion Langen-Bederkesa
von
Dietmar Michalke, Ratsherr der Stadt Langen zum Artikel „Nähe zur CDU stößt
sauer auf“ vom 16.1. 2012 in der Nordsee-Zeitung sowie einem diesbezüglichen
Leserbrief vom 19.1. eben dort.
Nicht enden will das Loblied auf die Fusion
Langen-Bederkesa. Es wird gar behauptet,Langens
Bürgermeister Krüger habe in dieser Sache gute Arbeit geleistet, was alle (!)
Parteien bestätigen könnten. Die Partei die LINKE muss dem entschieden
widersprechen. Sie ist der Ansicht, dass sich der LangenerBürgermeister derzeit vorrangig mit der eigenen Karriereplanung beschäftigt.
Insbesondere ist kaum zu übersehen: Herr Krüger will nach der Fusion
Langen-Bederkesa Bürgermeister von Wesermünde werden. Nur so lässt sich erklären,dass er wider besseren Wissens(übrigens
nicht nur gegen den Widerstand der LINKEN) eine Fusion durchzieht, die für
Langen nachteilig ist. Diese „negativen Auswirkungen“ werden zweifelsfrei
dokumentiert in einer von Krüger selbst in Auftrag gegebenen Untersuchung: „Für
die Stadt Langen an sich würde eine Fusion mit der Samtgemeinde Bederkesa sogar
negative Auswirkungen mit sich bringen“ heißt es in dem Bericht des
Bereichleiters Zehm vom 23.3.2010.
Die von Bürgermeister Krüger angeführten
fusionsbedingte Einsparungen sind überhaupt keine. Meist handelt es sich um
Steuergelder, mit der die Landesregierung von Niedersachsen den Abbau
demokratischer Strukturenbelohnt.
Oder es handelt sich um Einnahmen aus Privatisierungen und Gebührenerhöhungen,
die Bederkesa auch ohne die Fusion machen könnte, was der Langener Ratsherr
Michalke der LINKEN jedoch strikt ablehnt.
Nur durch seine politischen Karriereziele ist zu erklären,
dass sich Herr Krüger als(noch?)
SPD-Mitglied derzeit gleichzeitig als „links“ und als „rechts“ verkauft.
Als Fusionsbürgermeister muss er es ja nicht mehr nur dem „roten“ Langen,
sondern auch dem „schwarzen“ Bederkesa recht machen.
Pressemitteilung vom 19.01.2012
von Herbert Behrens, Mitglied des Deutschen Bundestages,
Mitglied im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Mitglied im
Unterausschuss Neue Medien
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Telefon: 030 227-75772
Fax: 030 227-76774
E-Mail: herbert.behrens@bundestag.de
LINKE und
Ferlemann (CDU) gemeinsam gegen die Elbvertiefung
Zur Ablehnung der Elbvertiefung durch den parlamentarischen
Staatssekretär im Bundesverkehrsmi-nisterium Enak Ferlemann (CDU) als
Abgeordneter des Cuxhavener Kreistag, erklärt MdB Herbert Behrens, niedersächsischer
Kommunalpolitiker und Verkehrspolitiker der Linksfraktion im Bundestag: „Die
Entscheidung gegen die Elbvertiefung bleibt richtig, doch jetzt muss
Staatssekretär Ferlemann seinen Verkehrsminister Ramsauer davon überzeugen.
Eine weitere Elbvertiefung würde zur weite-ren Zerstörung der Ökosysteme
einer einst einzigartigen Flusslandschaft führen. Besonders mit Blick auf den
natürlichen Tiefseewasserhafen Wilhelmshaven, der in einem halben Jahr
eingeweiht wird und der Kooperationen im Rahmen eines gemeinsamen nationalen
Hafenkonzeptes der Nordrange ist für den Elbausbau außerdem kein
verkehrspolitischer Bedarf vorhanden. Die angegebenen Kosten belaufen sich
bereits jetzt auf 385 Mio. € und werden mit Sicherheit noch erheblich steigen!
Das Geld wird dringend für andere Verkehrsprojekte benötigt, für eine vernünftige
Anbindung unserer Nord-deutschen Seehäfen ins Hinterland.“
Der Pressesprecher DIE LINKE Cuxhaven, Ulrich Schröder, ergänzt:
„Eine weitere Elbvertiefung ist hinsichtlich der Deichsicherheit überhaupt
nicht zu vertreten. Die Fließgeschwindigkeit würde sich dadurch in einigen
Abschnitten um bis zu 40% erhöhen. Der Hochwasserschutz muss Priorität haben.
Die Elbvertiefung entspricht dem Interesse einiger großer
Reedereien und Unternehmen, aber nicht der großen Mehrheit der Menschen im
Unterelberaum. Es droht zudem die Gefahr der Versalzung der Flächen für die
Landwirtschaft, insbesondere für die heimischen Obstbauern. Das Land
Nieder-sachsen hat jetzt bis Ende März die Möglichkeit, Einspruch zu erheben
und ihr Einvernehmen zu ver-sagen. Sie sollte diese Chance nutzen!“
Die Kritik kommt –wenn auch unter falschem Vorzeichen-
auch in den Reihen der eigenen Koalitions-fraktion. Hamburgs Altbürgermeister
Christoph Ahlhaus und FDP Bundestagsabgeordneter Burkhardt Müller-Sönksen
haben bereits seinen Rücktritt gefordert, weil er die Elbvertiefung nicht mehr
glaub-würdig vorantreiben kann. „Entscheiden Sie sich für die richtige
Seite, Herr Ferlemann!“ so Behrens abschließend.
Presseerklärung
vom 13.1.2012
Entscheidung über den Verkauf des DEWI vertagt
von Ulrich Schröder,
Pressesprecher des Kreisverbandes DIE LINKE im Landkreis Cuxhaven
Der für
bereits Anfang dieses Jahres angekündigte Verkauf des landeseigenen Deutschen
Windenergieinstituts (DEWI GmbH) ist ins Stocken geraten und verschoben worden.
Auf Nachfrage
der Linksfraktion im Niedersächsischen Landtag beim Niedersächsischen
Finanzministerium, Referat Landesbeteiligungen/Beteiligungsmanagement, erhielt DIELINKE vorgestern
die schriftliche Auskunft: „Die Veräußerung der Landesanteile an der DEWI
GmbH-Deutsches Windenergieinstitut, nebst deren Anteilen am DEWI-OCC Cuxhaven,
befindet sich im laufenden Verfahren. Eine Vorlage der Landesregierung zu diesem
Thema wird für das Mai-Plenum angestrebt.“
Die
Linksfraktion wird in Kürze eine parlamentarische Initiative im Niedersächsischen
Landtag zur Abwehr der Privatisierung des DEWI ergreifen.
Im März des
vergangenen Jahres hatten sich der Kreistag und der Rat der Stadt Cuxhaven auf
Antrag von Ulrich Schröder einstimmig für die Aufrechterhaltung der Anteile
von Kreis und Stadt an diesem höchst erfolgreichen Cuxhavener Unternehmen
ausgesprochen.
Immerhin sind
Landkreis und Stadt Cuxhaven mit je 24,6% am DEWI-OCC Offshore Certification
Centre GmbH Cuxhaven beteiligt, das Land Niedersachsen über das DEWI
Wilhelmshaven zu 50,8%.
Eine Veräußerung
der Anteile lehnt DIE LINKE aus wirtschaftlichen Gründen und wegen des
langfristigen Erhalts der Arbeitsplätze und des Cuxhavener Standortes ab. Das
DEWI-OCCist die erfolgreichste
Beteiligung des Landkreises und der Stadt Cuxhaven.
Es hat in den
letzten drei Geschäftsjahren Überschüsse von einer Million Euro
erwirtschaftet, beschäftigt über 20 hoch qualifizierte Mitarbeiter und zahlt
nicht unerhebliche Gewerbesteuern.
Das DEWI-OCC
leistet einen wichtigen Beitrag zur Kompetenzentwicklung des Standortes Cuxhaven
bei der Entwicklung und Bereitstellung von Dienstleistungsangeboten für Firmen
und Einrichtungen im Bereich Onshore- und Offshore- Windenergieanlagen.
Das Unternehmen
unterstützt die nationale und internationale Vermarktung der Region Cuxhaven
als Standort für Unternehmen der Windenergie.
Durch den
Gesellschaftervertrag ist eine dem Stammkapital entsprechende Einflussmöglichkeit
abgesichert.
Pressemitteilung
vom 18.12.11
von
Guido Hagelstede,
Ratsherr der Samtgemeinde Bederkesa
(in Bezug auf die heutige Auszählung des
Mitgliederentscheides über das Bundes-Parteiprogramm
der LINKEN)
95,81
% der Mitglieder für das Parteiprogramm DER LINKEN !
(Auszählung des
Mitgliederentscheides am 18.12.2011 in Berlin)
Stellungnahme
zur Umsetzung in den Kommunen;
hier
Samtgemeinde Bederkesa
Für
mich ist klar: ich fange unten an und arbeite dem Landesverband zu, der sich
dann intensiv mit der Fraktion im Bundestag abstimmt. Geschlossenheit auch im
Kreisverband Cuxhaven ist Trumpf!
Nur
wenn wir (Die Linke) in den Kommunen akzeptierte Arbeit leisten, ist es möglich
unsere friedliche, soziale und gerechte Politik voran zu treiben, um eine andere
demokratische Wirtschaftsordnung zu schaffen, und das ist dringend erforderlich.
Gerade
in kleinen Gemeinden muss angefangen werden, sich mit den Themen zu beschäftigen,
die nahezu die gesamte Bevölkerung betreffen. Wir dürfen uns nicht auf
Entscheidungen verlassen, an denen wir nicht selbst mitgearbeitet und mit
entschieden haben.
Im
Einzelnen werden von mir in den nächsten Monaten folgende Themen angesprochen
und angefragt, die mir in unserer Region wichtig sind.
Das
ist zum Beispiel das Recht auf gute, existenzsichernde Arbeit. Und zwar für
alle; bei der Beachtung von Zahlung für gleichen Lohn für gleiche Arbeit mit
gesetzlichem Mindestlohn und bei gerechter Verteilung aller Arbeiten zwischen
den Geschlechtern. Ich will ein Leben in sozialer Sicherheit und eine
armutsfeste solidarische Rente für alle, die nicht von den Launen der Finanzmärkte
abhängt.
Gebührenfreie
und für alle zugängliche Bildung von der Krippe über Ausbildung und Studium
bis zur kostenfeine Weiterbildung.
Das
Steuersystem ist eines meiner Hauptgebiete; Gering- und Mittelverdiener müssen
umgehend entlastet werden. Wir wollen Einkommen von oben nach unten umverteilen
und die Finanzierung der öffentlichen Leistungen sicherstellen und verbessern.
Ich
orientiere mich am Grundgesetz und respektiere dieses. Jegliche Art der
Diskriminierung in Bezug auf Herkunft, Religion, ethnischer Herkunft, der
sexuellen Identität oder auf Grund jedweder Behinderungen verurteilen wir.
Dieses
alles und noch viel mehr muss angegangen werden. Nicht im Bundestag, nicht im
Landtag, sondern wir müssen in unseren Gemeinden damit anfangen uns damit zu
beschäftigen. Ohne dem nützt kommunale Arbeit nichts. Von unten her muss es
kommen.
.
Was
ich will in Stichpunkten:
-
Den Finanzsektor demokratisch kontrollieren und dem Gemeinwohl verpflichten
-
Nachhaltige Agrarwirtschaft und ländliche Entwicklung
-
Für eine gentechnikfreie Landwirtschaft
-
Förderung strukturschwacher Regionen, wie zum Beispiel der SG Bederkesa
-
Umverteilung und gerechte Steuern
-
Soziale Sicherheit im demokratischen Sozialstaat
-
Demokratische Kommunen
-
Konsequente Gewaltenteilung – Selbstverwaltung der Justiz
-
Migration und Integration als soziale und demokratische Frage
-
Gleichheit und Gerechtigkeit für Menschen mit Behinderung
-
Neofaschismus und Rassismus bekämpfen
Und
noch vieles andere wird auch auf Ebene der Kommune von mir angesprochen und
bearbeitet werden. Für eine soziale, gerechte und friedliche Samtgemeinde und
ein demokratisches soziales Deutschland.
DIE
LINKE. Landkreis Cuxhaven, Pressesprecher Ulrich Schröder
Pressemitteilung
vom 8.12.11
Diktatur
der Finanzmärkte beenden
DIE
LINKE fordert strenge Regeln für Fonds und Großbanken
Wer
heute zum Thema Euro-Krise informiert, muss damit rechnen, schon morgen eine
weitere Veranstaltung mit neuen Informationen machen zu müssen. DIE LINKE im
Landkreis Cuxhaven nahm das Wagnis trotzdem auf sich und ließ sich vom
Bundestagsabgeordneten Herbert Behrens und dem Referenten der Hamburger
Linksfraktion und Bankfachmann Norbert Weber über Ursachen der Euro-Krise und
den aktuellen Stand der Krisenbewältigung aufklären.
Aus
Sicht der Referenten führen die Auflagen des Internationalen Währungsfonds
(IWF), der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Europäischen Union (EU) in
den überschuldeten Staaten Griechenland, Italien, Spanien und Portugal nicht zu
einem Wirtschaftsaufschwung und zur Entschuldung. „Wie mit Lohn- und Rentenkürzungen,
Massenentlassungen und Verkauf von öffentlichem Eigentum wirtschaftlicher
Aufschwung erreicht werden soll, ist mir schleierhaft“, sagte Behrens und
sieht sich von Wirtschaftsexperten wie dem Mitglied des Sachverständigenrates
Peter Bofinger und Heiner Flassbeck, dem Chef-Volkswirt
bei der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung (UNCTAD)
in Genf,
bestärkt.
Die
Staatshaushalte müssten von der „Diktatur der Finanzmärkte“ abgekoppelt
werden, fordert Behrens, um die Spekulation der Banken mit der Zukunft ganzer
Staaten zu unterbinden. Seine Fraktion fordere, eine öffentlich-rechtliche
Bank, die Kredite der EZB direkt an die Staaten statt an dazwischen geschaltete
Banken gibt, damit das heutige System der Kreditvergabe zu „Wucherzinsen“
unterbunden werde.
Norbert
Weber deckte den „zentralen Konstruktionsfehler der EU in den
Entwicklungsformen der Weltwirtschaftskrise seit 2007 auf. „Seit geraumer Zeit
zeigt sich, dass Europa unter Stressbedingungen faktisch nicht handlungsfähig
ist“, stellt Weber fest. Der gigantische Rettungsschirm, der in immer größeren
Dimensionen aufgespannt werde, um Banken und Mitgliedsstaaten vor Schieflagen zu
bewahren, sei immer dann schon wieder zu gering bemessen, sobald er aufgelegt
sei. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit solle zudem der Ende 2010 bereits
ausgelaufenen Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) als zusätzlicher
Rettungsschirm aufgespannt werden, um die zu erwartenden Schieflagen deutscher
Banken auszugleichen. Bereits heute sei klar, dass der Commerzbank fünf
Milliarden Euro fehlten, um die Kriterien der Eigenkapitaldeckung zu stemmen.
Die
von Merkel und Sarkozy angestrebte „Fiskalunion“ und die dafür notwendige
Änderung der des EU-Vertrages (Lissabon-Vertrag) sei viel zeitaufwändiger und
konfliktreicher sein, als es dargestellt werden. Weber ist sich sicher, das ein
durch diese Vertragsänderung entstehende „Kerneuropa“ die entstehenden
Krise nicht bewältigen werde.
DIE
LINKE greift die Politik des freien Kapitalmarktes an und fordert strenge Regeln
für Fonds und private Banken. Die Macht der drei „Ratingmonopolisten“
Standard & Poor‘s, Moody’s und Fitch Ratings sei zurückzudrängen. Die
Alternative einer europäischen Ratingagentur sei nur dann sinnvoll, wenn sie öffentlich-rechtlich
organisiert sei, sagt Herbert Behrens. Das Programm der LINKEN, um den
„Teufelskreis der Krise“ zu durchbrechen, beschreibt der
Bundestagsabgeordnete mit fünf Forderungen: Abkoppeln der Finanzierung der öffentlichen
Haushalte von den Finanzmärkten, Schuldenschnitt und Vermögensabgaben,
Vergesellschaftung des Bankensektors und dessen strenge Kontrolle, Beseitigung
des Außenhandelsungleichgewichts durch Stärkung der Binnennachfrage und die
Beteiligung der „Profiteure der Krise“ an der Finanzierung der Krisenlasten.
Zeit zu handeln statt zu tricksen – LK Cuxhaven November 2011
Von Carsten Zinn, 30. November 2011
Schlechte Meldungen kann die Bundesregierung nicht gebrauchen. Deshalb bleibt
sie dabei, die Arbeitslosenzahlen schön zu rechnen. Arbeitslose, die krank
sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden
bereits seit längerem nicht als arbeitslos gezählt. Fast alle Arbeitslosen,
die älter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik. Im Mai
2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler tätig
werden, zählt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos,
obwohl er keine Arbeit hat.
Wer die tatsächliche Arbeitslosigkeit erfassen will, muss ehrlich rechnen.
Dazu sagte der damalige Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) am 4. Juni 2009 in der
Fernsehsendung Panorama: „Alles, was an Effekten durch arbeitsmarktpolitische
Maßnahmen entsteht, wird jedes Mal zusammen mit der Arbeitsmarktstatistik veröffentlicht.
… Ich glaube, dass man sich auf die Seriosität dieses Prozesses verlassen
kann.“ Wer anders rechnen wolle, könne ja „seine Zahl veröffentlichen –
und dazu ein Flugblatt drucken.“ Das tun wir gern. Hier ist die tatsächliche
Zahl, die allein auf amtlichen Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit
beruht. Im November 2011 sind immer noch 3.774.294 Millionen Menschen
arbeitslos. In der offizielle Statistik wird eine Zahl von 2.713.054 Millionen
angegeben, dies ergibt eine Differenz von 1.062.240 Millionen
Menschen bundesweit. Zeit zu handeln statt zu tricksen.
Hier ist die Arbeitslosenstatistik für den Landkreises Cuxhaven
für November 2011:
Tatsächliche
Arbeitslosigkeit im November 2011: 7.986
Nicht gezählte Arbeitslose
allein im Landkreis Cuxhaven: 2.485
Nicht gezählte Arbeitslose aufgeschlüsselt:
Menschen, die allein wegen
§16 Abs. 2 SGB III und § 53a Abs. 2 SGB II nicht arbeitslos sind: 634
davon Aktivierung und berufliche Eingliederung (§ 46 SGB III): 420
und Vorruhestandsähnliche Regelung (Sonderstatus § 53a SGB II): 214
Menschen, die nah am
Arbeitslosenstatus nach § 16 Abs. 1 SGB III sind: 1.606
davon berufliche Weiterbildung: 475
und Arbeitsgelegenheiten: 156
und Fremdförderung: 421
und Bürgerarbeit: 45
und Beschäftigngszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose): 4
und § 428 SGB III / 65 Abs.4.SGB II / § 252 Abs. 8 SGB VI: 328
und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit (§ 126 SGB III): 177
Menschen in
Arbeitsmarktpolitik fern vom Arbeitslosenstatus nach § 16 Abs. 1 SGB III: 245
davon Gründungszuschuss: 223
und Einstiegsgeld – Variante: Selbständigkeit: 22
Menschen älter als 58
Jahre, beziehen Arbeitslosengeld I und/oder ALG II: 753
Quellen: Bundesagentur für Arbeit: Der Arbeits- und
Ausbildungsmarkt in Deutschland. Monatsbericht November 2011. Die dort aufgeführte
Altersteilzeit sowie Gründungszuschüsse und sonstige geförderte Selbstständigkeit
sind in der Tabelle berücksichtigt. Ohne sie ist die Zahl um 214 Menschen
geringer. Diese große Gruppe der älteren ALG II-Bezieher, die nicht als
arbeitslos gelten, ist in ihrer Gesamtheit nicht im Monatsbericht ausgewiesen,
sondern mit Stand Juni 2011 in einer Sonderauswertung der Bundesagentur für
Arbeit, diese muss dort angefordert werden.
Presseerklärung
vom 24.11.11
von DIE LINKE Kreisverband
Cuxhaven,
Dietmar Michalke,
Kreisvorsitzender
Dr. Heiner Maßmann, Kreistagsabgeordneter
Ulrich Schröder, Pressesprecher
Erst
Hungerlohn, dann Altersarmut?!
Über 7400 Niedriglöhner im Landkreis
Cuxhaven
Viele ArbeitnehmerInnen, die in prekären Arbeitsverhältnissen
leben, haben wahrscheinlich hoffnungsvoll aufgehorcht, als die CDU ihre
Bereitschaft zur Einführung eines Mindestlohns erklärte. Doch bei genauerem
Hinsehen wurde sehr schnell deutlich, dass es sich dabei um eine
Mogelpackung handelte. Denn die von Karl-Josef Laumann, dem Chef des
CDU-Sozialflügels, ins Spiel gebrachte Orientierung an den Löhnen der
Zeitarbeit, die etwa zwischen 7,00 Euro (im Osten) und 7,90 Euro (im Westen)
liegen, können nur als schlechter Witz bezeichnet werden. Wie soll man denn
davon leben oder gar eine Familie ernähren können, fragen DietmarMichalke, Dr.
Heiner Maßmann und Ulrich Schröder.
Die noch größere
Enttäuschung folgte dann auf dem CDU-Parteitag in Leipzig, wo man sich auf eine
unverbindliche „Lohnuntergrenze“ einigte. Dieser Kompromissstellt einen Schlag ins Gesicht von Millionen fleißigen
ArbeitnehmerInnendar, die zu
Hungerlöhnen arbeiten müssen und auf Unterstützung gehofft haben.
Übrigens ließen
sich die CDU Delegierten auf ihrem Parteitag von Arbeitskräften bewirten und
bewachen, die zu Niedriglöhnen zwischen 6 und 7 Euro ihre Dienstleistungen
erbringen mussten.
Noch vor wenigen Wochen hatte
die Bundesregierung eingestanden, dass Löhne unter 10 Euro pro Stunde
Altersarmut fördern. Der parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel
musste nämlich zugeben, dass ein Stundenlohn von mindestens 10 Euro
erforderlich wäre, um eine Grundsicherung von 684 Euro im Rentenalter zu
erhalten – und das auch nur dann, wenn 45 Jahre versicherungspflichtiger Beschäftigung
vorliegen!
Erst Hungerlohn, dann
Altersarmut – sieht so die Zukunft für einen großen Teil der Beschäftigten
in Deutschland aus? Ist das sozial gerecht?
Im Landkreis Cuxhaven gibt es gut 28.000 sozialversicherungspflichtige
Vollzeitbeschäftigte, 7.400 von ihnen erhalten weniger als 9,85 Euro die Stunde
und liegen damit unter der ermittelten Niedriglohnschwelle in Deutschland. Diese
Quote von 28% liegt weit über dem Bundes- und Landesdurchschnitt von 22%!
Übrigens: Das Institut für
Wirtschaft, Arbeit und Kultur hat ermittelt, dass über 70 Prozent der Bevölkerung
in Deutschland einen Mindestlohn von durchschnittlich 10 Euro begrüßen würden!
„Ein flächendeckender
Branchenübergreifender gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 10 Euro die Stunde
muss in Deutschland so schnell wie möglich eingeführt werden, das würde zudem
11 Milliarden Euro Steuergelder einsparen, die der Staat jährlich ausgibt, um
die Dumpinglöhne mit Hartz IV Leistungen aufzustocken, im Landkreis Cuxhaven
betrifft das fast 3000 Erwerbstätige“, betonen Dietmar Michalke, Dr. Heiner
Maßmann und Ulrich Schröder.
Pressemitteilung
vom 17.
Nov. 2011
Mehr
Herzlichkeit im Stadtrat von Langen?
von Dietmar Michalke, Ratsherr der Stadt Langen
Die Verfassung der
Bundesrepublik Deutschland enthält viele weise Bestimmungen, um ein friedliches
Miteinander in der Gesellschaft zu ermöglichen. Eine davon ist das Gebot der
Trennung von Staat und Kirche. Es ist in den Grundgesetz-Artikeln Art. 3(3),
Art. 4(1) und Art. 140 festgelegt
und verlangt von staatlichen Organen und ihren Vertretern eine strikte Neutralität
und Gleichbehandlung gegenüber den verschiedenen Weltanschauungen.
Leider werden diese klugenGrundrechte nur zu häufig missachtet und Partikularinteressengeopfert. So geschah es in der konstituierenden Stadtratssitzung am
Dienstag (15.11.11). Langens Bürgermeister Krüger übergab das Wort an Pastor
Clasen, der dann die Eröffnungsrede zur neuen Amtsperiode hielt. Nun durfte der
Kirchenvertreter in einer
staatlichen Veranstaltung für die Interessen seiner Organisation werben und gar
Andersdenkende herabsetzen. „Denn Kommunen“, so verkündete der unermüdliche
Gottesmann, „die nicht auf der Basis der Evangelien handelten, drohen
seelenlos zu werden, letztlich herzlos und hart“. Damit bescheinigt er doch
wohl allen, die eine andere Basis als die Evangelien haben, Hartherzigkeit und
Herzlosigkeit. Wie herzlich muss die Atmosphäre zwischen Staat und Kirche wohl
gewesen sein, als das finanziell stets klamme Land Niedersachsen mal eben 3,1
Mio € für den 30. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover spendierte?
Der unsägliche Auftritt des
Pastors Clasen widerspricht klar dem Neutralitätsgebot unseres Grundgesetzes.
Ein Stadtrat ist nun einmal kein Forum für religiöse Verkündigungen!
Ein Teil der
Stadtratsmitgliederapplaudierte
nach Pastor Clasens Ausführungen. Bürgermeister Krüger meinte launig, es sei
nicht üblich, nach einer Predigt zu klatschen. In diesem Punkte möchte ich
unser Stadtoberhaupt korrigieren: Es ist nicht üblich, dass im Stadtrat
gepredigt wird, Herr Bürgermeister!
LINKE begrüßt und unterstützt Politikwechsel im Kreistag
DIE LINKE im
Landkreis Cuxhaven begrüßt und unterstützt den Politikwechsel im Cuxhavener
Kreistag, betonen der gewählte LINKE Kreistagsabgeordnete Dr. Heiner Maßmann,
der bisherige Kreistagsabgeordnete Ulrich Schröder und der Kreisvorsitzende
Dietmar Michalke.
Eine sozialere
und ökologischere Politik im Landkreis Cuxhaven ist in der Vergangenheit von
der CDU/FDP Mehrheit rigoros verhindert worden. Das ist nun nicht mehr möglich
und bietet gute Voraussetzungen für einen Politikwechsel. SPD und Grüne haben
allerdings keine Mehrheit im Kreistag. Der LINKE Kreistagsabgeordnete Dr. Heiner
Maßmann bietet seine Unterstützung an und erwartet von rotgrün eine soziale,
ökologische und bürgernahe Politik.
Besonders
wichtig ist für ihn und die Kreis-LINKE eine Erhöhung der Erstattung der
Unterkunftskosten für alle Menschen, die Transferleistungen nach dem SGB II und
SGB XII beziehen, Grundsicherung für Arbeitssuchende, Hilfe zum
Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung erhalten.
Die
Sozialrichter des Bundessozialgerichts in Kassel haben am 23. August dieses
Jahres festgestellt, dass die Erstattungsbeträge für Mietkosten, die so
genannten Mietobergrenzen, vom Landkreis nicht richtig ermittelt und festgelegt
worden sind. Außerdem seien sie zu niedrig und entsprächen nicht den ortsüblichen
Mieten für einfache Wohnungen (Aktenzeichen B 14 AS 91/10 R).
Die tatsächlich
anfallenden Miet- und Nebenkosten können von den viel zu niedrigen
Erstattungsbeträgen nicht mehr abgedeckt werden. Diese Differenz müssen die
Anspruchsberechtigten von ihren geringen Regelsätzen bezahlen, was ihnen kaum
noch möglich ist. Hier besteht Handlungsbedarf, ein entsprechender Beschluss
des Kreistages ist dringend erforderlich.
Eine
langfristige Beteiligung des Landkreises Cuxhaven am DEWI-OCC Cuxhaven ist ein
weiteres wichtiges Anliegen der LINKEN.
Das Auslaufen
des Stromliefervertrags für den Landkreis und seine Gemeinden sollte nach
Ansicht der LINKEN genutzt werden, in Zukunft nur Stromlieferverträge
abzuschließen, die Atomstrom ausschließen.
„Eine
Verringerung der Kilometergrenzen für eine kostenlose Schülerbeförderung, die
Einrichtung von Gesamtschulen und eine Reduzierung der zumutbaren
Schulwegezeiten sind langjährige Forderungen der LINKEN, die endlich umgesetzt
werden müssen“, stellen Heiner Maßmann, Dietmar Michalke und Ulrich Schröder
abschließend fest.
Ulrich Schröder, Kreistagsabgeordneter und Pressesprecher DIE LINKE.
LandkreisCuxhaven
von
Ulrich Schröder, Kreistagsabgeordneter und Pressesprecher DIE LINKE. LandkreisCuxhaven
Bereits vor
knapp 10 Jahren, im Februar 2002, beantragte die Freie und Hansestadt Hamburg
eine weitere Elbvertiefung, obwohl die letzte gerade abgeschlossen war und deren
Auswirkungen noch nicht absehbar waren. Am 15.9.2004 kam die rotgrüne
Bundesregierung der Forderung nach, Außen- und Unterelbe um bis zu 2,40 m zu
vertiefen, so viel wie nie zuvor.
Die
Nutzen-Kosten Untersuchung (NKU) aus dem Jahr 2004 ging von 180 Millionen Euro
Gesamtkosten aus, diese Summe war auch Bestandteil der
Planfeststellungsunterlagen, die Ende 2006 fertig gestellt wurden. Daraus wurde
ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von 13,8 errechnet, was damals schon unabhängige
Gutachter anzweifelten. So wurden beispielsweise die zusätzlichen
Unterhaltungskosten nur mit 7,8 Millionen Euro angegeben, was vollkommen
unrealistisch ist.
Wenige Jahre später
wurden die Gesamtkosten offiziell auf 385 Millionen Euro korrigiert, damit hat
sich das Nutzen-Kosten Verhältnis halbiert.
Heute werden
von offizieller Seite keine Gesamtkosten mehr genannt. Bekannt ist, dass der
Buhnenbau zwischen Altenbruch und Otterndorf und die geplante
Unterwasserablagerung als Altlast der letzten Elbvertiefung etwa 73 Millionen
Euro kosten werden, das Rückdeichungsprojekt Kreetsand 36 Mio €, hinzu kommen
weitere Kosten in zweistelliger Millionenhöhe für notwendige zusätzliche
Ausgleichs- und Ersatzflächen aufgrund der schwerwiegenden Eingriffe in den
Naturhaushalt. Die Aufrechterhaltung der Süßwassernutzung für den Obstanbau
im Alten Land wird laut Bericht der „Deutschen Verkehrszeitung“ zwischen 25
und 150 Millionen Euro kosten, je nach dem Ausmaß der drohenden zunehmenden
Versalzung des Elbwassers.
Eine
Verdreifachung der ursprünglich genannten Gesamtkosten ist mehr als
wahrscheinlich, das Nutzen-Kosten-Verhältnis sinkt damit unter einen
volkswirtschaftlich noch vertretbaren Faktor.
Doch nicht nur
bei den Kosten, sondern auch bei der Umschlagsprognose sind die Planer von
falschen Zahlen ausgegangen. In den Planfeststellungsunterlagen wird von einem
Zuwachs des Containerumschlags im Hamburger Hafen auf 18 Millionen TEU im Jahr
2015 ausgegangen, im letzten Jahr waren es gerade mal knapp 8 Millionen TEU und
damit noch weniger als im Jahr 2006, zum Zeitpunkt derFertigstellung der Planfeststellungsunterlagen.
Die
Inbetriebnahme des Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven in 10 Monaten wird erst
recht nicht die Umschlagszahlen Hamburgs in die Höhe schnellen lassen.
Wenn sich zudem
tagtäglich zeigt, dass die großen Containerschiffe, für die die Elbe vertieft
werden soll, den Hamburger Hafen problemlos erreichen, kann die politische
Forderung nur lauten: Elbvertiefungsplanung endlich aufgeben, stattdessen mit
dem Ausbau und der Reparatur der Schleusen des Nordostseekanals schnellstens
beginnen.
DIE
LINKE verdoppelt im Cuxland ihre Mandate
von D. Michalke, 13.9.2011
Nach einem engagierten Wahlkampf mit viel Hilfe von den Bremerhavener
GenossInnen hat nun der Wähler entschieden.
Das Wahlergebnis der LINKEN blieb mit rund 2.2 % sicher hinter den Erwartungen
zurück. Aber der kleine Zuwachs hat eine bedeutende Veränderung bewirkt. Die
Zahl unserer Mandate hat sich verdoppelt!
Folgende Mandate konnten errungen werden:
- Kreistag Cuxhaven: Dr. Heiner Maßmann
- Stadtrat Cuxhaven: Dieter Lange
- Stadtrat Langen: Dietmar Michalke
- Samtgemeinderat Land Wursten Dr. Heiner Maßmann
- Gemeinderat Cappel Dr. Heiner Maßmann
- Samtgemeinderat Bederkesa: Guido Hagelstede
- Gemeinderat Loxstedt: Bernd Süß
- Einheitsemeinderat Beverstedt: Carsten Zinn
Ich gratuliere allen zu diesem erfreulichen Ergebnis und danke den Wählern
für ihr Vertrauen!
DIE
LINKE tritt in allen sieben Wahlbereichen zur Kreistagswahl an
Rege Teilnahme und große Geschlossenheit bei der LINKEN im Landkreis
von
D. Michalke
(Sehen
Sie auch das Kreiswahlprogramm rechts)
Freitag, den 27. Mai 2011 fand
in Cuxhaven die Wahlgebietsversammlung der LINKEN für den LandkreisCuxhaven statt. Die Mitglieder wählten ihre KandidatInnen für die
Kreistagswahl im Landkreis Cuxhaven.
Zur Eröffnung der Veranstaltung
wies der Kreisvorsitzende Dietmar Michalke auf die Bedeutung von Kommunalwahlen
hin. Arbeit und soziale Gerechtigkeit, die Kernthemen der LINKEN, würden zwar
durch Bundesgesetze geregelt. Jedoch werden diese aufkommunalerEbene umgesetzt.
Eine kommunale Angelegenheit wäre z.B. der von der LINKEN geforderte
Sozialpass, der finanziell benachteiligten BürgerInnen die Teilnahme am
gesellschaftlichen und kulturellen Leben erleichtern würde. In der
Kommunalpolitik ergäben sich also ganz besondere Gestaltungsmöglichkeiten für
linke Themen. Die LINKE setzt sich ferner für die Aufrechterhaltung und Ausbau
demokratischer Strukturen und für eine angemessene finanzielle Ausstattung der
Kreise, Städte und Gemeinden ein. Fusionen wie die von Langen und Bederkesa
lehnt sie ab.
Die anschließende Wahl leitete
der Wahlkampfbeauftragte der LINKEN Landkreis Cuxhaven Heinz Rolle. Zahlreiche
Mitglieder der Partei stellten sich als KandidatInnen vor, erläuterten ihre
Schwerpunkte und Ziele. Heiß umkämpft war insbesondere der Wahlbereich III
(Langen –Land Wursten). Zum Schluss gab es KandidatInnen in allen 7Wahlbereichen:
Wahlbereich
Listenplatz
1
Listenplatz
2
Listenplatz
3
I.
Cuxhaven-Nordholz
Ulrich
Schröder
Heinz
Rolle
II.
Cuxhaven
Dieter
Lange
Doris
Künnmann
III. Langen–Land Wursten
Dr.
Heiner Maßmann
Dietmar
Michalke
Jens
Krautscheidt
IV.
Land Hadeln – Am Dobrock
Barbara Chmielus-Tegge
Norbert
Tegge
V.
Bederkesa – Börde Lamstedt - Hemmor
Guido
Hagelstede
Angelika
Jacke
VI.
Loxstedt - Hagen
Bernd
Süß
VII.
Beverstedt - Schiffdorf
Carsten
Zinn
Diese KandidatInnen (unvollständig) werden am 11. Sept. 2011 für ein
„attraktives und soziales Cuxland“ antreten. Von links: Bernd Süß, Dr.
Heiner Maßmann, Dieter Lange, Ulrich Schröder, Barbara Chmielus-Tegge, Carsten
Zinn
Aktuelles
DIE LINKE. Kreis- und
Ortsverband CuxhavenPresseerklärung vom 8.9.11
Investitionszuschüsse an arbeitsrechtliche
Bedingungen knüpfen
Firmenansiedlungen
werden mit hohen Investitionszuschüssen aus Steuergeldern gefördert. Davon
haben in Cuxhaven und Bremerhaven in letzter Zeit insbesondere Unternehmen der
Windenergiebranche profitiert. Insgesamt erhielten sie öffentliche Fördermittel
in zweistelliger Millionenhöhe, hinzu kommen noch die erheblichen Kosten für
die Aufbereitung und Bereitstellung der riesigen Produktions- und Stellflächen.
So hat
beispielsweise der Windkraftanlagen Hersteller Ambau für den Aufbau seiner
ersten Betriebsstätte in Cuxhaven 6,5 Millionen Euro aus EU-, Bundes- und
Landesmitteln erhalten. Zusätzlich ließ sich die Firma Weiterbildungsmaßnahmen
für die Qualifizierung ihrer Beschäftigten mit rund 100.000 Euro aus Mitteln
des Europäischen Sozialfonds finanzieren.
Die Hälfte der
Beschäftigten wurde aber nur befristet als Leiharbeiter eingestellt, ebenso bei
den Bremerhavener Unternehmen Repower und Powerblades.
Viele
Unternehmen der Windenergiebranche kassieren üppige Steuergelder, weigern sich
aber Tarifverträge abzuschließen, angemessene Löhne zu zahlen und die Beschäftigten
längerfristig einzustellen.
„Die Förderung
von Unternehmen mit öffentlichen Mitteln muss an soziale Standards und an
arbeitsrechtliche Bedingungen gebunden werden“, fordern Carsten Zinn und
Ulrich Schröder.
Dazu gehören
der Abschluss und die Einhaltung von Tarifverträgen, die Einrichtung und freie
Entfaltung von Betriebsräten, die Begrenzung der Leiharbeit auf höchstens drei
Monate bei gleicher Bezahlung und gleichen Arbeitsbedingungen.
Leiharbeiter müssen
zudem ein aktives Wahlrecht für den Betriebsrat erhalten.
„Es kann und
darf nicht sein, dass der Staat Millionen Steuergelder zahlt und viele der geförderten
Betriebe mit ihren Arbeitnehmern umspringen wie sie wollen“, empören sich
Zinn und Schröder.
Wenn im
kommenden Jahr wie angekündigt Betriebserweiterungen und Neuansiedlungen der
Windenergiebranche in Cuxhaven und Bremerhaven auf extra dafür mit öffentlichen
Mitteln hergerichteten Flächen stattfinden, dann haben die Steuerzahler und die
Arbeitnehmer einen Anspruch darauf, dass faire Löhne gezahlt werden und
langfristige Beschäftigung ermöglicht wird.
Die LINKE. Landkreis CuxhavenPresseerklärung vom 7.9.11
Gegen EU Diktate – Kommunen stärken
Ulrich Maurer,
stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion DIE LINKE, referierte in
Cuxhaven auf Einladung des LINKEN Kreisverbandes zur aktuellen Euro- und
Finanzkrise.
„Die
Regierungen führen mit immer hektischeren Aktionen die Befehle der so genannten
Finanzmärkte aus, indem sie das Geld der Steuerzahler für Rettungspakete
verpulvern, die einzig und allein den Banken und Spekulanten nützen. Dieses
Geld fehlt den Städten und Gemeinden an allen Ecken und Kanten, so dass
dringend notwendige Investitionen unterbleiben und sinnvolle freiwillige
Leistungen gestrichen werden“, betonte Ulrich Maurer.
Die Besitzer
von Vermögen und Kapital hingegen werden immer reicher gemacht. Die Reichen in
Deutschland und den anderen europäischen Staaten haben mehr Geldvermögen
aufgehäuft, als die Schulden der Staaten betragen. In Deutschland beträgt die
Staatsverschuldung zur Zeit fast zwei Billionen Euro, die reichsten 10% verfügen
über ein Geldvermögen von gut drei Billionen Euro. Viele von ihnen sind bereit
und außerdem sowieso in der Lage, höhere Steuern zu zahlen.
„Die Krise
ist im Kern eine Lohnkrise“, stellte Maurer fest.
In Deutschland
wurden Löhne, Gehälter, Renten und Sozialleistungen real besonders stark
gesenkt. Das erfolgte mit der Absicht, der deutschen Exportwirtschaft
Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Dieser zu Lasten der Bevölkerung erzielte
Wettbewerbsvorteil ist eine wesentliche Ursache des Niedergangs anderer Staaten
in Europa.
Ulrich Maurer
stellte die Vorschläge der LINKEN vor, um die Krise zu stoppen:
1. Löhne,
Renten und Sozialleistungen müssen deutlich und real steigen, damit es eine stärkere
Binnennachfrage nach Gütern und Dienstleistungen gibt.
2. Die Macht
der Finanzmärkte, Banken und Spekulanten muss gebrochen werden, indem die
Kreditversorgung der Staaten auf eine öffentliche europäische Bank übertragen
wird, die zu geringen Zinssätzen Kredite geben kann. Spekulative Geschäfte müssen
verboten werden.
3. Die
Entschuldung der Staaten muss von den Profiteuren der Krise und ihrem aufgehäuften
Geldvermögen durch eine europaweite Vermögensabgabe getragen werden. Das ist
der einzig gerechte Lastenausgleich.
4. In allen
Staaten der Eurozone müssen gleiche, gerechte Bedingungen für Wirtschaft,
Steuern und Sozialpolitik gelten.
5. Zur
Finanzierung der Europäischen Union muss eine Finanztransaktionsteuer auf alle
Geldgeschäfte an den Börsen erhoben werden.
6. In Europa
muss eine große Anstrengung für Investitionen in Infrastruktur, Umwelt und
Bildung geben. Das würde insbesondere die Kommunen stärken und die
Lebensqualität der Menschen verbessern.
Pressemitteilung vom 31.8.2011
von Carsten Zinn und Ulrich Schröder
DIE
LINKE gibt die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen im Landkreis Cuxhaven bekannt
Die
Arbeitslosenzahlen werden seit Jahren schön gerechnet. Arbeitslose, die krank
sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden
bereits seit längerem nicht mehr als arbeitslos gezählt. Fast alle
Arbeitslosen, die älter als 58 Jahre sind, erscheinen nicht in der offiziellen
Statistik. Im Mai 2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private
Arbeitsvermittler tätig werden, zählt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht
mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat.
Wer
die tatsächliche Arbeitslosigkeit erfassen will, muss ehrlich rechnen. Das hat
die LINKE für das Gebiet des Landkreises Cuxhaven (Arbeitamtbezirk 03352
Cuxhaven) anhand der Zahlen der Bundesagentur für Arbeit aktuell für August
getan:
Tatsächliche
Arbeitslosigkeit im August 2011: 7.924
Nicht
gezählte Arbeitslose allein im Landkreis Cuxhaven: 2.192
Nicht
gezählte Arbeitslose aufgeschlüsselt:
Menschen,
die allein wegen §16 Abs. 2 SGB III und § 53a Abs. 2 SGB II nicht
arbeitslos sind: 513
davon
Aktivierung und berufliche Eingliederung (§ 46 SGB III): 313
und
vorruhestandsähnliche Regelung (Sonderstatus § 53a SGB II): 200
Menschen,
die nah am Arbeitslosenstatus nach § 16 Abs. 1 SGB III sind: 1.455
davon
berufliche Weiterbildung: 321
und
Arbeitsgelegenheiten: 145
und
Fremdförderung: 425
und
Bürgerarbeit: 18
und
Beschäftigungszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose): 5
und
§ 428 SGB III / 65 Abs.4.SGB II / § 252 Abs. 8 SGB VI: 372
und
kurzfristige Arbeitsunfähigkeit (§ 126 SGB III): 169
Menschen
in Arbeitsmarktpolitik fern vom Arbeitslosenstatus nach § 16 Abs. 1 SGB III: 224
davon
Gründungszuschuss: 210
und
Einstiegsgeld – Variante: Selbständigkeit: 14
Die
LINKE im Landkreis Cuxhaven fordert, dass endlich wieder die tatsächlichen
Arbeitslosenzahlen ausgewiesen und gemeldet werden, betonen Carsten Zinn und
Ulrich Schröder.
Pressemitteilung vom 29.8.2011
Veranstaltung der LINKEN am 31.8.2011
in Cuxhaven
Thema: „Gegen EU-Diktate: Kommunen stärken“
Vortrag von Ulrich Maurer, MdB der Fraktion DIE LINKE.
Martinsklause, Cuxhaven, Grodener Chaussee 2
Mittwoch, den 31. August um 19:00 Uhr
DIE LINKE im Landkreis Cuxhaven und der Ortsverband Cuxhaven der Partei DIE LINKE laden im Rahmen der Kommunalwahlen zu einer Vortragsveranstaltung ein.
Die Kommunen sind längst nicht mehr in der Lage, ihre Politik in die eigenen Hände zu nehmen, wie es das Grundgesetz in Artikel 28 vorsieht. Eingriffe durch die Länder und den Bund, aber auch verstärkt durch die EU, schränken die Handlungsfähigkeit der Kommunen immer weiter ein. Die finanzielle Ausstattung der Kommunen ist so schlecht, dass Schulen, Sporthallen, Straßen ... nur noch notdürftig Instand gehalten werden. Die Informationsveranstaltung der LINKEN im Landkreis Cuxhaven und der Ortsverband Stadt Cuxhaven der Partei DIE LINKE soll aufzeigen, dass dieses nicht so bleiben muss.
Es spricht Ulrich Maurer, MdB, stellvertretender Vorsitzender und europapolitischer Sprecher der LINKEN Bundestagsfraktion. Mit auf dem Podium sitzt
Herbert Behrens, Mitglied des Deutschen Bundestages und Hafenpolitischer Sprecher der LINKEN Fraktion.
Auf dieser Veranstaltung sind auch Kandidaten der LINKEN der Kreistag- und Stadtrats¬wahlen anwesend, so dass BürgerInnen mit ihnen diskutieren können.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 31. August um 19:00 Uhr in der Martinsklause, in Cuxhaven, Grodener Chaussee 2, statt.
Ulrich Schröder, Kreistagsabgeordneter und Ratsherr in der
Stadt Cuxhaven
Presseerklärung
vom 24.8.2011
Erhöhung der Mietkosten-Erstattung dringend
notwendig
Der
Kreistagsabgeordnete der LINKEN, Ulrich Schröder, fühlt sich durch das jüngste
Urteil des Bundessozialgerichts in Kassel voll und ganz bestätigt. Die
Sozialrichter stellten am 23. August fest, dass die Erstattungsbeträge für
Mietkosten, die so genannten Mietobergrenzen, in Cuxhaven nicht richtig
ermittelt und festgelegt worden sind. Außerdem sind sie viel zu niedrig und
entsprechen nicht den ortsüblichen Mieten für einfache Wohnungen.
Auf diesen
Tatbestand hatte Ulrich Schröder schon vor drei Jahren eindringlich hingewiesen
und einen entsprechenden Antrag zur Kreistagssitzung am 9. Juli 2008 gestellt,
er wurde von den anderen Kreistagsabgeordneten abgelehnt.
Der Landkreis
Cuxhaven hat nämlich die Erstattungsbeträge für alle kreisangehörigen
Gemeinden und Städte festgelegt, somit auch für die Stadt Cuxhaven.
Mit Wirkung vom
1. Juli 2007 hatte der Landkreis sogar die Höchstbeträge für die
Bezugsberechtigten in Cuxhaven, Langen, Loxstedt und Schiffdorf auf das noch
niedrigere Niveau in den kleineren Gemeinden gesenkt.
Seitdem ist es
den betroffenen Menschen kaum noch möglich, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Das
betrifft alle Menschen, die Transferleistungen nach dem SGB II und SGB XII
beziehen, Grundsicherung für Arbeitssuchende, Hilfe zum Lebensunterhalt,
Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung.
Die tatsächlich
anfallenden Miet- und Nebenkosten können von den viel zu niedrigen
Erstattungsbeträgen nicht mehr abgedeckt werden. Diese Differenz müssen die
Anspruchsberechtigten von ihren geringen Regelsätzen bezahlen, was ihnen kaum
noch möglich ist.
Die vom
Landkreis festgelegten Mietobergrenzen beinhalten nicht nur die Kaltmiete. Hinzu
kommen die nicht unerheblichen Betriebsnebenkosten wie Grundsteuer, Wasser,
Abwasser, Straßenreinigung, Müllabfuhr und Schornsteinreinigung.
Für
Einpersonenhaushalte gelten 280€ als Höchstgrenze bei bis zu 50qm Wohnraum, für
Zweipersonenhaushalte 340€ bei bis zu 60qm, für Dreipersonenhaushalten 410€
bis zu 75qm, bei Vierpersonenhaushalten 470€ bis zu 85qm.
„Diese vom
Landkreis als angemessen bezeichneten Unterkunftskosten sind alles andere als
angemessen, sie entsprechen schon lange nicht mehr der Wirklichkeit und müssen
neu und realitätsbezogen ermittelt werden“, fordert Ulrich Schröder.
Einen
entsprechenden Antrag wird DIE LINKE im neu gewählten Kreistag einbringen.
Pressemitteilung
vom 19.8.2011
Veranstaltung
der LINKEN:
Ohne
Moos nix los. - Wer
hat die Kommunen so arm gemacht?
Folgen
der Steuerpolitik und Alternativen der LINKEN
Die öffentlichen
Haushalte von Bund, Ländern und Kommunen sind so hoch verschuldet wie nie zuvor
und zwar mit über 1,6 Billionen € (1.600.000.000.000 )!
Ein
Ende ist nicht absehbar. Ganz im Gegenteil! Die Schulden wachsen weiter.
Diese
dramatische Entwicklung ist nicht vom Himmel gefallen, sie ist verursacht durch
eine ungerechte, unsolidarische und verfehlte Steuerpolitik, für die CDU, SPD,
FDP und GRÜNE verantwortlich sind. Die von diesen Parteien geführten
Bundesregierungen haben durch entsprechende Steuergesetze die öffentlichen
Haushalte verarmen lassen.
Das
trifft die Städte und Gemeinden besonders hart. Die Stadt Cuxhaven ist
inzwischen die höchst verschuldete Stadt Niedersachsens.
Aber es
gibt Möglichkeiten aus der Schuldenfalle herauszukommen!
Darüber
informiert DIE LINKE am
Mittwoch, 24.8. um 18 Uhr in der
Martinsklause, Grodener Chaussee 2, Cuxhaven
Wer hat die Kommunen so arm gemacht? Folgen der Steuerpolitik und Alternativen
der LINKEN.
Es
spricht Dr. Manfred Sohn, MdL, Vorsitzender der LINKEN Niedersachsen.
Auf dieser Veranstaltung sind auch die Kandidaten der LINKEN der Kreistag- und
Stadtratswahlen anwesend, sodass BürgerInnen mit ihnen diskutieren können.
gez. Dietmar Michalke
Pressemitteilung
vom 16.
Aug. 2011
von
Dietmar
Michalke, Kreisvorsitzender
Die
LINKE: Gemeinde ist unser Zuhause – die Kommune stärken
Wahlveranstaltungen
der LINKEN im Cuxland
Die mangelhafte finanzielle
Ausstattung der Kommunen und die Arbeitsbedingungen im Landkreis Cuxhaven gehören
zu den Schwerpunktthemen der LINKEN bei den Kommunalwahlen 2011. Die Kommunen müssen
entsprechend ihrer vielfältigen Aufgaben mit ausreichenden Geldmitteln
ausgestattet werden. Reguläre Arbeitsverhältnisse zu tariflichen Bedingungen,
unbefristet und mitstarken, den
Mitarbeitern verpflichteten Personal- und Betriebsräten müssen wieder die
Regel, statt der Ausnahme werden.
„Diese politischen Ziele können
nicht allein in den Kommunen durchgesetzt werden“, sagt Dietmar Michalke, der
Kreisvorsitzende der LINKEN Cuxhaven. „Die Mandatsträger der LINKEN ziehen
aber auf allen politischen Ebene am gleichen Strang, um diese Aufgaben
umzusetzen“.
Im Vorfeld der Kommunalwahlen
2011 in Niedersachsen hat die LINKE. Landkreis Cuxhaven Fachleute aus ihren
Reihen zu Vorträgen eingeladen, die zu diesen Themen kompetent Auskunft geben können.
Sie werden auch erklären, woher das Geld dafür kommen kann.
Im Einzelnen gibt es im
Landkreis Cuxhaven folgende Wahlveranstaltungen der LINKEN:
Datum
Veranstaltung
24.08.2011
Vortrag von Dr.Manfred Sohn, MdL,Vors. der LINKEN Niedersachsen
Thema:„Wer
hat die Kommunen so arm gemacht? - Folgen der Steuerpolitik und
die Alternativen der LINKEN.“
Martinsklause, Grodener Chaussee 2, Cuxhaven
Mittwoch,
24.8.2011 um 18.00 h
25.08.2011
Vortrag von Jutta
Krellmann, MdB, Ausschussmitglied für
Arbeit und Soziales, Gewerkschaftssekretärin
Thema:
„Prekäre Arbeitsverhältnisse,
Leiharbeit, Erosion des Arbeitsrechts“
Die Deutsche Eiche, Hauptstr.
88, 27616 Lunestedt Donnerstag, 25.08.2011 um 19
Uhr
30.08.2011
Vortrag von Dr.
Dieter Dehm, MdB,
Europapolitischer Sprecher undMittelstandspolitischer
Sprecher der Fraktion DIE LINKE.
Thema: „Kommune
stärken – EU – Bürokratie abbauen!“.
Anschließend
Kulturteil:„Lieder
von Liebe und Linkssein“ (Gesang: D. Dehm)
Gaststätte Friedrichs,
Nordeschweg 52, Langen
Dienstag,
30.08.2011 um 19.00 h
31.08.2011
Ulrich Maurer,
MdB,stellv. Vors. der
Bundestagsfraktion mit Herbert
Behrens aus OHZ, MdB, Hafenpolitischer Sprecher
Thema: „Gegen EU-Diktate
– Kommunen stärken“
Martinsklause, Grodener Chaussee 2, Cuxhaven
Mittwoch,
31.08.2011 um 19.00 h
06.09.2011
Vortrag von Dr.Manfred Sohn, MdL,Vorsitzender der LINKEN Niedersachsen
Thema: „Wer hat die
Kommunen so arm gemacht? Folgen der Steuerpolitik und die
Alternativen der LINKEN.“
Anschließend Musik mit Erwin Panzer aus Beers,
Freibier, Würstchen
Amtsscheune, Amtsstraße 8, 27624 Bad Bederkesa
Dienstag,
06.09.2011 um 19.00 h
08.09.2011
Info-Abend mit
Dietmar Michalke, Jens Krautscheidt, Angelika Jacke
Thema: „Langener
Kandidaten stellen sich den Fragen der Wählern“
Anschließend Musik mit Erwin Panzer aus Beers
Gaststätte Friedrichs,
Nordeschweg 52, Langen
Donnerstag,
08.09.2011 um 19.00 h
11.09.2011
Wahlparty der LINKEN
Martinsklause, Grodener Chaussee 2, Cuxhaven
Sonntag,
11.09.2011ab 18.00 h
Außerdem wird es folgende
Info-Stände der LINKEN geben:
10.9.11,
10.00 – 17.00 h„Op no Dös“, Straßenfest, in Cuxhaven-Döse
Ulrich Schröder,
Kreistagsabgeordneter und Ratsherr
Presseerklärung
vom 3.8.2011
DIE
LINKE fordert Ökostromverträge für den Landkreis, seine Städte und Gemeinden
„Die LINKE im Landkreis Cuxhaven unterstützt die Forderung der Bürgerinitiative
„Provinz gegen Atomanlagen“ nach kommunalen Stromlieferverträgen, in denen
Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken ausgeschlossen ist“, erklärt Ulrich Schröder,
Kreistagsabgeordneter und Ratsherr in der Stadt Cuxhaven. Dieses Ziel ist aber
nicht mehr für dieses Jahr zu erreichen.
Der im vorletzten Jahr abgeschlossene Stromliefervertrag des Landkreises
Cuxhaven mit der EWE Energie AG kann zweimal jeweils um ein Jahr verlängert
werden, wenn der Vertrag nicht von einem der beiden Vertragspartner zum
Jahresende gekündigt wird. Die Kündigungsfrist beträgt neun Monate.
Am 29. März dieses Jahres hat die EWE den Vertrag gekündigt, um den
Strompreis deutlich zu erhöhen. Die Erhöhung konnte nach Verhandlungen auf 0,4
Cent pro Kilowattstunde ab dem nächsten Jahr reduziert werden.
Der Landkreis Cuxhaven ist die ausschreibende Dienststelle für insgesamt
70 Teilnehmer, darunter sämtliche Gemeinden, Samtgemeinden und Städte des
Landkreises. Der Stromliefervertrag umfasst etwa 30 Millionen Kilowattstunden
pro Jahr!
Bei der letzten europaweiten Ausschreibung gab es nur zwei fristgerechte
Angebote, und zwarvon der EWE AG
Oldenburg und der Lichtblick AG Hamburg. Das Angebot des Ökostrom Anbieters
Lichtblick war nur unwesentlich höher als das der EWE.
Bei Ausschreibungen ist es möglich, den Energiemix vorzuschreiben, um die
Lieferung von Kohle- und Atomstrom auszuschließen. Das will DIE LINKE für die
Zukunft erreichen und nach den Kommunalwahlen einfordern. Der frühstmögliche
Zeitpunkt für einen diesbezüglichen Stromliefervertrag wäre Mitte nächsten
Jahres, wenn der jetzige Stromliefervertrag Ende März gekündigt wird.
„Im Landkreis Cuxhaven wird heute schon so viel Strom aus erneuerbaren
Energien erzeugt, dass damit das gesamte Cuxland versorgt werden könnte“,
betont Ulrich Schröder.
„Es ist nicht einzusehen, warum die öffentlichen Gebäude im Landkreis
und damit auch in der Stadt Cuxhaven immer noch zu einem großen Teil Strom aus
Atomkraftwerken beziehen. Das sollte möglichst schnell der Vergangenheit angehören“,
fordert Ulrich Schröder.
Kreistag
soll sich zu Atomausstieg bekennen- Unwiderrufliche Stilllegung der AKWs Brunsbüttel,
Esenshamm/Unterweser und Brokdorf
Der
LINKE Kreistagsabgeordnete Ulrich Schröder begrüßt den Beschluss der 9.
Unterweserkonferenz gegen einen Weiterbetrieb des Atomkraftwerks
Unterweser in Esenshamm, dem auch Landrat Bielefeld zugestimmt hat.
Zur
Kreistagssitzung am kommenden Mittwoch, 22. Juni, hat Ulrich Schröder einen
erweiterten Antrag gestellt, in dem der Kreistag die Bundesregierung und die für
die Atomaufsicht zuständigen Länder auffordern soll, nicht nur das
Atomkraftwerk Esenshamm/Unterweser, sondern auch das Atomkraftwerk Brunsbüttel
nach Ablauf des dreimonatigen Moratoriums nicht wieder in Betrieb gehen zu
lassen. Diese dürfen auch nicht als stille Reserve bereitgehalten werden.
Auch
das unweit des Landkreises liegende und zwecks Revision abgeschaltete
Atomkraftwerk Brokdorf darf danach nicht wieder angefahren werden und muss
ebenfalls unwiderruflich und endgültig vom Netz.
Die
Reaktorkatastrophe in Japan hat mit erschreckender Deutlichkeit gezeigt, dass
selbst hoch technisierte Industrienationen Nuklearkatastrophen weder verhindern
noch Risiken von Atomanlagen beherrschen können. Die Risiken der
Nukleartechnologie sind und bleiben ebenso unvermeidbar, unbeherrschbar und
unvorhersehbar.
Welche
Folgen die unkontrollierte Freisetzung von Radioaktivität einmal haben wird,
ist wegen fehlender Langzeiterfahrungen noch nicht absehbar.
Deshalb
sowie aus Verantwortung für die Menschen und die uns nachfolgenden Generationen
muss die Bundesrepublik Deutschland bis zum Ende des Jahres 2014 aus der
Atomenergie aussteigen.
Auf
diesem Gebiet sind Österreich und Italien schon jetzt Vorreiter.
DIE
LINKE im Landkreis Cuxhaven fordert:
➡Die sieben ältesten AKWs – Biblis A, Neckarwestheim 1, Biblis
B, Brunsbüttel, Isar 1, Unterweser und Philippsburg 1 – und das Pannen-AKW Krümmel
sind sofort und auf Dauer stillzulegen. Gleiches gilt für das wegen seiner Lage
in einem Erdbebengebiet gefährdete AKW Neckarwestheim 2 sowie die AKWs
Grundremmingen B und C. Die übrigen Atomkraftwerke werden bis zum Ende des
Jahres 2014 stillgelegt:
➡2012:
AKW Brokdorf und AKW Philippsburg 2.
➡2013:
AKW Grohnde und AKW Grafenrheinfeld:
➡2014:
AKW Isar 2 und AKW Emsland.
•Verankerung
des Verbots der Nutzung von Atomenergie und Atomwaffen im Grundgesetz.
➡Beibehaltung des Einspeisevorrangs und wirkungsvoller Vergütungssätze
für Strom aus erneuerbaren Energien, Erstellung eines Bundesfachplans
Netzumbau, sowie Förderung der Entwicklung und Etablierung effizienter
Speichertechnologien.
➡Energieeffizienz-Offensive: ambitionierte, verbindliche Standards
für den Energieverbrauch stromverbrauchender Geräte und industrieller
Prozesse; Einführung eines Energiesparfonds mit speziellen Förderprogrammen für
einkommensschwache Haushalte.
➡Klimagerechter Umbau des Kraftwerksparks durch ein
Kohleausstiegsgesetz.
•Strompreise
sozial abfedern und Marktaufsicht wahrnehmen
➡Einführung einer wirksamen und handlungsfähigen staatlichen
Strompreisaufsicht; Wiedereinführung der Börsenaufsicht für den Spothandel im
deutschen Strommarkt bzw. über alle Spotmärkte auf EU-Ebene; schärfere
Ahndung des Insiderhandels an Strombörsen.
➡Erhöhung der Brennelementesteuer zur Abschöpfung der
Extraprofite aus dem Emissionshandel und Überführung der AKW-Rückstellungen
in einen öffentlich-rechtlichen Fonds.
➡Verbot von Stromsperren, verbindliche Einführung von
Stromsozialtarifen und Unterstützung von niedrigen Einkommen beim Kauf
stromsparender Geräte.
➡Initiativen für die Schaffung von Ersatzarbeitsplätzen an den
Atomkraftwerksstandorten durch regionale Wirtschaftspolitik.
➡Wende in der Beschäftigungspolitik der Erneuerbaren-Branche hin
zu tariflicher Entlohnung, Sicherstellung gewerkschaftlicher Rechte und guter
Arbeit.
➡Überführung der Energienetze in die öffentliche Hand,
Rekommunalisierung der Energieversorgung und Förderung von
Energiegenossenschaften.
➡Beiräte aus Umwelt- und Verbraucherverbänden, Gewerkschaften und
Mandatsträger/innen begleiten mit verbindlichen Mitbestimmungsrechten den
Energiewendeprozess auf allen Ebenen (Bund, Länder, Kommunen).
Der
Kreistag sollte die Sorgen und Ängste der Beschäftigten der betroffenen
Atomkraftwerke und deren Familien und der für das Kraftwerk regelmäßig tätigen
externen Betriebe und Unternehmen ernst nehmen und dieKraftwerksbetreiber auffordern, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
gerecht und sozialverträglich vor Ort weiter zu beschäftigen und gleichwertige
Ersatzarbeitsplätze bereit zu stellen.
Ulrich Schröder, Ratsherr (DIE
LINKE)
Presseerklärung vom 16.6.11
Die
Siedlungsgesellschaft endlich demokratisieren und stabilisieren
„Was nützt
der Stadt Cuxhaven ein Eigentum, auf das sie so gut wie keinen Einfluss hat“,
fragt Ulrich Schröder, Ratsherr der LINKEN, angesichts der Diskussionen um die
Cuxhavener Siedlungsgesellschaft und der Ergebnisse des Domus Gutachtens zur
Siedlung.
Seit Jahren
schaltet und waltet der einköpfige Vorstand wie er will und hat die
hundertprozentige stadteigene Gesellschaft in erhebliche finanzielle Nöte
gebracht.
Über die Hälfte
der Ausgaben gehen für Zinsen und Tilgung drauf, nur ein knappes Fünftel fließt
in die Unterhaltung der 3000 Wohnungen, gut ein Viertel sind Personal- und
Sachaufwendungen.
Seit drei
Jahren gibt es kein vollständig langfristig finanziertes Anlagevermögen, so
dass Zahlungsschwierigkeiten bei Fälligkeit kurzfristiger Kredite drohen. Diese
kurzfristigen Kredite müssen möglichst schnell in langfristige umgewandelt
werden, wobei lastenfreie Objekte als Absicherung dienen könnten.
Zur
Sicherung der Umschuldung der Kredite und für Investitionsdarlehen ist die
Siedlungsgesellschaft auf Bürgschaften der Stadt Cuxhaven angewiesen. Diese dürfen
aber nur in überschaubaren Etappen seitens der Stadt gegeben werden, um Risiken
zu vermeiden. Außerdem muss die Stadt ein jederzeitiges und umfassendes
Auskunfts-, Kontroll- und Weisungsrecht haben und auch anwenden.
Das ist bei
der jetzigen Gesellschafterform einer Aktiengesellschaft nicht möglich. Nach §
131 Aktienrecht hat der Vorstand ein umfangreiches Verweigerungsrecht. Auskünfte
braucht er nur in der Hauptversammlung zu geben. So hat es in der Vergangenheit
kein regelmäßiges Berichtswesen vom Vorstand gegenüber der Stadt gegeben, das
müsste mindestens vierteljährlich erfolgen.
Ulrich Schröder
fordert daher nochmals eindringlich, die Siedlungsgesellschaft möglichst
schnell in eine GmbH umzuwandeln, wie das auch bei anderen kommunalen
Wohnungsgesellschaften der Fall ist. Einen entsprechenden Ratsbeschluss gibt es
seit acht Jahren, er ist bis heute auf Druck des Vorstandes nie umgesetzt
worden. Nach § 51a GmbH Gesetz hat der Gesellschafter, also die Stadt, ein
jederzeitiges Auskunftsrecht und nach § 37 ein Weisungsrecht.
Die jetzige
Rechtsform bringt der Stadt nur Nachteile und Kosten, wie auch das 140.000 Euro
teure von der Stadt in Auftrag gegebene Gutachten bestätigt hat.
Die
Wohnungssanierung muss fortgesetzt werden. „Diese Aufträge dürfen nicht
unter der Hand vergeben werden, sondern sind öffentlich auszuschreiben. Das ist
transparent und senkt die Kosten erheblich“, betont Ulrich Schröder.
Insbesondere
kleine Wohnungen sollten bedarfs- und seniorengerecht und möglichst
barrierefrei modernisiert werden, selbstverständlich auch unter energetischen
Gesichtspunkten.
Kleine
bezahlbare Wohnungen sind in Cuxhaven kaum noch zu finden, das bringt viele
Rentnerinnen, Rentner, Alleinerziehende und Bezieher von Sozialgeld in schwere
finanzielle Nöte. Sie bilden fast die Hälfte der Bevölkerung unserer Stadt.
Hier muss
die „neue“ Siedlungsgesellschaft GmbH dem weiterhin gültigen § 2 ihrer
Satzung nachkommen: „Zweck der Gesellschaft ist vorrangig eine sichere und
sozial verantwortbare Wohnungsvorsorge der breiten Schichten der Bevölkerung“.
Ulrich
Schröder, Kreistagsabgeordneter, Heiner Maßmann, Ratsherr in der SG Land
Wursten
Presseerklärung
vom 14.6.2011
Gesamtschule
gewinnt wiederum Deutschen Schulpreis
Im
Landkreis Cuxhaven weiterhin keine Chance auf gemeinsames Lernen
Ausgerechnet eine niedersächsische Gesamtschule, die
von der CDU/FDP-Landesregierung oftmals diskreditiert und diffamiert worden ist,
gewinnt den renommierten Deutschen Schulpreis 2011. Damit muss Bundespräsident
Wulff diejenige Schulform mit einem Preisgeld von 100.000 Euro auszeichnen, die
er als Ministerpräsident am liebsten abgeschafft hätte.
Mit der Lichtenberg-Gesamtschule
in Göttingen gewinnt nach der Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim (2007)
innerhalb von nur vier Jahren bereits zum zweiten Mal eine niedersächsische
Gesamtschule diese begehrte Auszeichnung. Dieses ist umso bemerkenswerter, als
Wulff unmittelbar nach seiner Wahl zum niedersächsischen Ministerpräsidenten
(2003) die Gründung neuer Gesamtschulen verboten hatte. Selbst im September
2007 erklärte er noch öffentlich, das bestehende Gründungsverbot
beizubehalten und nur einzelne Neugründungen zu erlauben. Und den bestehenden
Gesamtschulen haben die Bildungsminister nur Knüppel zwischen die Beine
geworfen: So müssen sie neuerdings das (Turbo-)Abitur nach 12 Jahren (G8)
zwangsweise anbieten, und es müssen mindestens fünf Parallelklassen gebildet
werden können. Kein Wunder, dass die Eltern dagegen Sturm laufen!
Zum Gewinn des Deutschen
Schulpreises gratuliert die Cuxhavener LINKE den SchülerInnen, LehrerInnen,
Eltern und MitarbeiterInnen der Gesamtschule in Göttingen-Geismar. Diese
Integrierte Gesamtschule (IGS) hat ihn verdient, weil sie es jeden Tag schafft,
Kinder aus unterschiedlichsten Verhältnissen gemeinsam zu unterrichten und
dabei alle an ihr individuelles Ziel zu führen. Statt SchülerInnen nach
Leistung zu sortieren, setzt sie auf gemeinsames Lernen und individuelle Förderung.
Mit dieser Auszeichnung hat die
Gesamtschule zum wiederholten Mal ihre Leistungsfähigkeit in der Praxis
bewiesen. In zahlreichen Studien (z.B. PISA; OECD) ist ja darüber hinaus auch
international belegt worden, dass die SchülerInnen in den Ländern mit
Gesamtschulen die besten Leistungen erzielen (z.B. in Finnland).
So kommt auch der Schulforscher
Hermann Veith (Universität Göttingen) zu dem Schluss, dass die Gesamtschule
gerade in Niedersachsen ein Erfolgsmodell ist. Denn trotz aller Repressalien
konnten seit dem Jahr 2008 allein 34 neue Gesamtschulen von der Bevölkerung vor
Ort durchgesetzt werden.
„Im großen Landkreis Cuxhaven
dagegen Fehlanzeige, er ist immer noch ein weißer Fleck, mehrere
Gesamtschulinitiativen sind von der CDU/FDP Kreistagsmehrheit gestoppt worden.
Stattdessen wird eine so genannte Oberschule eingeführt, in der es kein durchgängiges
gemeinsames Lernen bis Klasse 10 und auch keinen umfassenden Ganztagsunterricht
gibt“, bedauern Dr. Heiner Maßmann und Ulrich Schröder.
Resolution
des Kreistages des Landkreises Cuxhaven
Schneller
Ausstieg aus der Atomkraft
Unwiderrufliche
Stilllegung der AKWs Brunsbüttel, Esenshamm/Unterweser und Brokdorf
Die Reaktorkatastrophe in Japan hat
mit erschreckender Deutlichkeit gezeigt, dass selbst hoch technisierte
Industrienationen Nuklearkatastrophen weder verhindern noch Risiken von
Atomanlagen beherrschen können. Die Risiken der Nukleartechnologie sind und
bleiben ebenso unvermeidbar, unbeherrschbar und unvorhersehbar.
Welche - insbesondere auch
biologische – Folgen (z.B. Erbgutveränderungen) die unkontrollierte
Freisetzung von Radioaktivität einmal haben wird, ist wegen fehlender
Langzeiterfahrungen noch nicht absehbar.
Deshalb sowie aus Verantwortung für
die Menschen und die uns nachfolgenden Generationen muss die Bundesrepublik
Deutschland – auch verbunden mit der Absicht einer Signalwirkung für andere
Staaten – schnellstens aus der Atomenergie aussteigen.
Nach den Nuklearunfällen in Tschernobyl, Harrisburg,
Forsmark (Schweden) und Fukushima fordert der Kreistag des Landkreises Cuxhaven
die Bundesregierung und die für die Atomaufsicht zuständigen Bundesländer
auf:
1. die Atomkraftwerke Brunsbüttel und Esenshamm /
Unterweser
a)nach Ablauf des
dreimonatigen Moratoriums nicht wieder in Betrieb gehen zu
lassen
b)unwiderruflich
und ohne Ausgleich der Reststrommengen deren endgültige Stilllegung und unter
Beachtung insbesondere auch der Sozialverträglichkeit aller Maßnahmen die
Einleitung der dafür erforderlichen Schritte anzuordnen
c)
das Atomkraftwerk Brokdorf schnellstmöglich abzuschalten.
2. die beschlossene Laufzeitverlängerung deutscher
Atomkraftwerke zu stoppen und unverzüglich dauerhaft zurückzunehmen;
3. über den Verbleib der in den Atomkraftwerken anfallenden
radioaktiven Abfälle
(Endlagerung) unter Orientierung an wissenschaftlichen Kriterien
ernsthaft den
bestgeeigneten Ort für einLager transparent und demokratisch zu suchen und zu
errichten;
5. die Kosten der Endlagerung und alle übrigen Folgen der
Kernenergie-Produktion den
Betreibern der kerntechnischen Anlagen zu übertragen;
6. Subventionen von Atomstrom (z.B. Steuerermäßigungen, Fördermittel)
unverzüglich
einzustellen;
7. gemeinsam auf der Ebene der EU einen europaweiten Ausstieg aus der
Kernenergie
voranzutreiben und auf die Einstellung aktueller Bauprojekte von
Atomkraftwerken
und Brennelementfabriken hinzuwirken, zugleich aber auch weltweit für
den Ausstieg
aus dieser Technologie zu werben;
8. die erneuerbaren Energien und deren Weiterentwicklung
intensiv zu fördern und deren
Ausbau zu beschleunigen;
9. Maßnahmen zu
intensivieren und zu fördern, die der Einsparung von Energie dienen;
10. an den geltenden Grenzwerten für die radioaktive
Belastung von Lebensmitteln
unverändert festzuhalten und die aus dem ostasiatischen Raum stammenden
Lebensmittel aus Sicherheitsgründen lückenlos verschärften Kontrollen
zu
unterziehen.
Der
Kreistag des Landkreises Cuxhaven teilt die Sorgen und Ängste der Beschäftigten
der betroffenen Atomkraftwerke und deren Familien, aber auch der für das
Kraftwerk regelmäßig tätigen externen Betriebe und Unternehmen.
Er
fordert daher die Kraftwerksbetreiber
auf, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerecht und sozialverträglich vor
Ort weiter zu beschäftigen und gleichwertige Ersatzarbeitsplätze bereit zu
stellen.
Begründung:
Abwehr von Gefahren für die Bevölkerung des Landkreises Cuxhaven
PRESSEMITTEILUNG vom 16.5.2011
von Dr. Heiner Maßmann (Mitglied des Rates der Samtgemeinde Land Wursten)
zu dem Bericht „Land Wursten will die Fusion“ in der NZ vom 6. Mai 2011:
Fusion: ungerecht – unsozial – bürgerfeindlich!
Wenn Herr Cornelius (CDU) sagt, „wir können einfach
nicht weitermachen wie bisher“, dann gibt er endlich zu, dass er und seine
Parteifreunde bisher die falschen politischen Entscheidungen getroffen haben. Zu
dieser späten Erkenntnis kann man ihm nur herzlich gratulieren. Gleichzeitig
muss man ihn aber auch fragen, warum er denn erst jetzt zu dieser für ihn
anscheinend neuen Erkenntnis gekommen ist, denn bereits Mitte der 1980er-Jahre
hatte die Landesregierung die den Kommunen zustehenden Steuern um 1/3 gekürzt.
Seitdem steigt die Verschuldung in der SG Land Wursten kontinuierlich an. Seit
1992 gibt es ein Haushaltsicherungsgesetz. Der jahrelange Verstoß gegen die
Niedersächsische Gemeinde Ordnung (NGO) führte im SG-Rat sogar zu der Überlegung,
auf dem Klageweg gegen die Landesregierung vorzugehen.
Doch was haben die politischen Akteure in
Land Wursten bisher konkret gegen die stetig wachsende Verschuldung unternommen?
Nichts, aber auch gar nichts ist in den zurückliegenden 30 Jahren unternommen
worden. Selbst der Haushalt 2011 ist vor wenigen Monaten noch mit allen Stimmen
von CDU, FDP, Midlumer Liste und SPD verabschiedet worden.
Warum, muss man sich fragen, gibt es einen
„Rettungsschirm für Banken“, aber noch nicht den mindestens genau so
wichtigen „Rettungsschirm für Kommunen“?
Nun sollen also nach dem Willen der Herren Kowalewski (SPD) und Sagemühl
(CDU) die Bürger/innen in Land Wursten und Nordholz für die Schulden
aufkommen, die sie überhaupt nicht zu verantworten haben. Ist das gerecht? Wäre
es nicht gerechter, wenn die Landesregierung selber für die von ihr
verursachten Schulden aufkommen würde?
Anscheinend
haben die beiden Politiker auch immer noch nicht begriffen, dass unsere Bürger/innen
u.a. durch drastisch gestiegene Lebenshaltungskosten (z.B. Benzin; Heizöl;
Lebensmittel; Gesundheitswesen) bereits heute bis an die Grenze der Zumutbarkeit
belastet sind. Ist diese zusätzliche finanzielle Belastung sozial?
Noch
erschreckender ist aber deren Eingeständnis, sie hätten diese „Erhöhungen“
schon auf der „Tagesordnung“ gehabt. Warum, fragt sich da der interessierte
Leser, sind sie dann nicht im Rahmen der letzten Haushaltsberatung mit ihren Plänen
an die Öffentlichkeit gegangen? Und welche „Erhöhungen“ haben sie noch im
Ärmel, die sie der Bevölkerung erst nach der Kommunalwahl präsentieren
werden?
Neben
den finanziellen Folgen werden die Wurster Bürger/innen vor allem die
Einschnitte in der Bildungsinfrastruktur ertragen müssen. Auch wenn die
Absicht, die Grundschule Midlum zu schließen, nicht realisiert wurde, weil
sonst die Fusion gescheitert wäre, so besteht dieser Plan doch weiterhin. Und
auch die Kindergärten in Land Wursten stehen weiterhin im Fokus, weil sie
angeblich zu teuer sind. Wie weit die Sparwut der CDU/FDP-Landesregierung und
der CDU/FDP-Mehrheit im Landkreis mittlerweile geht, sehen wir doch an der
Ablehnung des Förderantrages für den Krippenbau in Padingbüttel!
Selbst Befürworter der Fusion geben doch offen zu, dass
durch die Teilentschuldung keine grundlegende Konsolidierung erfolgen wird. Alle
Fachleute, auch die in SPD und CDU, fordern deshalb, schnellstmöglich eine
umfassende kommunale Finanzreform durchzuführen., weil wir sonst in etwa 12
Jahren wieder auf dem Schuldenberg von heute sein würden. Dann allerdings
besteht die ganz große Gefahr, dass die von der CDU geforderte Großkommune mit
Langen/Bederkesa Realität wird. Wollen unsere Bürger/innen wirklich in einer
Mammutkommune leben, die größer ist als die Landeshauptstadt Hannover???
Fakt ist weiterhin, dass die Fusion an sich und die von
der Lenkungsgruppe vorgelegte „Sparliste“ in Nordholz wesentlich kritischer
beurteilt werden als in Land Wursten. In deren letzter Ratssitzung ist sogar
behauptet worden, die vorgelegten Zahlen seien „Schönfärberei“ und
„Makulatur“. Aber in Nordholz wird es wenigstens eine Bürgerbefragung
geben, während die Wurster Politiker „umgefallen“ und anscheinend nicht an
der Meinung ihrer Bürger/innen interessiert sind.
Diese
Fusion ist also ungerecht, unsozial und gegen die Bürger/innen gerichtet! Wann
erkennen unsere Politiker endlich, dass der Mensch im Mittelpunkt ihres Handelns
stehen muss? Wann erkennen sie, dass sie für die Bürger da sind – und nicht
umgekehrt?
Presseerklärung
vom 5.5.11
EWE
Desaster in der Türkei gefährdet Arbeitsplätze in Cuxhaven
Die
Ausweitung der Geschäftspolitik des Energieversorgers EWE ins Ausland müssen
die Arbeitnehmer teuer bezahlen. EWE hat in der Türkei Verluste von über 150
Millionen Euro zu verzeichnen.
Aufgrund
dieses Desasters will EWE seine geplanten Investitionen stark zurück fahren,
vor allem in Cuxhaven. Fest eingeplante Aufträge gehen Cuxhavener Firmen damit
verloren, so dass den betroffenen Arbeitnehmern Kurzarbeit und Entlassung droht.
Die ersten Kündigungen sind schon ausgesprochen.
„Die
LINKE hat von Anfang an die Ausweitung der Geschäfte von EWE ins Ausland
abgelehnt und kritisiert“, betont Ratsherr Ulrich Schröder.
Der
Energieversorger EWE gehört mehrheitlich den Kreisen und Städten zwischen Elbe
und Ems, sie haben allerdings keinen Einfluss auf dessen Geschäftspolitik.
Aufgabe der EWE sollte es sein, die Verbraucher mit günstigem Strom und Gas zu
versorgen.
Von
dieser Geschäftspolitik hat sich EWE schon seit mehreren Jahren verabschiedet.
Die satten Gewinne wurden nicht zur Senkung der Energiepreise genutzt, sondern
zur Ausweitung der Geschäfte nach Polen und in die Türkei. Dort wurde kräftig
zugekauft mit ungesichertem Ausgang. Dieser Größenwahn hat zu dramatischen
Verlusten geführt.
DIE
LINKE fordert, Energieversorgung gehört in öffentliche Hand. Ulrich Schröder
bedauert noch heute den Verkauf der Cuxhavener Stadtwerke an die EWE. Während
anderenorts die kommunalen Stadtwerke aufblühen, hat sich die Stadt Cuxhaven
einem Konzern ausgeliefert, an dem seit über einem Jahr auch noch der
Energieriese EnBW beteiligt ist.
Wieder
einmal müssen die Arbeitnehmer die unverantwortliche Geschäftspolitik von
Managern ausbaden, während letztere keine Gehaltseinbußen hinnehmen müssen.
Rede
von Tobias Pflüger, Vorstandsmitglied der Informationsstelle Militarisierung
(IMI) e.V. Mitglied des Parteivorstandes DIE LINKE. beim Ostermarsch in
Oldenburg (Oldenburg) am 23.04.2011 (Abschrift)
Liebe
Oldenburger, Oldenburgerinnen, liebe Freundinnen und Freunde,
es
ist ein wunderschöner Karsamstag. Und es gibt immer noch - gar nicht so wenige
- Unentwegte, die darauf bestehen, dass an Ostern Ostermärsche für Frieden und
Abrüstung stattfinden. Hier in Oldenburg finden diese Ostermärsche - wenn ich
es richtig verstanden habe - seit 32 Jahren statt. Das ist schon beeindruckend!
Wir
erleben es ja gerade, dass im arabischen Raum und darüber hinaus sich Menschen
wehren gegen diktatorische Regime. Eigentlich würde man meinen, dass sich alle
darüber freuen, dass dort Menschen aufbegehren. Aber offensichtlich war es so,
dass auch viele der westlichen Regierungen von diesen Protestbewegungen im
arabischen Raum auf dem falschen Fuß erwischt wurden, und sich sehr schwer
getan haben, diejenigen zu unterstützen, die dort für Demokratie und bessere
soziale Verhältnisse aufbegehrt haben. Das hat eine Reihe von Gründen: Weil
z.B. diese Diktatoren in Nordafrika und den arabischen Staaten eng verbandelt
sind mit denjenigen, die hier an der Regierung sind. Und zwar ist es da völlig
egal, ob das Sozialdemokraten und Grüne oder Konservative und Liberale sind. Es
gab über Jahre hervorragende Beziehungen mit denjenigen Diktatoren, die
entweder schon zurückgetreten sind oder demnächst hoffentlich irgendwann mal
zurücktreten.
Mein
Eindruck ist, dass das, was unser Freund aus Kamerun vorhin für Afrika
beschrieben hat, auch für eine ganze Reihe arabischer Staaten gilt: Dass eine
Reihe von Menschen in arabischen Ländern erkannt haben, dass ihre Armut eng
damit zusammenhängt, dass westliche Konzerne in ihren Ländern nach wie vor das
Sagen haben.
Und
ich denke, dass wir von hier aus ein ganz klares Zeichen setzen sollten: Ja, wir
unterstützen die Demokratiebewegungen im arabischen Raum. Ja, wir freuen uns,
dass die Menschen dort aufbegehren, und wir sind es satt, dass die Regierungen
hierzulande mit doppelten Standards arbeiten. Wir unterstützen alle
Demokratie-bewegungen, nicht nur die, die ins westliche Konzept passen.
Über
Jahre hinweg haben westliche Staaten, u.a. Deutschland, Ausstattungs- und
Ausbildungshilfe gegeben, insbesondere an die Polizei und Militärs in den
arabischen Ländern. Von der ägyptischen Polizei gingen insbesondere zu Beginn,
aber auch bis heute Übergriffe gegen Demonstranten aus. Ägyptische Polizisten
wurden ausgebildet von europäischen, auch deutschen Polizisten. Und es sind bis
heute an der Bundeswehr-Hochschule in Hamburg Militärs aus Ägypten, die bei
der Bundes-wehr ausgebildet werden.
Die
westlichen Staaten, darunter wieder Deutschland, haben umfangreich Waffen
geliefert in die arabischen Länder, und in viele dieser Länder werden
westliche Waffen bis heute geliefert.
Wir
als Ostermarschierer/innen sagen dazu: Wir sind dafür, dass sämtliche Rüstungs-exporte
eingestellt werden, jetzt natürlich insbesondere in die arabischen Länder!
Und
es ist schon zynisch: Dass der Westen jetzt Stück für Stück versucht die
Revolutionen, die in den arabischen Ländern gelaufen sind oder noch laufen, zu
stehlen. Es ist inzwischen so, dass der Westen eher zufrieden ist, dass in Ägypten
ein Militärrat das Sagen hat. Denn seit Jahren gibt es vom Westen aus zu den
Militärs und Geheimdiensten z.B. in Ägypten hervorragende Beziehungen. Man
kennt sich aus gemeinsamen Ausbildungsgängen. Das gilt für Tunesien, das gilt
für Ägypten und - das ist das Interessante - das gilt auch für Libyen. Der
jetzige Militärchef der Rebellen in Bengasi, ist der ehemalige Innenminister
von Gaddafi. Er war zuständig für die verschiedenen Spezialtruppen Libyens.
Und es gab zwischen ihm und den britischen, US-amerikanischen, französischen
und deutschen Eliteeinheiten und entsprechenden Militärs und Geheimdiensten
hervorragende Kontakte, an die jetzt angeknüpft wird.
Und
ich will es sehr deutlich sagen: In Libyen gab es am Anfang eine Entwicklung, wo
sich auch Menschen wegen der sozialen Verhältnisse und wegen dem, dass dort
keine Demokratie herrschte, auch in Tripolis, aufgestanden sind. Und dann war es
im Interesse des Westens diesen Konflikt zu militarisieren. Was wir inzwischen
haben in Libyen ist ein ganz simpler Krieg, ein Krieg, wie er leider in vielen
Regionen der Welt läuft. Und es ist ein Krieg, in dem die NATO bombardiert,
angeblich zum Schutz von Zivilisten. Ich will es sehr deutlich sagen: Nicht nur
Gaddafi und seine Truppen setzen wohl Streubomben ein, sondern auch die NATO
setzt Streubomben ein. Die NATO bringt genauso Zivilisten um. Deutschland ist
Teil der NATO und hat kein Veto gegen die Angriffe eingelegt.
Ich
will es sehr deutlich sagen: Dieser Angriff, den die NATO derzeit auf Libyen
fliegt, hat nichts damit zu tun, dass es der Zivilbevölkerung irgendwie hilft.
Im Gegenteil, es werden Menschen dadurch getötet. Wir sagen ganz klar NEIN zum
Krieg der NATO gegen Libyen, wir lehnen das ganz klar ab!
Ganz
zynisch ist es, dass die EU und Deutschland mit den Diktaturen in Nordafrika -
insbesondere mit Gaddafi - bei der Flüchtlingsabwehr eng zusammengearbeitet hat
und bis heute mit einigen zusammenarbeitet. Wenn es wirklich um Hilfe für
Menschen gehen sollte, ist es notwendig Flüchtlinge aufzunehmen und diese
schreckliche EU-Agentur FRONTEX sofort aufzulösen!
Liebe
Freundinnen und Freunde, am Anfang gab es viele, die gesagt haben, naja, wenn
die UNO eine Flugverbotszone beschließt, dann würde das ja tatsächlich den
Menschen helfen. Wenn man ein bisschen in die Geschichte zurückgeht, weiß man,
was Flugverbotszonen bedeuten. Das war in Bosnien so, das war im Irak so. Jedes
Mal waren die Flugverbotszonen der Beginn von ganz "normalen" heißen
Kriegen. Das hatte auch ganz am Anfang vor beginn der westlichen Bombardierungen
der für Militär zuständige Minister der USA, Robert Gates, gesagt. Er meinte,
wer Flug-verbotszonen sagt, muss klar sagen, dass das ein Krieg ist. Genau das
hat die Antikriegs- und Friedensbewegung immer wieder formuliert. In
Flugverbotszonen werden nicht irgendwelche Verbotsschilder aufgestellt, nein.
Flugverbotszonen bedeuten Angriffe, Angriffe auch gegen Zivilisten. Das ist
einer der Gründe, warum wir sagen, diese Angriffe müssen sofort gestoppt
werden und stattdessen müssen Waffenstillstandsverhandlungen geführt werden.
Und stattdessen muss auf diplomatischem Wege eine Lösung gefunden werden.
Stoppt die Bombardierung Libyens!
Die
Resolution 1973, die der UN-Sicherheitsrat beschlossen hat, ist eine
grundlegende Veränderung in der Politik der Vereinten Nationen. Die UN hat
damit zum ersten Mal beschlossen, dass jedes Mitgliedsland der UN Libyen so
bombardieren darf, wie es dieses Land für richtig erachtet. Und wir wissen
inzwischen, dass die türkische Regierung, an der genügend Kritik zu üben ist,
direkte Verhandlungen geführt hatte, die große Aussicht auf Erfolg hatten. Der
türkische Ministerpräsident Erdogan hat darauf hingewiesen, dass die ersten
französischen Kampfflugzeuge kaputt gebombt haben. Es sind Frankreich, Großbritannien,
die USA und viele weitere in dieser neuen Koalition der Willigen, die hier
bombardieren.
Ich
will aber auch sehr deutlich sagen: Herr Westerwelle hat erklärt, Deutschland
mache bei diesem Krieg nicht mit. Herr Westerwelle, ich sage es ganz offen, Sie
sind ein Lügner. Denn die gesamte militärische Infrastruktur, die sich hier in
Deutschland befindet, wird für die Bombardierungen in Libyen benutzt. Die
Kampfflieger starten z.B. in Spangdahlem bei Trier und werfen ihre Bomben ab über
Libyen. Von Ramstein wurden die US-Angriffe koordiniert. Der Tausch der AWACS für
Afghanistan und die damit verbundene Aufstockung um 300 Soldaten in Afghanistan
zeigt: Die Bundesregierung will die Kriegsführung gegen Libyen effektiv machen.
Und heute demonstrieren in Stuttgart unsere Friedensfreunde bei einem
Ostermarsch, u.a. auch in Stuttgart-Vaihingen, weil sich dort das AFRICOM der
US-Armee befindet, die Einsatzzentrale für die ganzen US-Angriffe.
Und
all dies ist grundgesetzwidrig. Denn es steht im Grundgesetz, dass allein die
Vorbereitung eines Angriffskrieges verboten ist. Die Bundesrepublik Deutschland
ist spätestens nach dem Zwei-Plus-Vier-Vertrag voll souverän und kann
entscheiden, nein, muss entscheiden, dass Angriffe von deutschem Boden aus nicht
geflogen werden. Deshalb hat Herr Westerwelle gelogen. Die deutsche Regierung
unterstützt diesen Krieg zumindest indirekt.
Inzwischen
werden im Bereich der Europäischen Union Operationspläne für den Einsatz
EUFOR Libya beschlossen. Eingesetzt werden sollen die so genannten Battle Groups,
die Schlachttruppen der Europäischen Union. Deutschland beteiligt sich an den
Operationsplanungen. Das Dumme dabei ist, dass das UN-Büro für humanitäre
Hilfe (OCHA) bisher nicht gesagt hat, dass eine militärische Absicherung von
Hilfstransporten durch EU-Truppen vonnöten sei, im Gegenteil, dort wird darauf
hingewiesen, dass eine Vermischung humanitärer Hilfe mit einem Militäreinsatz
nicht erwünscht ist. Somit liegt bisher keine Anfrage der UN vor.
Wir
lehnen es ganz klar ab, dass Deutschland diese indirekte Kriegsunterstützung
macht und demnächst wohl in diesen Krieg auch direkt reingehen wird. Wir wollen
nicht dass Deutschland Krieg führt!
Liebe
Freundinnen und Freunde, die NATO hatte vor zwei Jahren bei ihrem Jubiläumsgipfel
in Strasbourg ein neues strategisches Konzept beschlossen. Wir hatten damals den
Ostermarsch eine Woche nach vorne verlegt. Genau vor zwei Jahren war das in
Strasbourg, Kehl und Baden-Baden. Und in diesem strategischen Konzept der NATO
wurde die Europäische Union auf gleiche Augenhöhe gestellt, zu einem
strategischen Partner erklärt. Inzwischen ist die Europäische Union selbst fähig
zu agieren, dazu hat sie z.B. diese EU Battle Groups. Und im Lissabon-Vertrag
der EU, der gegen heftige Widerstände durchgeboxt wurde, dem alle anderen
Parlaments-Parteien außer der LINKEN zugestimmt haben, steht drin, dass die
NATO eine Rolle in der EU-Politik spielt. Und wir haben die Situation, dass
inzwischen EU und NATO Hand in Hand Kriege führen.
Und
ich kann das sehr deutlich sagen, ich kann da den ehemaligen Bundes-präsidenten
Köhler zitieren, aber ich kann auch den ehemaligen Verteidigungs-minister
Guttenberg zitieren. Alle haben es zugegeben, dass die Bundeswehr auch dazu
eingesetzt wird, für die Durchsetzung von wirtschaftlichen Interessen. Genau
dies zeigt sich jetzt beim Krieg um Libyen, da geht es doch nicht unwesentlich
um Öl.
Liebe
Freundinnen und Freunde, wir lehnen das ab, dass die Bundeswehr für
wirtschaftliche Interessen eingesetzt wird, das wollen wir nicht!
Die
Bundeswehr wird derzeit umgewandelt, in einer so genannten Reform. Das bedeutet,
dass die Teile der Bundeswehr ausgebaut werden, mit denen Auslands-einsätze
durchgeführt werden können. Von derzeit ca. 8.000 Soldaten im Auslands-einsatz
will man als Zielgröße bis hin zum Dreifachen. Die Wehrpflicht wurde
ausge-setzt, weil eine effektivere Bundeswehr angestrebt wird, die verkleinert
wird, und die Teile, mit denen Krieg geführt werden kann, will man ausbauen.
Das Strategiepapier der so genannten Weise-Kommission trägt den Titel:
"Vom Einsatz her denken".
Nun
betreibt die Bundeswehr eine umfangreiche Rekrutierungs-kampagne. 2011 sollen
dafür 50 Millionen Euro ausgegeben werden. Wir wollen nicht, dass Menschen zur
Bundeswehr rekrutiert werden zu diesem angeblich sicheren Job. Nein, es ist ein
todsicherer Job! Leute, geht nicht zur Bundeswehr!
Diese
"Reform" ist ausschließlich dazu da, um sie mehr auf Auslandseinsätze
und Kriegsführungsfähigkeit auszurichten. Das lehnen wir ab! Wir wollen, dass
die Bundeswehr Stück für Stück abgerüstet wird. Und wir wollen nicht, dass
mit der Bundeswehr Krieg geführt wird!
Insbesondere
der Afghanistan-Einsatz muss sofort beendet werden!
Liebe
Freundinnen und Freunde, es müssen ja immer, wenn Krieg geführt wird, dann
auch die entsprechenden Waffen dafür produziert werden. Wir wissen, dass
Deutschland mit vorne dran ist bei den Ländern, die Waffen in die ganze Welt
verschicken. Es werden Geschäfte damit gemacht. Und ich will es klar sagen, das
sind tödliche Geschäfte. Man sieht es jetzt in den arabischen Ländern, was
mit den Waffen konkret passiert. Wir sind nicht nur für ein Rüstungsexportverbot,
sondern wir sind auch dafür, dass diese Rüstungsindustrie mit ihren brutalen
Profiten Stück für Stück abgerüstet wird und dass die Rüstungsproduktion
vollständig eingestellt wird!
Jetzt
haben wir es ja gerade damit zu tun, dass einer anderen Industrie die Felle
davon schwimmen, weil mehrere Atomkraftwerke durch ein Erdbeben zerstört
wurden. Diese Atomindustrie ist gemeinsam mit der Rüstungsindustrie eine
Industrie, die sehr sehr viel Einfluss auf die Politik haben. Wir erinnern uns
noch sehr gut, wie die Energiekonzerne Angela Merkel diktiert haben, wie in
Zukunft die Atommeiler weiter zu laufen haben. Und wir erinnern uns noch sehr
gut, wie damals Rot-Grün nicht etwa einen Atomausstieg beschlossen hat, sondern
ein Weiterlaufen- und Auslaufenlassen der Atomkraftwerke hier in Deutschland.
Wir wollen den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie! Und "sofort"
heißt "sofort", und das heißt alle Atomkraftwerke sofort stilllegen!
Es
gibt noch einen Aspekt bei der Atomenergie, der häufig übersehen wird. Schauen
wir insbesondere nach Frankreich, sieht man die direkte Zusammenarbeit zwischen
Atom- und Rüstungsindustrie, weil es genau die Nuklearfabriken sind, die das
Uran und Plutonium für die Atomwaffen zur Verfügung stellen. Atomkraftwerke
und Atomwaffen sind zwei Seiten einer Medaille. Wir sind dafür, dass alle
Atomkraftwerke geschlossen werden, wir sind aber auch dafür, dass alle
Atomwaffen vernichtet werden, und die Atomwaffen, die hierzulande stationiert
sind, in Büchel, müssen endlich abgezogen werden!
Liebe
Freundinnen und Freunde! Häufig heißt es: Was will denn die Friedens-bewegung?
Was sind denn das für Menschen, die immer wieder auf die Straße gehen? Ich
hoffe, ich habe es deutlich gemacht, für wie viele Punkte wir kämpfen. Und es
zeigt sich, dass wir Recht hatten und Recht haben an unserer Kritik an Waffen
und Hochrüstung usw. .
Liebe
Freundinnen und Freunde! Es ist so, dass wir auch weiterhin diese Ostermärsche
machen werden, weil es richtig ist, sie zu machen, weil unsere politischen
Forderungen richtig sind. Und wir müssen dabei alle Parteien vor uns herjagen.
Die Antikriegs- und Friedensbewegung sagt: „Nie wieder Krieg“ ist eine ganz
zentrale Erfahrung aus der deutschen Geschichte. Wir waren nicht umsonst beim
Denkmal für Carl von Ossietzky, der, so steht es dort auf dem Schild, als
radikaler Demokrat und Pazifist agiert hat.
Ich
denke schon, dass wir uns auch in der Tradition von solchen Menschen befinden
und freue mich gemeinsam mit Euch, diesen Ostermarsch zu bestreiten.
Vielen Dank bis zum nächsten Mal!
Pressemitteilung
der LINKEN Landkreis Cuxhaven zum 1. Mai – 28.4.2011
Zum
Tag der Arbeit: Für faire Löhne – Mindestlöhne jetzt!
von
D. Michalke
Die
LINKE Landkreis Cuxhaven ruft alle Bürgerinnen und Bürger in der Region auf,
sich am Tag der Arbeit, dem 1. Mai, auf den Kundgebungen aktiv für
Arbeitnehmerforderungen einzusetzen!
Der
diesjährige 1. Mai hat eine ganz besondere Bedeutung. Denn ab diesem Tag gilt
in Deutschland die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit. Das bedeutet, dass
ArbeitnehmerInnen aus 8 osteuropäischen EU-Ländern nun der Arbeitsmarkt in
Deutschland uneingeschränkt offen steht. Die Bundesagentur für Arbeit
erwartet, dass dadurch bis zu 140.000 Arbeitskräfte pro Jahrzusätzlich um die viel zu wenigen Jobs konkurrieren. Ohne
Schutzmechanismen würde diese Situation zu einem Unterbietungswettbewerb bei
den Löhnen führen.
Deshalb
ist für die LINKE Landkreis Cuxhaven das Hauptthema des 1. Mai die Einführung
des gesetzlichen Mindestlohnes von 10,- €/h in Deutschland.Denn ausländische Arbeitnehmer können aufgrund des starken Lohngefälles
zu Dumpinglöhnen beschäftigt und damit als Lohndrücker missbraucht werden.
Sie müssen die gleichen Löhne und Rechte haben wie inländische. Nur dadurch
kann verhindert werden, dass sich der an sich gute Gedanke eines geeinten
Europas gegen die ArbeitnehmerInnen wendet.
Dietmar
Michalke, Kreisvorsitzender der LINKEN Cuxhaven, hebt die Bedeutung von Mindestlöhnen
für unseren Landkreis hervor: „Gerade
unsere Region ist jetzt darauf angewiesen, dass ArbeitnehmerInnen am boomenden
Aufschwung etwa in der Logistik- und Windenergiebranche teilhaben. Denn trotz
voller Auftragsbücher werden diejenigen, die den wirtschaftlichen Erfolg
erarbeiten, durch Tarifflucht, Leiharbeit, Billigjobs oder Werksverträge um den
gerechten Lohn gebracht. Der gesetzliche Mindestlohn würde die gröbsten Lohndrückereien
verhindern und die Kaufkraft im gebeutelten Norden stärken. Es würden auch
mehr Steuern und Beiträge für die Sozialkassen eingenommen werden und damit
der Staat entlastet.“
PRESSEMITTEILUNG
von Dr. Heiner Maßmann (Die LINKE.), Mitglied des
Samtgemeinderats Land Wursten, zu den Berichten „Oberschule für Land
Wursten“ und „Bildungs-Studie der Bertelsmann-Stiftung“:
Oberschule
ist ein pädagogischer Flop!
So, so, die Oberschule soll also ein „Erfolgsmodell“
und die „Schule der Zukunft“ sein! Bemerkenswerterweise behaupten das
ausgerechnet diejenigen, die schon das dreigliedrige Schulmodell in den Himmel
gehoben haben. Dabei weiß doch jeder, dass diese Schule zahlreiche pädagogische
Mängel aufweist: Aufteilen der Schüler/innen nach dem 4. Schuljahr; kein
Ganztag; steigende Zahl an Rückstufungen, Sitzenbleibern und Schulabbrechern;
steigender Bedarf an Nachhilfeunterricht u.v.m.
Doch anscheinend waren die CDU/FDP-Bildungspolitiker in
Hannover nicht in der Lage, aus den einmal gemachten Fehlern zu lernen und/oder
den pädagogischen Konzepten deutscher und internationaler Bildungsforscher zu
folgen. Liest man sich außerdem die Ergebnisse der jüngst veröffentlichten
Studie der Bertelsmann-Stiftung durch, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass
die Oberschule insbesondere auch an den Bedürfnissen der Eltern meilenweit
vorbei geht.
Dieser Studie zufolge wünscht sich die große Mehrheit
der Befragten, dass ihre Kinder zu einem späteren Zeitpunkt als bisher, also
auf keinen Fall unmittelbar nach der 4. Klasse, auf weiterführende Schulen
wechseln sollen. Immer mehr Eltern kommen nämlich zu der Erkenntnis, dass
Kinder im Alter von etwa 10 Jahren noch nicht so reif sind, als dass man sie auf
Haupt-, Realschule oder Gymnasium aufteilen und ihnen damit bereits in diesem
Alter Lebenschancen zuteilen bzw. vorenthalten darf. Auch die von zahlreichen
Bildungsforschern empirisch belegte Tatsache, der zufolge Kinder aus
bildungsfernen Sozialschichten eine wesentlich bessere Leistung erbringen müssen
um bei gleicher Intelligenz die Gymnasialzuweisung zu erhalten, wird nicht länger
akzeptiert. Die Zielsetzung lautet übereinstimmend: länger gemeinsam lernen!
Der zweite zentrale Wunsch der Eltern bezieht sich auf
den Ganztagsunterricht. Damit ist aber nicht die Beaufsichtigung an einem oder
an zwei Nachmittagen gemeint. Eine pädagogisch sinnvolle Ganztagsschule umfasst
insbesondere das tägliche gemeinsame Mittagessen, dazu Hausaufgabenbetreuung
unter Lehrer/innenaufsicht sowie individuellen Förderunterricht. Dadurch sind
einerseits Eltern von der oftmals lästigen Hausaufgabenkontrolle bei ihren
Kindern befreit und andererseits wird die Gefahr des Sitzenbleibens von Anfang
an minimiert.
Ein dritter zentraler Wunsch der Befragten darf aus Gründen
der Aktualität nicht unerwähnt bleiben: Eltern wünschen sich zusätzliche
Investitionen im frühkindlichen Bildungsbereich, also in Kinderkrippen oder
Kindergärten, die kostenlos sein sollten. Wenn man sich vor diesem Hintergrund
die Entscheidung der Kommunalpolitiker in Land Wursten und Nordholz vor Augen führt,
im Zuge der angestrebten Fusion den Beitrag für Kindergärten anzuheben
(Mehreinnahmen 20.000,00 Euro), dann kann man vor so viel unsozialer Realitätsferne
nur den Kopf schütteln!
Fazit: Die Studie der Bertelsmann-Stiftung belegt, dass
die Erwartungen der Eltern an eine moderne Schule von der Oberschule nicht erfüllt
werden. Die Oberschule ist somit nichts anderes als eine politisch gewollte
Schulform, die mit pädagogisch anspruchsvolleren Systemen – wie z.B. der
Integrierten Gesamtschule – in keinster Weise mithalten kann.
Als ehemaliger Gymnasial- und Gesamtschullehrer kann ich
zusammenfassend nur zu einer Benotung kommen: „Oberschule mangelhaft!“
Pressemitteilung
vom 14.4.2011
zum Fusionentscheid
am 11.4.2011 durch die Langener Kommunalräte
Langener
Linke sehen Schwarz
Sowohl
die Ereignisse um Stuttgart 21 als auch das Durchpeitschen der Laufzeitverlängerung
von Atomkraftwerden haben nach Ansicht Linken gezeigt, wie fatal unter hohem
Zeitdruck durchgesetzte politische Entscheidungen sein können. Eine
vergleichbare Zeitraffung sehen die Linken in dem am Montag vom Stadtrat
Langen gefassten Beschluss zur Fusion Langen-Bederkesa. Sie konnten diesem
Schnellschuss denn auch nur mit einer einzigen „Waffe“ begegnen: einem
Flugblatt, das sie den Langener „Entscheidern“ kurz vor der Ratssitzung übereichten.
Darin
stellen sie dar, dass der Langener Bürgermeister es in einer Macht- und
Nebelaktion geschafft habe, dem einst links-sozialen Langen eine schwarze
Zukunft zu verpassen. Vergessen sei dessen Versprechen, die Öffentlichkeit ab
März 2011 in den Fusionsprozess einzubinden. Nunmehr sei Zwangsehe
angesagt. Das schöne, hochverschuldete Burgfräulein Bederkesa müsse
endlich, koste es was es wolle, unter die Haube gebracht werden.
Somit
war die Frage nach einer demokratischen Legitimierung dieser
Polit-Hochzeit durch eine Bürgerbefragung am 11. September angesprochen.
Während die Antworten von Mitgliedern der Mehrheitsfraktionen CDU und
SPD nicht überzeugen konnten, habe nach Ansicht der Linken allein Bürgermeister
Krüger eine präzise Antwort geben können. Nach dessen Darstellung sei eine
Bürgerbefragung deshalb nicht möglich, weil derzeit die Frist für die
Entschuldungshilfe im September ablaufe. Im Klartext also: Es fließt
Geld nur für den, der sich beeilt. Die Linken erkennen auch hier eine
enge Terminsetzung, die dem alleinigen Ziel diene, die Fusion schnellstens
ohne Bürgerbeteiligung unter Dach und Fach zu bringen.
Während
der gesamten Fusions-Debatte suchten die Linken im Übrigen vergeblich
nach einer Antwort auf die Frage, inwiefern Langens Zukunft, die immerhin
bereits mit einem Zukunftsvertrag gesichert ist, durch eine politische Ehe
noch zukunftssicherer werden könne.
gez. D.
Michalke
Kreisvorsitzender
Presseerklärung
vom 7.4.2011 von Ulrich Schröder,
Kreistagsabgeordneter (DIE LINKE)
Küken
Skandal: Landrat und Kreisveterinäramt haben vor Lohmann kapituliert
Für den
Abgeordneten der LINKEN im Cuxhavener Kreistag Ulrich Schröder steht fest, dass
sich Landrat Kai Uwe Bielefeld und das Veterinäramt des Landkreises Cuxhaven
den Interessen von Lohmann Tierzucht gebeugt haben.
Anders ist es
nicht zu verstehen, dass seitens des Landkreises jahrelang nichts gegen die
Tierschutzverstöße der Firma Lohmann Tierzucht unternommen wurde, obwohl ihm
diese bekannt waren. Immerhin sind Landkreis und Veterinäramt zuständig für
die Überwachung der Tierhaltung nach Tierschutzrecht.
Bereits am 12.
September 2008 gab das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit (LAVES), Tierschutzdienst, gegenüber der zuständigen
Staatsanwaltschaft Stade eine gutachtliche Stellungnahme wegen des Verdachts des
Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ab. Das Ergebnis war, bezüglich des
letzten krallentragenden Zehengliedes und der Kämme ist keine Ausnahme vom
Amputationsverbot möglich.
Der Landkreis
reagierte nicht, erst am 12. Januar 2009 schrieb das Kreisveterinäramt an die
Staatsanwaltschaft Stade, das Kürzen der Kämme bei Hahnenküken sei
tierschutzkonform und erteilte eine mündliche (!) Ausnahmegenehmigung.
Das Niedersächsische
Landwirtschaftsministerium forderte daraufhin mehrfach den Landkreis auf, das
Kammschnittverbot bei Lohmann Tierzucht durchzusetzen.
Noch am 16.
November letzten Jahres teilte der Landkreis dem Landwirtschaftsministerium mit,
dass das Veterinäramt den Kammschnitt weiterhin für tierschutzkonform und zulässig
hält. Seit Beginn dieses Jahres wird auf den Kammschnitt verzichtet, nachdem
der Strafbefehl gegen Verantwortliche bei Lohmann Tierzucht bekannt worden war.
„Dieser kurze
historische Ablauf zeigt auf, wie lange sich das zuständige Kreisveterinäramt
des Landkreises Cuxhaven gewehrt hat, die Ergebnisse von LAVES umzusetzen und
den Aufforderungen des
Landwirtschaftsministeriums nachzukommen. Das erschwert natürlich einen Prozess
und eine Verurteilung, so dass Lohmann Tierzucht von der Unterstützung des
Landkreises auch in diesem Fall profitiert“, betont Ulrich Schröder.
Letztendlich hat nur der öffentliche
Druck einen Sinneswandel des Landkreises bewirkt
Das Atomkraftwerk Unterweser (Esenshamm) ist
zunächst befristet abgeschaltet. Und es soll nicht wieder hochgefahren werden,
fordert auch DIE LINKE. Aber E.on als Betreiber wird so leicht nicht zu
überzeugen sein. Erst durch eine Anweisung von Niedersachsens
Ministerpräsident McAllister sah sich das Unternehmen gezwungen, das AKW vom
Netz zu nehmen.
Es ist klar und deutlich, die Atomindustrie und
deren politische Vertreter in den Parlamenten werden so schnell nicht nachgeben.
Ohne öffentlichen Druck wird es nicht gehen. Kreisvorsitzender Dietmar Michalke
und Ulrich Schröder, Kreistagsabgeordneter der LINKEN, unterstützen
diese politische Initiative. Schröder weist darauf hin, dass DIE LINKE mit weit
reichenden und vor allen Dingen nachhaltigen Forderungen an die Öffentlichkeit
getreten ist: „Wir wollen, dass der Verzicht auf jede Art der Nutzung von
Atomkraft ins Grundgesetz hineingeschrieben wird. In Österreich ist das bereits
heute so. Unsere Bundestagsfraktion fordert die Abschaltung der sieben ältesten
AKWs sowie des Schrottreaktors Krümmel. Wir fordern von der Bundesregierung,
dass sie bis Ende April einen Plan und ein Gesetz vorlegt, mit dem die
unverzügliche und endgültige Stilllegung aller Atomkraftwerke in Deutschland
erreicht wird. Völlig unzureichend ist die Forderung von SPD und Grünen,
lediglich zum Atomkonsens ihrer damaligen Bundesregierung zurückzukehren. Auf
der Grundlage eben diesen Konsenses mit der Atomindustrie hat uns die
CDU-FDP-Bundesregierung die Laufzeitverlängerung erst reindrücken können. DIE
LINKE fordert: Konsequenz statt Konsens!“
DIE LINKE Landkreis Cuxhaven ruft auf, sich am
Ostermontag, 25. April, an der Umzingelung
des AKW Esenshamm (Beginn am Marktplatz in Rodenkirchen um 13.45
Uhr) zu beteiligen oder am Protestmarsch in Otterndorf ab 10.30 Uhr
Schützenplatz vor der Stadthalle.
Pressemitteilung
zu Mindestlöhnen vom 31.3.11
DIE
LINKE fordert: Lohndumping stoppen! Gesetzlichen Mindestlohn einführen
von
U. Schröder
Egal
ob im Pflegedienst, im Gebäudereinigerhandwerk, im Einzelhandel, in der
Gastronomie oder in Callcentern, immer mehr Menschen sind dem flächendeckendem
Lohndumping schutzlos ausgesetzt. Die schwarz-gelbe Bundesregierung schaut dem
Treiben der Arbeitgeber tatenlos zu.
In
20 Ländern der Europäischen Union gibt es branchenübergreifende gesetzliche
Mindestlöhne. Was in anderen Ländern selbstverständlich ist, wird Beschäftigten
in Deutschland verwehrt. In der Broschüre “Tatort
Niedriglohn” hat die Fraktion DIE LINKE im Bundestag anhand vieler
konkreter Beispiele dokumentiert, warum ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn
in Deutschland überfällig ist und was man mit Branchenmindestlöhnen nicht
erreichen kann.
Herbert
Behrens (MdB) schilderte anlässlich seines Besuches im Landkreis Cuxhaven
gemeinsam mit dem Cuxhavener Kreistagsabgeordneten Ulrich Schröder und den
Kreisvorsitzenden Angelika Jacke und Dietmar Michalke die Situation im
Niedriglohnland Deutschland, speziell in der Windenergiebranche und untermauerte
wenige Wochen vor dem Beginn der vollen Arbeitnehmerfreizügigkeit am 1. Mai
2011 die Notwendigkeit eines branchenübergreifenden gesetzlichen Mindestlohns
von 10 Euro.
Dieser
Betrag ist nicht willkürlich, sondern ergibt sich aus der Niedriglohngrenze von
1784 Euro brutto im Monat und der sich daraus ergebenden Rente in Höhe der
Grundsicherung von knapp 900 Euro monatlich.
Ab
dem 1. Mai 2011 gilt in Deutschland die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit. Die
Bundesagentur für Arbeit hat errechnet, was das bedeuten könnte: Jährlich bis
zu 140.000 zusätzliche Arbeitskräfte aus acht osteuropäischen EU-Mitgliedsländern.
Dies würde ohne Schutzmechanismen den Unterbietungswettbewerb bei den Löhnen
weiter befeuern. Einzig ein flächendeckender Mindestlohn kann dies verhindern.
Auch
in diesem Fall scheint die Bevölkerung einen größeren Weitblick als die
schwarz-gelbe Bundesregierung zu haben. In einer Umfrage fordern 70 Prozent der
Befragten einen gesetzlichen Mindestlohn. Nach der Höhe befragt, sprechen sich
die Befürworter für 10 Euro pro Stunde aus. Dies verhindert nicht nur, dass
Erwerbstätige auf ergänzende Sozialleistungen als sogenannte Aufstocker
angewiesen sind, sondern es sichert auch im Alter eine Rente die zum Leben in Würde
reicht. Seit dem Jahr 2005 hat der Staat, sprich der Steuerzahler, jährlich über
10 Milliarden Euro gezahlt, um die soziale und finanzielle Grundsicherung der
Menschen zu gewährleisten, die zu Dumpinglöhnen beschäftigt werden. „Das
sind Subventionen für schlecht zahlende Arbeitgeber und Unternehmen auf Kosten
der Allgemeinheit, ein politisch gewollter gesellschaftlicher Skandal“, empören
sich der LINKE Bundestagsabgeordnete Herbert Behrens, der Kreistagsabgeordnete
Ulrich Schröder und die Kreisvorsitzenden Angelika Jacke und Dietmar Michalke .
Pressemitteilung zur
Fusion Langen-Bederkesa vom 23.3.2011
Bürgermeister
Krügers Fusionspläne verdienen kein Vertrauen
von
D. Michalke
In
der Veranstaltung am 22.3.2011 zur Fusion Langen-Bederkesa warb Bgm Krüger um
das Vertrauen der Bürger. Dietmar Michalke, Kreisvorsitzender derLINKEN, verwies jedoch darauf, dass die einmaligen Entschuldungshilfen
des Landes Niedersachsen teuer mit dem unumkehrbaren Verlust demokratischer
Selbstverwaltungsrechte bezahlt werden müssen. So werden die 24 Orte der künftigen
Stadt Wesermünde nicht nur durch erheblich weniger Ratsmitglieder (38 statt 62)
vertreten,sondern sie haben auch
wesentlich weniger Rechte. Die heutigen Gemeinderäte haben noch echte
Entscheidungsbefugnisse. Als künftige Ortsräte bleibt ihnen nur noch die
beratende Funktion.
In
einem sehr polemischen Wortbeitrag unterstellte der stellvertretende Bürgermeister
Lüdemann (SPD) der LINKEN erhebliche Demokratie-Defizite. In dem Zusammenhang
erinnert Michalke daran, dass die LINKE entstanden ist, - ja, entstehen musste
– weil die Hartz-IV-Partei SPD mit der Einführung der Agenda 2010 zentrale
sozialdemokratische Werte verraten hat und statt Arbeitnehmerinteressen die
Wunschträume der Arbeitgeberverbände verwirklichte. Auch bei der
Mehrwertsteuer belog sie die Wähler. Vor den Wahlen 2005 lehnte sie sie als
„Merkel-Steuer“ ab, danach erhöhte sie sie gleich um 3%.
Auch
im Falle der Fusion Langen-Bederkesa betreibt Langens SPD das Geschäft der CDU.2010 verkündete nämlich die CDU das Ziel der Verringerung der Kommunen
im Landkreis Cuxhaven auf drei Riesengemeinden plus Stadt Cuxhaven. Dieser
kommunalpolitische Größenwahnsinn würde den verbliebenen Rest überschaubarer
kommunaler Strukturen vernichten und dürfte getrost als der größte
Demokratie-Abbau in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet
werden. Bgm Krüger, dem die CDU offenbar das Bürgermeisteramt im fusionierten
Gebilde Wesermünde zugesagt hat, sowie seine SPD betreiben aktiv dieses Werk
der Zerstörung. Die LINKE fordert eine Bürgerbefragung, damit die Bürger diesen
Politikerndas Vertrauen entziehen können.
DIE LINKE. Landkreis Cuxhaven18.3.11
Presseerklärung
DIE
LINKE fordert: Atomausstieg-Strompreiskontrolle-Strompreisstopp
Angesichts der
neu entbrannten Auseinandersetzung um die zukünftige Energiepolitik bezieht die
LINKE im Landkreis Cuxhaven eindeutig Position.
Die sieben ältesten
deutschen Atomkraftwerke müssen sofort und für immer abgeschaltet werden. Das
betrifft auch die uns umgebenden Atommeiler Esensham/Unterweser und Brunsbüttel.
Letzteres liegt aufgrund mehrfacher Störfälle schon seit fast vier Jahren
still, das gilt auch für das ebenfalls an der Elbe liegende AKW Krümmel,
welches auch nicht wieder in Betrieb gehen darf.
Diese Außerbetriebnahmen
sind für die Stromversorgung vollkommen unproblematisch aufgrund der hohen
Stromüberschüsse. Auch zu Spitzenlastzeiten gibt es in Deutschland eine so große
Stromüberproduktion, dass Strom ins Ausland exportiert wird.
Die risikolose
Stromgewinnung und -einspeisung aus erneuerbaren Energien, wie die Windenergie,
leidet erheblich unter dem Überangebot. Der längst fällige endgültige
Ausstieg aus der Atomenergie würde die Einspeisung sauberer Energie erhöhen
und ihren Ausbau forcieren.
Das ist
besonders für unsere Region von großer Bedeutung. Hier arbeiten bereits über
2000 Menschen in dem Bereich der erneuerbaren Energien, sowohl in der Produktion
als auch in Forschung, Entwicklung, Planung und Zertifizierung.
„Wenn im
Herbst dieses Jahres das Regionale Raumordnungsprogramm für den Landkreis
Cuxhaven beschlossen wird, kann sich innerhalb weniger Jahre die Stromproduktion
aus Windkraft in unserer Region verdoppeln“, ist sich der Kreistagsabgeordnete
Schröder sicher.
Die von der
schwarz-gelben Bundesregierung durchgepeitschte Laufzeitverlängerung der
Atomkraftwerke behindert den Ausbau der regenerativen Energien und gefährdet
den Schutz von Leib und Leben.
Ganz aktuell
ist nachgewiesen und veröffentlicht worden, dass kein einziges Atomkraftwerk in
Deutschland sicher ist. Sicher sind nur die Milliardengewinne der vier großen
Atomkonzerne und die politische wie wirtschaftliche Abhängigkeit von ihnen. DIE
LINKE fordert eine Dezentralisierung und Kommunalisierung der Energiegewinnung
und –versorgung.
Die vor wenigen
Jahren abgeschaffte Strompreisregulierung muss wieder eingeführt werden, so
dass die Strompreise kontrolliert und festgesetzt werden können.
Die
milliardenschweren Rücklagen der Stromriesen müssen an die Verbraucher zurückgegeben
werden, was einen Stopp der Strompreise bewirken würde.
Pressemitteilung
zur Fusion Langen-Bederkesa vom 17.3.2011
Bürger nicht nur informieren sondern befragen
Ein unrühmliches Beispiel dafür, wie leichtfertig oft demokratische
Errungenschaften aufs Spiel gesetzt werden, sind für die Partei die LINKE des
OV Langen/Bederkesa die Vorgänge um die Fusion beider Gemeinden.
Die Bürger Langens und Bederkesas, die erwarten konnten, in den Prozess der
Fusionsvorbereitungen einbezogen zu werden, seien getäuscht worden, so der
Kreisvorsitzende der LINKEN Dietmar Michalke. Auf die Tribüne verbannt,
durften die zuschauenden Bürger allenfalls bewundernd erleben, wie im
Wechselspiel zwischen Langens Bürgermeister Krüger und der regionalen Presse (Neu)Wesermünde
aus der Taufe gehoben wurde. Vorgestellt wurde das „unumgängliche“
Fertigprodukt am Vormittag des 28. Februar, und zwar auf einer
Pressekonferenz, zu der die Bürger nicht geladen worden waren. Man blieb dort
also unter sich und konnte sich die Hucke voll loben!
Eine glatte „Sechs“ in Sachen für Demokratiefreundlichkeit vergeben die
LINKEN auch an die Kommunalpolitiker beider Orte. Wer wissen wollte, wie die
Kommunalräte die Interessen der Bürger in der Fusionsfrage wahrnehmen (dies am
Abend des 28.2.), musste überrascht zur Kenntnis nehmen: Die Vertreter der Bürger
hatten die Bürger ausgeschlossen, die Tagung fand hinter verschlossenen Türen
statt.
Aus o. a. Gründen konnten die LINKEN nicht in Erfahrung bringen, weshalb die
Fusion Langen/Beers wirklich unumgänglich ist. Emotionales Wortgedöns wie
„Ein altes Paar“, „Hochzeitsglocken“, „Mir-san Mir-Gefühl“ seien
doch kein Ersatz für rationale Begründungen.
Nun wurden zwar endlich die Bürger am 21. und 22. März eingeladen, aber sie
sollen lediglich „über die geplante Fusion informiert“ werden (NZ vom
17.3.11). Alles ist bereits festgelegt. Die Meinung der Bürger scheint nicht zu
interessieren!
Trotz aller Fusionsdefizite fragen sich die LINKEN, wie eine ausreichende
demokratische Legitimation der Fusion doch noch erreicht werden kann. Sie
fordern deshalb eine Bürgerbefragung vor, die problemlos in Verbindung
mit der Kommunalwahl im September durchführbar wäre. Der besondere Effekt
dieser Befragung: Jedes auf diesem Wege erzielte Ergebnis ist
wasserdicht, der Kardinalfehler von „Stuttgart 21“ (keine rechtzeitige Bürgerbefragung!)
könnte vermieden werden.
gez
D. Michalke
Presseerklärung
von 16.3.11
von
Dr. Heiner Maßmann (Die LINKE.), Mitglied des Samtgemeinderates Land Wursten,
zu der Mitteilung der beiden Bürgermeister Neumann (SG Land Wursten) und Jährling
(Nordholz), dass auch nach der Fusion mit jährlich 5 Mio. Euro Schulden zu
rechnen sei. Die Hälfte davon, also 2,5 Mio. Euro, müssten von der Kommune
eingespart werden.
Keine Bürgerbefragung
- aber beim Bürger kassieren!
„Nachdem
die Fusions-Befürworter monatelang nur Schönwetter-Meldungen herausgegeben
haben, kommt nun endlich die ungeschminkte Wahrheit ans Tageslicht“, sagt Dr.
Heiner Maßmann, Mitglied des Samtgemeinderates Land Wursten, zu diesen
Horrorzahlen. Damit würden all diejenigen Kommunalpolitiker widerlegt, die der
Bevölkerung Glauben machen wollten, die ach so tolle Fusion habe nur Vorteile
und sei quasi zum Nulltarif zu haben. Doch an welcher Stelle diese Riesensumme
eingespart werden soll, erführen die BürgerInnen (noch) nicht. „Dabei sei
doch jedem Verantwortlichen klar, dass diese Einsparungen unsozial und ungerecht
sind und den Menschen wirklich weh tun werden“, fährt Maßmann fort. Aber
selbst drastische Erhöhungen von Eintrittspreisen (z.B. beim neuen
Wellenfreibad), Gebühren (z.B. bei Kindergärten) und Steuern würden bei
weitem nicht ausreichen. Auch der Stellenabbau in der Verwaltung erbrächte
keine kurzfristigen Effekte, da dieser sozialverträglich erfolge. Und der neue
Gemeinderat verursache nur marginal weniger Kosten, da der neue Bürgermeister
und dessen Stellvertreter wesentlich mehr verdienten als die bisherigen
Stelleninhaber. Damit kämen automatisch die Bereiche in den Blick, bei denen
tatsächlich hohe Einsparpotenziale vorhanden seien: Schulen und Kindergärten.
„SG-Bürgermeister Neumann muss den Bürgerinnen und Bürgern klipp und klar
erklären, dass er hier keine Zugeständnisse machen werde, auch wenn dadurch
die Fusion scheitern sollte“, fordert Dr. Maßmann. „Er darf nicht zulassen,
dass für diese unsinnige Fusion auch nur eine einzige Grundschule oder ein
einziger Kindergarten geschlossen werden“. Die berechtigten Interessen der Bevölkerung
seien eindeutig höher zu bewerten als eine unsinnige Fusion, die selbst von
CDU- und SPD-Politikern schon deshalb abgelehnt würde, weil die Landesregierung
keine grundlegende kommunale Finanzreform damit verbinde.
Vor diesem Hintergrund sei
er auch nicht darüber erstaunt, dass die Politiker von CDU, FDP, SPD und
Midlumer Liste eine Bürgerbefragung abgelehnt haben, obwohl sie vor wenigen
Wochen noch vehement dafür waren. Diese Parteien scheinen wohl angesichts der
Kommunalwahl im September zu befürchten, der Zorn und die Wut der Bürgerinnen
und Bürger könnten zu ihrer Abwahl führen. „Diese SG-Ratsmitglieder sollten
sich ein Beispiel an ihren Parteifreunden in Nordholz nehmen, die
einstimmig(!!!) für eine Bürgerbefragung votiert haben und sich auch an deren
Ausgang halten wollen“, betont Maßmann.
„Eine weitere Belastung
unserer Bürgerinnen und Bürger wegen dieser unsinnigen Fusion werde ich
konsequent ablehnen. Die Bevölkerung ist schon durch drastisch gestiegene
Ausgaben (z.B. Benzin, Gas, Gesundheitswesen) bis an die Grenze der Zumutung
belastet“, stellt Dr. Maßmann abschließend klar.
DIE
LINKE.Landkreis Cuxhaven
13.3.11
Presseerklärung
Alle
Atomkraftwerke unverzüglich abschalten –
auch
niedersächsische Reaktoren sind nicht sicher!
DIE
LINKE im Landkreis Cuxhaven fordert angesichts der Explosion im japanischen
Atomkraftwerk Fukushima nach dem schweren Erdbeben, die Nutzung von Atomkraft in
Deutschland zu beenden.
„Die
drei niedersächsischen Reaktoren müssen unverzüglich abgeschaltet werden.
Zwar ist ein solches Erdbeben bei uns unwahrscheinlich, dennoch ist die
Katastrophe in Japan ein Beleg dafür, dass die Risiken der Atomenergie nicht
beherrschbar sind“, sagen Ulrich Schröder, Kreistagsabgeordneter (DIE LINKE)
und Carsten Zinn, Sprecher des LINKEN Ortverbandes Beverstedt. Sie kritisieren
die Reaktionen von CDU und FDP, die reflexartig erklärten, so etwas könne in
Deutschland nicht passieren. „Der Hinweis, es habe bisher keinen schweren Störfall
in Deutschland gegeben ist, ein Totschlagargument“, betont DIE LINKE im
Landkreis Cuxhaven.
Die
Gefahr, dass Kühl- und Sicherheitssysteme versagen, bestehe bei allen
Atomkraftwerken weltweit. Das älteste Niedersächsische Atomkraftwerk, das AKW
Unterweser ist schon im Jahr 1978 ans Netz gegangen und entspricht längst nicht
mehr dem Stand der Technik. Es ist anfällig für Überflutungen und es sind
bereits Materialermüdungen festgestellt worden. Schröder und Zinn erinnern
daran, dass Schwarz-gelb die Laufzeit auch für dieses AKW um mindestens acht
Jahre verlängern will. „Das Material ist schon durch den Betrieb bis heute
ermüdet, nach der dann über 40 Jahre andauernden Belastung durch den Betrieb können
Aggregate versagen und sich Risse im Reaktorkern und der Hülle bilden.
Bedienungsfehler sind jederzeit möglich – das alles kann auch in deutschen
Atomkraftwerken passieren“, so Schröder und Zinn. „Gerade wenn durch Störfälle
Stresssituationen für das Bedienungspersonal entstehen.“ Außerdem könnten
die so genannten Sumpfsiebe verstopfen, die zum Ausfall der Kühlung und damit
zur Kernschmelze und im schlimmsten Fall zum Super-Gau führen könnten.
„Stromausfälle und das Versagen von Notstromaggregaten sind auch in
Deutschland vorstellbar. Die nach Jahren immer noch still liegenden Reaktoren
Brunsbüttel und Krümmel beweisen die Anfälligkeit auch der deutschen
Technik.“ Die Sicherheit der Menschen müsse endlich Vorrang vor den
Profitinteressen der Atomkonzerne haben, fordern Carsten Zinn und Ulrich Schröder.
Pressemitteilung zur Fusion Langen-Bederkesa vom 7.3.2011
von Dietmar Michalke
Die LINKE fordert eine Bürgerbefragung zur Fusion!
Die LINKE Langen-Bederkesa
kritisiert die demokratieferne Vorgehensweise, mit der die Fusion
Langen-Bederkesa von CDU und Teilen der SPD durchgedrückt wird. Es macht
stutzig, dass der Langener Bürgermeister Krüger den Weg in die
Gemeindefusion unter Ausschluss der BürgerInnen bekannt gab. Wenn dann
bereits am 1.9.2011 die Fusion beschlossen werden soll - also nur 10 Tage vor
der Kommunalwahl – können die Wähler nichts mehr ändern. Warum wollen die
Betreiber der Fusion nicht noch diese 10 Tage abwarten und den Betroffenen somit
eine Mitentscheidung einräumen?
Krüger unterstellt „gewissen
Kreisen“, aus der Ablehnung der Fusion „politische Vorteile“ ziehen zu
wollen (NZ, 5.3.11). Er selbst ließ sich von der CDU zusichern, künftiger Bürgermeister
des Gesamtgebildes Wesermünde zu werden. Neben der abgesicherten weiteren
Amtsperiode darf er sich dann noch über ein um 2 Stufen höheres Gehalt freuen.
Die LINKE fragt sich, ob Krüger gar der einzige ist, der sich freuen darf.
Sieht man sich die
Synergie-Effekte der Fusion anhand Krügers Veröffentlichung im Internet an, so
erkennt man, dass sie äußerst kümmerlich sind: Nur 200.000 eur echte
Einsparung durch gewiss nicht anzustrebenden Personalabbau in der
Verwaltung. Die übrigen finanziellen Vorteile sind lediglich
steuersubventionierte Scheinvorteile, die auch ohne Fusion erlangt werden könnten.
Einsparungen, etwa im Infrastrukturbereich, wurden nur vage in Aussicht gestellt
und die Erreichung auf das Jahr 2030 - also auf den St. Nimmerleinstag -
verschoben. Die geplante Privatisierung der Abwasserversorgung von
Bederkesa lehnt die LINKE scharf ab.
Schon jetzt könnten die
Kommunen so ausgestattet werden, dass sie auch ohne demokratie-feindliche Fusion
einen ausgeglichenen Haushalt aufweisen und ihre Aufgaben erfüllen könnten.
Und weiteres Geld könnte aus einer gerechten Steuerpolitik ohne Steuerschlupflöcher
kommen. Derzeitig haben alle Kommunen Niedersachsens zusammen ein Defizit von
972 Mio €. Durch die Steuer“reformen“ seit 2003 wurden sie gezielt
verarmt. Ohne sie hätten jetzt die Kommunen einen Überschuss von 48 Mio €
(Quelle: DGB). Die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, die realistische
Bewertung und Besteuerung der Unternehmensgewinne oder auch nur eine
konsequentere Steuerprüfung würden allen finanziellen Sorgen der Kommunen ein
Ende bereiten.
Die Fusion Langen-Bederkesa
bietet nur geringfügige Vorteile, erhebliche Nachteile und ist überflüssig.
Der Preis ist hoch: Ein unwiederbringlicher Verlust an Bürgernähe und direkter
Demokratie vor Ort. Die LINKE fordert deshalb, dass bei solch gravierenden
Eingriffen in die kommunale Selbstverwaltung eine Bürgerbefragung durchgeführt
wird.
Dietmar Michalke
Pressemitteilung
Ulrich Schröder, Kreistagsabgeordneter und Ratsherr in
Cuxhaven (DIE LINKE)Cuxhaven, 7.3.11
Landkreis und Stadt Cuxhaven müssen Anteile am DEWI-OCC Offshore
Certification Centre behalten
Angesichts
aktueller Verkaufsabsichten des Landes Niedersachsen fordert der
Kreistagsabgeordnete und Ratsherr Ulrich Schröder eindeutige Beschlüsse des
Kreistages und des Cuxhavener Rates zur Aufrechterhaltung der Anteile von Kreis
und Stadt an diesem höchst erfolgreichen Cuxhavener Unternehmen.
Immerhin sind
Landkreis und Stadt Cuxhaven mit je 24,6% am DEWI-OCC Offshore Certification
Centre GmbH Cuxhaven beteiligt.
Eine Veräußerung
der Anteile lehnt Ulrich Schröder aus wirtschaftlichen Gründen und wegen des
Erhalts der Arbeitsplätze und des Cuxhavener Standortes ab. Er hat daher
entsprechende Anträge zur langfristigen Aufrechterhaltung der Beteiligung am
Stammkapital an den Kreistag und an den Rat gestellt.
Den restlichen
Anteil von etwas über 50 % hält das Land Niedersachsen über das das Deutsche
Windenergie Institut in Wilhelmshaven. Das Land hat bereits beschlossen, diese
Beteiligung veräußern und das DEWI zu privatisieren und erwartet von Kreis und
Stadt auch einen Verkauf ihrer Anteile.
Das DEWI-OCCist die erfolgreichste Beteiligung des Landkreises und der Stadt
Cuxhaven.
Es hat in den
beiden letzten Geschäftsjahren Überschüsse von einer Million Euro
erwirtschaftet, beschäftigt über 20 hoch qualifizierte Mitarbeiter und zahlt
nicht unerhebliche Gewerbesteuern.
Das DEWI-OCC
leistet einen wichtigen Beitrag zur Kompetenzentwicklung des Standortes Cuxhaven
bei der Entwicklung und Bereitstellung von Dienstleistungsangeboten für Firmen
und Einrichtungen im Bereich Onshore- und Offshore- Windenergieanlagen.
Das Unternehmen
unterstützt die nationale und internationale Vermarktung der Region Cuxhaven
als Standort für Unternehmen der Windenergie.
Mit der
Aufrechterhaltung der Anteile des Landkreises und der Stadt Cuxhaven an diesem
erfolgreichen Unternehmen kann der Standort in Cuxhaven langfristig gesichert
werden. Durch den Gesellschaftervertrag ist eine dem Stammkapital entsprechende
Einflussmöglichkeit abgesichert.
DIE LINKE.
Landkreis Cuxhaven zum internationalen Frauentag 2011:
Frauen
immer noch von Gleichberechtigung und gleicher Teilhabe entfernt
Vor 100 Jahren wurde erstmals in mehreren europäischen Ländern
und in den USA der Internationale Frauentag begangen auf Vorschlag der deutschen
Sozialistin Clara Zetkin. Seitdem haben sich die Frauen viele Rechte erkämpft,
aber sie werden heute immer noch entscheidend benachteiligt, betont DIE LINKE im
Landkreis Cuxhaven.
In den leitenden Positionen von Wirtschaft und Politik sind
Frauen weiterhin unterrepräsentiert, im Berufsleben befinden sie sich am
unteren Ende der Bezahlung.
Auch in unserer Region verdienen Frauen über ein Viertel
weniger als ihre männlichen Kollegen.
Somit ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) der
Bundesrepublik Deutschland immer noch nicht verwirklicht worden. Darin heißt es
nämlich: „Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen […] des
Geschlechts […] zu beseitigen (§1 AGG).
Die viel gepriesene soziale Kompetenz der Frauen, sei es in
den Betrieben oder in der Familie, wird schamlos ausgebeutet.
Frauen tragen weiterhin die Hauptlast in den Familien,
besonders wenn sie gleichzeitig einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Bei dieser kräftezehrenden
Doppelbelastung werden sie vielfach mit Stundenlöhnen zwischen 5 und 7 Euro
brutto abgespeist. Das betrifft weit über 3.000 berufstätige Frauen im
Landkreis Cuxhaven, ganz besonders im Einzelhandel, im Hotel- und Gaststättenbereich.
Diese Frauen haben dadurch im Alter so geringe Renten, dass sie davon später
nicht leben können und auf Sozialleistungen angewiesen sind.
Am 01.07.2007 wurden vom Landkreis Cuxhaven die Obergrenzen
hinsichtlich der Erstattung der Miete für alle Anspruchsberechtigten gesenkt,
so dass bei steigenden Mieten draufgezahlt werden muss. Das betrifft
insbesondere allein erziehende Frauen, die dadurch in schwerste finanzielle
Probleme gestürzt werden.
Dieser
Teufelskreis aus Doppelbelastung und dem Zwang, für die Familie Monat für
Monat ein sicheres und verlässliches Einkommen hereinzubekommen, muss
durchbrochen werden. Daher muss endlich ein branchenübergreifender,
gesetzlicher Mindestlohn von 10 Euro brutto die Stunde eingeführt werden.
Dieser würde die Armut deutlich vermindern und die Rentenansprüche nachhaltig
erhöhen. Eine Erhöhung des Kindergeldes auf mindestens 200 Euro ist längst überfällig
und finanzierbar. DIE LINKE. fordert als weiteres Ziel ein verlässliches
Einkommen ohne die Zwangsmittel der Hartz IV Gesetzgebung.
Seit der Veröffentlichung
im „Spiegel“ vor zwei Wochen über vermeintliche oder tatsächliche Verstöße
der Firma Lohmann Tierzucht (LTZ) in Cuxhaven gegen das Tierschutzgesetz
verstrickt sich die Verwaltungsspitze des Landkreises Cuxhaven in erhebliche und
ständig neue Widersprüche.
Dem
Kreisveterinäramt und der Kreisverwaltung ist spätestens seit dem Jahr 1990
bekannt, dass die Brütereien von LTZ die männlichen Küken in großen Mülleimern
vergasen.
Diese
„Entsorgung“ hatte der Kreistagsabgeordnete Ulrich Schröder damals mit
eigenen Augen gesehen und umgehend dem Kreisveterinäramt mitgeteilt. Von diesem
wurde das Vergasen als vereinbar mit dem Tierschutzgesetz beurteilt, so dass
weiterhin mit Genehmigung des Landkreises vergast wurde.
Auch die
Amputation von Kämmen und Zehen duldete der Landkreis und beruft sich dabei auf
eine Studie, die ihm aber angeblich erst im letzten Jahr vorgelegen hat. Diese
Studie stammt ausgerechnet von der Firma Lohmann. Andererseits habe sich der
Kreisveterinär vor fünf Jahren auf einen Bericht der niederländischen
Universität Wageningen bei seiner Entscheidung gestützt, teilte Landrat
Bielefeld nun mit. Zuvor war von einer wissenschaftlichen Studie aus dem
vorletzten Jahr die Rede gewesen. Fast jeden Tag gibt es neue Versionen undRichtigstellungen. Fest steht, das einzige Gutachten stammt vom Landesamt
für Verbraucherschutz (LAVES), welches dem Landkreis 2008 vorlag und eindeutig
Stellung bezog gegen die Praktiken bei Lohmann, doch der Landkreis griff nicht
ein. Die Kreisverwaltung hielt es auch nicht für notwendig, die
Kreistagsabgeordneten zu informieren bzw. eine Ausschusssitzung einzuberufen.
Der
Kreistagsabgeordnete Ulrich Schröder erwartet eine lückenlose und eindeutige
schriftliche Stellungnahme und Dokumentation des Landrats auf der
Kreistagssitzung am Mittwoch, den 9. März, im Kreishaus. Aus ihr muss
ersichtlich sein, von welcher Stelle und seit wann der Landkreis von den Vorwürfen
gegen Lohmann Tierzucht weiß, wie er diesen nachgegangen ist, was er zur
Beurteilung und Entscheidungsfindung wann und wie herangezogen hat, ob die
Vergasung der männlichen Küken und die Amputationen der Kämme und Zehen
fortgesetzt werden.
„Die
Kreisverwaltung hat genügend Zeit zu einer umfassenden Darstellung. Ich habe
bereits am 15.Februar beantragt, die Kontrolle der Kükenzuchtbetriebe durch das
Kreisveterinäramt auf die Tagesordnung der Kreistagssitzung zu setzen“,
betont Ulrich Schröder.
„Die
Kreisverwaltung hat inzwischen einen Bericht zugesagt und mir bestätigt, dass
mein Antrag auf jeden Fall in öffentlicher Sitzung erörtert wird“.
PS.: Der
Landtag lehnte diesen Antrag von Ulrich Schröder ab. Selbst von den
Grünen kam keine Unterstützung. Die Informationspolitik des Landkreises ist
aus der Sicht der LINKEN katastrophal.
Pressemitteilung
Frauencafe
wird am Dienstag, 8. März um 15 Uhr eröffnet
Am
Dienstag, den 8. März um 15 Uhr, am hundertjährigen internationalen Frauentag
wird im Regionalbüro der LINKEN, Cuxhaven, Große Hardewiek/Ecke Neustraße das
Frauencafe PRO eröffnet.
Probleme
gemeinsam lösen, Reden über Sorgen und Nöte, Organisieren soll im Mittelpunkt
des Treffens stehen. Kaffee, Tee, Gebäck und kleine Happen werden angeboten.
Das
Frauencafe ist in Zukunft jeden Donnerstag von 15 bis 18 Uhr geöffnet.
Jede
Frau, ob jung oder alt, ob berufstätig oder nicht, ist herzlich willkommen.
PRESSEMITTEILUNG
der LINKEN Landkreis Cuxhaven
Milliarden
für die Banken – 5 Euro für die Armen
Es ist kaum zu glauben: Der
Alt-Kanzler Schröder der SPD geht nach dem Hartz-4-Gesetz nach Russlandund verdient sich dort eine goldene Nase - 2.Mill. im Jahr (Quelle: Der
Spiegel). Die angeblich erneuerte SPD fällt vor Frau Angela Merkel auf die
Knie!
Millionen von Menschen müssen nun
dankbar sein, dass sie endlich 5 eur mehr erhalten und die Kinder wie nach dem2 . Weltkrieg mit einem Bezugsschein unterwegs sein dürfen.
Aber es mangelt nie an Ideen: Erst
ARGE, nun JOBCENTER. Das Wort, das heute vielen fehlt, heißt SOZIALAMT.
Dort gab es Kleidergeld, sogar 2
mal im Jahr, es gab Renovierungshilfe, es gab Monatskarten für Kinder und Schüler,
es gab ein Überbrückungsgeld für ganz arme Menschen, es gab Geld für
Klassenfahrten, es gab sogar Weihnachtsgeld für jeden, immerhin 60.- eur.
Nun aber endlich gibt es für
Erwachsene5.- eur mehr im Monat.
Das entspricht in etwa einem großen Paket Toilettenpapier - mehr nicht.
Kein Mensch, der auf das
„Jobcenter“ angewiesen ist, kann davon leben.
Die Tafel hat allein in Cuxhaven
pro Woche ca.1200 bedürftige Menschen, die sich dort alte Speisen abholen müssen,
um zu überleben. Sie existiert nicht gerade zufällig seit Inkrafttreten der
Hartz-Gesetze.
Seit Gerhard Schröder haben sich
Arbeitslose beim Arbeitsamt hoch verschuldet, weil ehemalige Leistungen nur noch
auf Darlehensbasis gewährt werden. Es gibt keine Zuzahlung für Gas oder Strom.
Heizkostennachzahlungen werden nicht mehr übernommen. Viele der vorher
gezahlten Sozialleistungen sind durch die SPD und die Grünen weggefallen. Die Rückzahlungsraten
werden gleich von den Zuwendungen abgezogen. Manche Rentner gehen gar nicht mehr
aus dem Haus. Diese Menschen nimmt man nicht mehr wahr. Sie vegetieren nun nach
einer lebenslangen Arbeit nur noch am Rande des Existenzminimums. Danke, SPD und
alle anderen Hartz-IV-Parteien für die 5 eur!
Den Banken Milliarden, den Armen
den Cent. Und die Parteien schmücken sich alle mit dem Wort SOZIAL.
Pressemitteilung vom 21. 2.2011
Presseerklärung der LINKEN Kreisverband Cuxhaven zu Niedriglöhnen –
21.2.2011
Niedriglöhne
boomen im Landkreis Cuxhaven
Die LINKE fordert einen
gesetzlichen Mindestlohn und unterstützt den gewerkschaftlichen Aktionstag am
24. Februar!
„Es ist ein Skandal, wie viele
Beschäftigte in unserem Landkreis mit Niedriglöhnen abgespeist werden. Ein flächendeckender
gesetzlicher Mindestlohn ist längst überfällig“, erklärt der
Kreisvorsitzende der LINKEN Dietmar Michalke. Laut einer Anfrage der LINKEN bei
der Bundesregierung (Bundestagsdrucksache 17/4590) liegt im Landkreis Cuxhaven
der Anteil der Vollzeitbeschäftigten, die lediglich einen Niedriglohn erhalten,
bei 31,5 Prozent. Das sind 8245 aller Vollzeitbeschäftigten.
Ein Lohn gilt nach Berechnungen
der Bundesregierung als niedrig, wenn er unterhalb der Niedriglohnschwelle von
derzeit 1.870 Euro in Westdeutschland und 1.367 Euro in Ostdeutschland liegt.
In Anbetracht dieser Zahlen sagt
Dietmar Michalke:
„Die Ausbreitung von Niedriglöhnen
muss endlich gestoppt werden. Es ist Zeit zu handeln und einen flächendeckenden
gesetzlichen Mindestlohn einzuführen. Ein Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde,
wie ihn die LINKE fordert, würde die Löhne von rund sieben Millionen Menschen
anheben. Hinzu kommt: Spätestens ab dem 1. Mai 2011 ist ein gesetzlicher
Mindestlohn unumgänglich. Ab diesem Zeitpunkt fallen die Schutzregelungen im
Rahmen der europäischen Arbeitnehmer- und Dienstleistungsfreizügigkeit fast
vollständig weg. Es muss verhindert werden, dass Unternehmen dies zu
Lohndumping zulasten der Beschäftigten ausnutzen können. Die Bundesregierung
bleibt bisher aber untätig. Der Druck muss erhöht werden, damit sie ihren
Lobbyismus für die Arbeitgeber beendet. Die Beschäftigten dürfen nicht weiter
im Regen stehen gelassen werden. Die LINKE unterstützt deshalb den Aktionstag
der Gewerkschaften für sichere und faire Arbeit am 24. Februar.“
Ein flächendeckender,
gesetzlicher Mindestlohn nutzt nicht nur den Beschäftigten. Auch die
Steuerzahler würden entlastet, die die Aufstockungen bis zur Grundsicherung
tragen müssen. Im Landkreis
Cuxhaven bekommen 1580 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zusätzlich zu
ihrem Lohn Hartz IV-Leistungen, weil ihr Lohn nicht zum Leben reicht.
Gez. Dietmar Michalke
CO2 Verpressung ist hochgefährlich!
14. Februar 2011, Carsten Zinn
In der Bevölkerung breitet sich Angst aus. Angst vor den Gefahren einer
geplanten CO2 Verpressung im Untergrund. CO2, dass
zwangsläufig bei der Kohleverstromung entsteht, soll mit hohem Druck z. B.
in den norddeutschen Raum, unter Hamburg, den niedersächsischen Nordseeinseln
und unter Berlin gepumpt und dort mit hohem Druck in den Untergrund gepresst
werden. Auch das Weltnaturerbe Wattenmeer und viele Ferienorte sind betroffen.
Viele werden sich noch an das unglückliche Schicksal der Einwohner des
Dorfes nur kurz unterhalb des Vulkansees
Lake Nyos erinnern. 1987 brachen sich aus diesem See gewaltige CO2
Mengen – schwerer als Luft, aber leichter als Wasser – ihre Bahn und
flossen die Abhänge hinab. In den Senken sammelt es sich. 1700 Menschen
starben binnen weniger Minuten. Die Menschen erstickten. Die großen Mengen CO2
nahmen ihnen buchstäblich die Luft zum Atmen. Kurz zuvor hatte sich am Lake
Monoun ein ähnliches Unglück ereignet, dort starben “nur” 37 Menschen.
Trotz der Gefahren durch CO2 setzte die schwarz-gelbe Regierung
große Hoffnung in die CO2 Abscheidung technokratisch CCS
(Carbon Capture and Storage) genannt. Dies reduziert zwar die hohen
Wirkungsgrade moderner Kohlekraftwerke erheblich, und ist dazu ausgesprochen
teuer, aber würde weiter die Stromerzeugung aus Kohle erlauben. Dazu ist die
Verabschiedung eines Gesetzes (CCS-Gesetzes
– Entwurf als PDF) nötig.
Hierbei wird der Eindruck erweckt, dass dies wegen des “Klimaschutzes”
notwendig sei. Gleichzeitig bürdete das CCS-Gesetz die Verantwortung für
einen eventuellen GAU – Größter anzunehmender Unfall – der Allgemeinheit
auf. Damit wäre dann niemand verantwortlich, dieser „Trick“ wurde auch
schon bei der Atomkraft angewendet. Der Bürger stünde mit dem Schaden, also
den Kosten, allein da.
Wie Recht die Bürger mit ihrer Angst vor der CO2 Verbringung
unter ihrer Scholle haben, zeigen durchaus ernstzunehmende wissenschaftliche
Studien. Auch ist es im kanadischen Saskatchewan zu Zwischenfällen mit dieser
Technik gekommen. Landwirte fanden tote Tiere auf ihren Weiden und Quellwasser
sprudelte wie mit Kohlensäure versetzt aus der Erde. Die Fälle sind noch
nicht endgültig untersucht. Die Vermutung der Vertuschung aus
wirtschaftlichen Gründen liegt aber nahe.
Diverse Publikation weisen nach, dass die Gefahr besteht, dass latente
Trennflächen im Fels schon bei Drücken < 15 bar aufreißen. Wenn man also
CO2 mit Drücken von ca. 250 bar in den Untergrund einpresst, brechen
viele noch geschlossenen Trennflächen auf und das CO2 tritt
wieder aus und kann bis an die Erdoberfläche gelangen. Dieser Effekt der
Gesteinbrechung wird bei der Erdöl und Erdgasförderung von den Förderunternehmen
– auch im Emsland
genutzt – um das Umgebungsgestein zu brechen (Fracking-Verfahren).
Es kann also nicht behauptet werden die Gefahr nicht zu kennen. Sollten sich
die Austrittstellen in abflusslosen Geländemulden befinden, wird sich das CO2
dort ansammeln und die Luft mit ihrem Sauerstoff verdrängen, denn CO2
ist schwerer als die Umgebungsluft. Für dort befindliche Lebewesen wäre der
Mangel an Sauerstoff lebensgefährlich. Daher muss die Verabschiedung des
CCS-Gesetzes verhindert werden.
Presseerklärung der LINKEN Kreisverband Cuxhaven zu Hartz IV – 16.2.2011
Für die Armen ein Päckchen - für die Banken ein Milliarden-Paket
(Von der Leyens Hartz-IV-Skandal)
Vor einem Jahr beschloss das Bundesverfassungsgericht, dass das Arbeitslosengeld II nur mit nachvollziehbarer Berechnung verfassungsgemäß ist. Geschehen ist lange Zeit gar nichts. Dann legte Ministerin von der Leyen zweifelhafte Berechnungen vor, mit der sie eine Erhöhung um lediglich acht Euro, für Kinder um 0 Euro, rechtfertigt. Für die 2,5 Millionen Kinder in Armut soll es ein "Bildungspäckchen" geben: 30 Euro im Monat für Nachhilfe, Vereinssport und Mittagessen – eine kabarettreifer Gesetzesvorlage, denn zweidrittel der Schulen haben keine Kantine. Für die Banken hatte die Regierung hingegen ein respektables „Paket“ übrig: Als Ende 2008 die Banken in selbstverschuldete Gefahr gerieten, wurde innerhalb einer Woche ein Rettungspaket von 480 Mrd Euro beschlossen.
Die acht Euro gleichen nicht annähernd die Preissteigerungen im Nahrungsmittel- und Energiebereich aus. Das galt auch schon für die Erhöhungen seit 2007. Da schon damals die Hartz-IV-Sätze lediglich die absolut niedrigste Grundsicherung darstellten, kann diese Praxis unmöglich verfassungskonform sein.
Seit dem Scheitern des Gesetzespakets im Bundesrat wird im Vermittlungsausschuss verhandelt – hauptsächlich über Nebensächlichkeiten. Denn dort kungeln die Hartz-IV-Parteien (CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP) unter sich. Die LINKE wurde ausgebootet. Eine angemessene Erhöhung des Regelsatzes? Aufhebung der Sanktionen gegen Erwerbslose? Darüber wurde nicht einmal diskutiert!
Der von der LINKEN geforderte einheitliche Mindestlohn in Höhe von 10 Euro, brächte für den Sozialhaushalt Entlastungen in Höhe von 11 Mrd Euro. Mit diesen Mitteln könnten die Hartz-IV-Sätze leicht auf ein verfassungskonformes Niveau von 500,- Euro angehoben werden. Denn heute haben weit über eine Million berufstätiger Menschen einen Niedrigstlohn unterhalb der Grundsicherung und erhalten daher eine Aufstockung bis zum Hartz-IV-Satz. Das kostet den Staat eben diese 11 Mrd Euro. Den Unternehmen erspart das Lohnzahlungen in gleicher Höhe. Eine skandalöse Lohnsubvention! Allein im Landkreis Cuxhaven verdienten über 1500 (Quelle: DGB) sozialversichert Beschäftigte so wenig, dass sie ergänzend Hartz IV beantragen mussten.
Aber auch mit angemessenen Aufstockungen bleibt Hartz IV ein menschenverachtendes Instrument, das die Lebensarbeitsleistung der Betroffenen ignoriert. Bei der früheren Arbeitslosenhilfe wurde die Lebensarbeitszeit berücksichtigt. Wer lange gearbeitet hatte, bekam mehr. Heute, bei Hartz IV, werden alle Bezieher auf Sozialhilfeniveau abgesenkt - egal, wie lange sie gearbeitet haben.
„Weg mit Hartz IV“ und Rückkehr zur alten Arbeitslosenhilfe bleibt daher die zentrale Forderung der LINKEN.
Die Niedriglohnpolitik der vergangenen und
der jetzigen Bundesregierungen hat zu katastrophalen Zuständen auf dem
Arbeitsmarkt geführt: Reallöhne stagnieren oder sinken sogar; fast
sieben Millionen Beschäftigte müssen sich mit niedrigen Löhnen begnügen.
Die Folgen sind eine schwache Binnennachfrage, mehr als 1,4 Millionen
Menschen, die ihren Lohn mit Hartz-IV-Leistungen aufstocken müssen,
eine vorprogrammierte Altersarmut und Einnahmeausfälle für die
sozialen Sicherungssysteme. Gleichzeitig droht mit der Einführung der
Arbeitnehmerfreizügigkeit zum 1. Mai 2011 eine neue Runde des
Lohndumpings, wenn nicht endlich ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt
wird. Es besteht ein dringender Handlungsauftrag für die Politik.
Die Lebensmittel-Branche wird derzeit von einem
Dioxin-Skandal erschüttert. Gepanschtes Tierfutter wurde an Geflügel und
Schweine verfüttert. Es gelangte über Eier und Fleisch unentdeckt auf unsere
Teller. Eine Ursache des Skandals ist im weitgehend unkontrollierten
Weltagrarmarkt zu suchen. Wettbewerb und Preiskampf beherrschen das Geschäft.
Grundlegende soziale oder ökologische Regeln fehlen. Wo aber Massenerzeugung
und Dumpingpreise in den Vordergrund treten, bleiben Qualität und
Verbraucherschutz auf der Strecke. Lebensmittel werden zum Sicherheitsrisiko,
wenn Niedriglöhne und global gehandelte Billigstrohstoffe den Ton angeben.
Der Dioxin-Skandal zeigt: Es läuft grundsätzlich
etwas falsch. Über Monate wurde dioxin- haltiges Industriefett gezielt in
Futtermittel eingemischt. Die Eigenkontrollen der Betriebe haben versagt,
Laborergebnisse wurden gezielt verschleiert. Das privatwirtschaftliche Prüfsystem
„QS“ hat bei der Dioxin-Panscherei nicht funktioniert. Es offenbart sich ein
durchgängiges Versagen in dem hoch sensiblen Wirtschaftsbereich der
Lebensmittelerzeugung. Mehr Kontrollen und höhere Strafen allein werden die
grundlegenden Ursachen nicht bekämpfen. Fest steht: Unser Kontrollsystem ist
nicht auf dem Stand der Zeit: Während wir in einem globalen Markt leben, wird
die Lebensmittelüberwachung von den einzelnen Bundesländern vorgenommen und in
klammen Kommunen und Landkreisen durchgeführt.
Vorrang vor Profitgier und kriminellen
Machenschaften muss vorsorgender Verbraucherschutz haben, dies ist nur mit
Politikern möglich die keiner Lobby verpflichtet sind. Gesunde Lebensmittel zu
bezahlbaren Preisen bekommen wir nur durch klare gesetzliche Vorgaben. Die
Erzeugung unseres Essens muss vom Acker bis zum Teller nachvollziehbar sein und
nach einheitlichen Regeln überwacht werden.
Siehe auch: Rede
von Hans-Henning Adlers
(DIE LINKE) zur Regierungserklärung des niedersächsischen
Landwirtschaftsministers Lindemann (CDU) zum Dioxin-Skandal
Hartz-IV: Manche gesetzliche Krankenkassen
erheben trotz angekündigter Befreiung einen Zusatzbeitrag von ALG-II Beziehern,
weil sie eine Satzungsänderung durchgeführt haben. ALG-II-Bezieher müssen die
Zusatzbeiträge unter Umständen vom ALG-II Regelsatz selbst bezahlen.
Hartz-IV-Bezieher sind von der Zahlung von
Zusatzbeiträgen zur gesetzlichen Krankenkasse befreit. Allerdings nur bis der
durchschnittliche Zusatzbeitrag aller Krankenkassen überschritten ist. Das heißt,
verlangt eine Krankenkasse einen höheren Zusatzbeitrag als den
durchschnittlichen Zusatzbeitrag, so müssen Hartz-IV-Bezieher die Differenz von
dem ihnen zustehenden Regelsatz bezahlen. Dazu muss die Krankenkasse ihre
Satzung ändern und Hartz-IV-Bezieher zur Zahlung des Differensbeitrages
verpflichten. Das Tückische daran ist das der durchschnittliche Zusatzbeitrag
zur Zeit Null Euro beträgt, da nur wenige Krankenkassen einen zusätzlichen
Beitrag erheben.
Im Zuge der Gesundheitsreform wurde eine Befreiung
der Zusatzbeiträge für Hartz-IV-Bezieher vereinbart. Der Bund verpflichtet
sich dabei, den „durchschnittlichen Zusatzbeitrag“ der Krankenkassen zu übernehmen.
Für die Übernahme der Kosten orientiert sich der Bund an den
durchschnittlichen Zusatzbeiträgen, den alle Kassen erheben. Durch die
Beitragserhöhungen sehen allerdings beinahe alle Krankenkassen derzeit von zusätzlichen
Beiträgen ab. Insgesamt 13 Krankenkassen erheben auch 2011 einen Zusatzbeitrag.
Die durchschnittliche Höhe des Zusatzbeitrages bei den betroffenen Kassen liegt
derzeit bei acht Euro. Im Durchschnitt aller Kassen liegt der Zusatzbeitrag für
das Jahr 2011 bei Null Euro. Das bedeutet, dass Hartz-IV -Betroffene dennoch den
Pauschalbetrag entrichten müssen, wenn die Kasse einen Zusatz in ihre Satzung
aufnimmt, in der grundsätzlich Arbeitslosengeld-II Bezieher zur Zahlung des
Differenzbeitrages verpflichtet werden.
Drei von 13 Kassen haben angekündigt, eine
Satzungsänderung vorzunehmen. Alle andere Kassen, die derzeit Zusatzbeiträge
von ihren Versicherten erheben, haben sich bislang nicht geäußert oder planen
keine Änderung der Satzung. Der Gesetzgeber hat demnach gut für sich gesorgt,
um nun doch wieder ALG-II-Bezieher dazu zu verpflichten, die teuren Zusatzbeiträge
vom kargen Regelsatz zu übernehmen und selbst das Geld zu sparen. Da alle
Kassen, die derzeit einen Zusatzbeitrag verlangen, diese schon im letzten Jahr
eingeführt haben, können Betroffene auch nicht von einem Sonderkündigungsrecht
Gebrauch machen. Denn dieser gilt nur dann, wenn die Kasse den Zusatzbeitrag erhöht
oder neu einführt.
Lange genug geisterten negative
Meldungen über das Krabbenschälzentrum Cuxhaven durch die Presse. Nun ist es
offiziell, das Krabbenschälzentrum in Cuxhaven ist pleite. 750.000 € Fördergelder
sind genauso verschwunden wie die Maschinen zum schälen der Krabben. Zurück
bleibt der Eindruck, die Gründung des Krabbenschälzentrums hatte nur den Zweck
Fördergelder in Höhe von 400.000 € aus niedersächsischen Landesmitteln und
350.000 € EU-Fördermittel abzuziehen.
Bis auf den Cuxhavener Ratherren Ulrich Schröder
(DIE LINKE) scheint dies niemanden zu interessieren. Vielleicht liegt es daran,
dass in der letzten Zeit weit größere Summen in aller Munde sind. Auch die
Beschäftigten des Krabbenschälzentrums Cuchaven mussten vor dem Arbeitsgericht
Stade um ihre Löhne und Gehälter streiten. Bis heute sind diese nicht
ausgezahlt worden.
Schröder hat zusammen mit Ursula Weisser-Roelle
(Linksfraktion) im niedersächsischen Landtag im Rahmen einer Kleinen Anfrage
den Verbleib der Fördermittel und einer Rückforderung angefragt. Auch um die
Auszahlung der ausstehenden Löhne und Gehälter an die Beschäftigten zu klären.
Das Superwahljahr kündigt sich an. Auf Basis eines Artikels der
Parteivorsitzenden der LINKEN Gesine
Lötzsch in der Jungen
Welt vom 3.11. 2010 titelte Spiegel Online “Linke-Chefin
erklärt Kommunismus zum Ziel der Partei“. Eine Falschmeldung: Diese
Aussage lässt sich nirgendwo im Text finden. Vielmehr bekennt sich Lötzsch
ausdrücklich zum demokratischen Sozialismus, betont den Freiheitsgedanken bei
Rosa Luxemburg und fordert, falsche Wege nicht weiter zu beschreiten.
Das ist Hysterie, die mich an die McCarthy-Ära
erinnert. Die Äußerungen von Gesine Lötzsch rechtfertigen diese Reaktion
nicht. Ich bin überzeugt, dass die, die sich jetzt hier aufregen und Frau Lötzsch
unterstellen, dass sie den Kommunismus wieder als Parteiziel deklariert, den
Artikel überhaupt nicht gelesen haben.
In den 2007 beschlossenen Programmatischen
Eckpunkten der LINKEN heißt es: “Wir haben aus der Geschichte gelernt:
Respekt vor den Ansichten Andersdenkender ist Voraussetzung von Befreiung. Wir
lehnen jede Form von Diktatur ab und verurteilen den Stalinismus als
verbrecherischen Missbrauch des Sozialismus. Freiheit und Gleichheit,
Sozialismus und Demokratie, Menschenrechte und Gerechtigkeit sind für uns
unteilbar.”
Gerade weil DIE LINKE Lehren aus der Geschichte gezogen hat, setzen Linke
sich in ihrer tagtäglichen Arbeit, für die Verteidigung und Stärkung der
Grund- und Bürgerrechte wie auch der Stärkung der direkten Demokratie und der
Bürgerbeteiligung ein. Denn eine soziale und solidarische Gesellschaft setzt
selbstbewusste Menschen voraus, die frei miteinander kommunizieren und
kooperieren, die aktiv am politischen Meinungs- und Willensbildungsprozess
teilnehmen und ihre Rechte wahrnehmen.
Seit der Einführung der Riester-Rente durch die damalige Rot-Grüne
Regierung ist es in allen Köpfen. Durch den demographischen
Wandel – der als demographische Zeitbombe dargestellt wird – dürfen wir
uns nicht mehr auf die gesetzlichen Sozialversicherungen verlassen. Private
Vorsorge ist zum Überleben im Alter unbedingt nötig, sei es durch eine private
Versicherung oder einen Sparplan. Nur so sind wir von dieser Entwicklung unabhängig.
Gibt es diesen demographischen Wandel aber überhaupt? Und wer kann, auch mit
Unterstützung mit Statistiken, sagen wie viele Menschen in 40, 50 oder gar 60
Jahren in Deutschland leben? Diese Möglichkeit besteht nur mit Magie oder
Demagogie. Im Jahr 2009 lebten in Deutschland 81.87 Millionen Menschen, 1999
waren es gut 82 Millionen. Dies macht einen Rückgang um ein viertel Prozent
aus. Und, von 1990 bis 1999 ist die Einwohnerzahl Deutschlands sogar um 2
Millionen gestiegen.
Verschwiegen und verschleiert wird auch die verdrei- bis vervierfachte
Produktivität der Arbeitenden in den vergangenen 45 Jahren. Diese wird und
wurde nicht genutzt um die Löhne und Gehälter der Arbeitenden zu erhöhen,
sondern um Kapitalzuwächse bei Investoren zu erzielen. Da sich diese
Entwicklung in den letzten 20 Jahren rasant beschleunigt hat, bleibt für die
Sozialversicherungen immer weniger Geld übrig. Mit allen uns bekannten
negativen Folgen.
Jetzt die Bildung von privatem Vorsorgekapital von Arbeitenden zu fordern führt
nicht zum Erfolg. Allein schon, da die Einkommen der abhängig Beschäftigten
durch das Abschöpfen der Gewinne durch die Eigentümer der Produktionsanlagen
zu gering zur Bildung von privaten Vorsorgekapital ist. Warum also sollen die
Gewinne weiterhin Sozialversicherungsbeitragsfrei bleiben? Warum soll die
Produktivitätssteigerung und der technische Fortschritt sich nicht für alle
lohnen?
Dies würde ein Umdenken bei der Erhebung von Sozialversicherungsbeiträgen
bedeuten – verbunden mit einem Systemwechsel bei der Beitragsfinanzierung.
Rentenbeiträge müssen auf Maschinen und Software vom Staat erhoben werden,
eine Wertschöpfungsabgabe beim Erzeuger. Probleme mit dieser Art der
Beitragserhebung dürfen nur die Eigentümer der Produktionsanlagen und
Lebensversicherungskonzerne bzw. Aktionäre dieser haben. Rentner dürften sich
wieder auf ihren Ruhestand freuen, statt Angst vor Altersarmut zu haben.
Schlechte Meldungen kann die Bundesregierung nicht gebrauchen. Deshalb bleibt sie dabei, die Arbeitslosenzahlen schön zu rechnen. Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden bereits seit längerem nicht als arbeitslos gezählt. Fast alle Arbeitslosen, die älter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik. Im Mai 2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler tätig werden, zählt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat.
Wer die tatsächliche Arbeitslosigkeit erfassen will, muss ehrlich rechnen. Dazu sagte der damalige Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) am 4. Juni 2009 in der Fernsehsendung Panorama: „Alles, was an Effekten durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen entsteht, wird jedes Mal zusammen mit der Arbeitsmarktstatistik veröffentlicht. … Ich glaube, dass man sich auf die Seriosität dieses Prozesses verlassen kann.“ Wer anders rechnen wolle, könne ja „seine Zahl veröffentlichen – und dazu ein Flugblatt drucken.“ Das tun wir gern. Hier ist die tatsächliche Zahl, die allein auf amtlichen Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit beruht.
Im Dezember 2010 sind immer noch 4,1 Millionen Menschen arbeitslos. Zeit zu handeln statt zu tricksen.
• Tatsächliche Arbeitslosigkeit im Dezember 2010: 4.126.688
• Offizielle Arbeitslosigkeit: 3.015.715
• Nicht gezählte Arbeitslose 1.110.973
Nicht gezählte Arbeitslose aufgeschlüsselt:
• Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld II: circa 356.000
• Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld I (§ 428 SGB III): 247
• Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten): 288.604
• Berufliche Weiterbildung: 218.687
• Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen (z. B. Bewerbungstraining): 655
• Aktivierung und berufliche Eingliederung (z. B. Vermittlung durch Dritte): 186.929
• Beschäftigungszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose): 25.739
• Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen: 1.828
• Kranke Arbeitslose (§126 SGB III): 32.213
Quellen: Bundesagentur für Arbeit: Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland. Monatsbericht Dezember 2010, Seite 90. Die dort aufgeführte Altersteilzeit sowie Gründungszuschüsse und sonstige geförderte Selbstständigkeit haben wir in der Tabelle nicht berücksichtigt. Die dort ebenfalls aufgeführten älteren Arbeitslosen, die gemäß § 53a Abs. 2 SGB II nicht als arbeitslos zählen, sind enthalten in der ersten Gruppe der Tabelle (Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld II). Diese große Gruppe der älteren ALG II-Bezieher, die nicht als arbeitslos gelten, ist nicht im Monatsbericht ausgewiesen, sondern in einer Sonderpublikation der Bundesagentur für Arbeit.
Pressemitteilung
über die Kreismitgliederversammlung der LINKEN am 17.12.2010
Keine
Chaostage bei den LINKEN
oder
Einigkeit und Geschlossenheit beim linken Kreisverband
Kreisvorstand
Cuxhaven wieder vollständig
Einstimmiges
Vertrauensvotum für Ulrich Schröder und Dietmar Michalke
von
Dietmar Michalke
Am 17.12.2010 fand in Cuxhaven in der Martinsklause die
Kreismitgliederversammlung der LINKEN des Landkreises Cuxhaven statt.
Was wurde nicht alles im Vorfeld dieses Treffens über den
LINKEN Kreisverband geschrieben! Eine vorübergehende personelle Lücke im
Vorstand nahmen zwei Mitglieder zum Anlass, öffentlich über die Presse heftige
Kritik zu üben. Die LINKE sei handlungsunfähig und nur noch eine Ein-Mann-Show
des Kreistags- und Stadtratsmitgliedes Ulrich
Schröder.
Die vielen Teilnehmer der Versammlung teilten diese Ansicht
in keinster Weise und wiesen die Angriffe und Verleumdungen entschieden und
einstimmig zurück.
Trotz derwidrigen
Witterungsverhältnisse hatten sie die teilweise lange Anfahrt durch Eis und
Schnee nicht gescheut. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Zur Begrüßung
erinnerteder Kreisvorsitzende Dietmar
Michalke daran, dass „uns mehr verbindet, als uns trennt“. Beim
demokratischen Ringen um eine gemeinsame Position kann es zu
Meinungsverschiedenheiten kommen, diese müssen jedoch solidarisch und fair
ausgetragen werden. „Wir sind alle Mitglieder der einzigen Partei, die den
neoliberal motivierten Sozialabbau stoppen will. Dieses Ziel steht über allen
Differenzen, die im Politikalltag
auftreten können“. Er wies auch darauf hin, dass die Mitgliederzahl im
Kreisverband seit Monaten konstant ist.
Der Vorsitzende des Ortsverbandes Cuxhaven, Dieter
Lange, übernahm die Leitung der Veranstaltung.
Unter den Anwesenden lobten viele Mitglieder die gute und
kompetente Arbeit, die Ulrich Schröder für den Aufbau der Partei geleistet hat
und die er im Kreistag und Rat der Stadt Cuxhaven ständig unter Beweis stellt:
„Ohne ihn wären wir nicht da, wo wir jetzt sind“, er „verbreite Sympathie
für die Partei“ und stünde „immer für Ratschläge und Anregungenzur Verfügung“. Anschließend sprach die Kreismitgliederversammlung
Ulrich Schröder und Dietmar Michalke, der die öffentlichen Angriffe auf die
Partei entschieden zurück gewiesen hatte, einstimmig
das Vertrauen aus.
Danach wurde der Kreisvorstand in getrennten und geheimen
Wahlgängen vervollständigt. Neue Kreisvorsitzende ist die Betriebsrätin Angelika
Jacke aus Langen. Sie und der bereits amtierende Dietmar Michalke bilden nun
die bei der LINKEN übliche männlich-weibliche Doppelspitze.Neuer Schatzmeister ist Bernd Süß
aus Loxstedt. Zum Schriftführer wurde Volkmar
Pfanne Völgers aus Cuxhaven und zur Beisitzerin Ute Otremba aus Altenwalde gewählt.
Mit dem neuen Vorstand, der Geschlossenheit ihrer
Mitglieder und dem verabschiedeten Kreiswahlprogramm sieht sich die LINKE im
Landkreis Cuxhaven bestens für das Kommunalwahljahr 2011 aufgestellt.
Fachkräftemangel – ein Kampfbegriff der Wirtschaft
Von D. Michalke, 24. Oktober 2010
Glaubt man den Vertretern von
Wirtschaftsverbänden, so wird die boomende Konjunktur längst durch den Fachkräftemangel
gebremst. Aber gerade noch war die Arbeitslosigkeit das dringendste Problem in
Deutschland.Wie kommt es zu dieser
wunderbaren Wandlung auf dem Arbeitsmarkt?
Jeder Arbeitssuchende weiß, wie
schwer es nach wie vor ist, eine Anstellung zu bekommen – selbst in
qualifizierten Berufen. So müssen Hochschulabsolventen in einem noch nie
dagewesenen Umfang befristete Arbeitsverhältnisse akzeptieren. Ältere
Arbeitnehmer sind nahezu chancenlos, wieder eingestellt zu werden. Dabei fängt
„alt“ in technischen Berufen bereits mit 40 Jahren an. Das verwundert auch
nicht. Denn in den vergangenen Jahren wurden Massen von Arbeitnehmern entlassen,
weil Arbeitsplätze ins Ausland verlagert oder vernichtet wurden.
Allein der Exodus der deutschen
Telekommunikations-Branche, den ein großer deutscher Elektrokonzern in den
letzten Jahren zwecks kurzfristiger Aktienkurs-Pflege betrieb, kostetemehrere zehntausend Ingenieure den Job. Die wenigsten fanden wieder eine
qualifizierte Arbeit in ihrem Beruf, obwohl sie erstklassig ausgebildet waren
und jahrelang technische Spitzenleistungen im Hightech-Bereich erbracht hatten.
Es sind einfach zu wenig anspruchvolle Arbeitsplätze übrig geblieben.
Warum dann das Lamentieren über
den angeblichen Fachkräftemangel? Hört man sich die damit verbundenen
Forderungen an, so wird der Grund für diese Kampagne sichtbar. Da wird das Ende
der 38-Stunden-Wochen verkündet (Klaus Zimmermann, DIW) und eine Verlängerung
auf bis zu 48 Stunden pro Woche ins Spiel gebracht (Michael Hüther, IW). Natürlich
sollen Umschulungsmaßnahmen künftig von den Arbeitnehmern selbst bezahlt
werden, indem sie vorher auf ihrem Arbeitszeitkonto einen Puffer aufbauen
(Ulrich Blum, IWH). „Fachkräftemangel“ erweist sich als ein neoliberaler
Kampfbegriff, mit dem die Deregulierung des Arbeitsmarkts und letztlich die
Senkung der Gehälter gerechtfertigt werden soll. Ein Anstieg der
Wochenarbeitszeit im geforderten Umfang würde
die Arbeitskapazität um bis zu 25% steigern. Da dieses natürlich nicht durch
ein Wirtschaftwachstum in gleicher Höhe kompensiert werden kann, wären Massenentlassungen
die Folge: Jeder 4. Arbeitsplatz wäre gefährdet! Da das natürlich auch die
Wirtschaftsvertreter wissen, ist dieser Effekt gewollt. Ein Reservoir von
Arbeitslosen soll den Druck auf die noch Beschäftigten erhöhen, zu immer
schlechteren Bedingungen, insbesondere zu niedrigeren Löhnen, zu arbeiten.
Die LINKE.Landkreis
Cuxhaven weist daher alle Bestrebungen zurück, die Wochen- oder
Lebensarbeitszeit zu verlängern. Der Staat muss vielmehr Rahmenbedingungen
schaffen, die es den reichlich vorhandenen Fachkräften erlauben, wieder in
ihrem qualifizierten Beruf arbeiten
zu können. Der Abbau und die Verlagerung von Arbeitsplätzen darf nicht länger,
wie von der SPD/Grünen-Regierung unter Gerhard Schröder eingeführt,
steuerlich begünstigt werden.
Pressemitteilung
über die Kreismitgliederversammlung der LINKEN am 01.10.2010
Leben
& Arbeiten im Spagat:
DIE
LINKE engagiert sich für Pendler – Kreiswahlprogramm verabschiedet
„Die Hälfte aller
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis Cuxhaven muss sich täglich
an einen Arbeitsort außerhalb des Kreises begeben. Damit ist die Gruppe der
Pendler und Pendlerinnen keine exotische Minderheit, sondern ein wesentlicher
Teil der Arbeitnehmerschaft unserer Region.“ Diese Feststellung traf der
Referent und Arbeits-rechtler Dr. Rolf Geffken in seinem Vortrag auf der
Mitgliederversammlung des Kreisverbands der Partei DIE LINKE/ Landkreis
Cuxhaven. Er wies zugleich darauf hin, dass diese bedeutende Bevölkerungsgruppe
von Politik, Medien und öffentlichem Bewusstsein kaum wahrgenommen werde.
„Tatsächlich pendeln allein auf der ‚Ostschiene‘ Richtung Stade und
Hamburg fast 5000 Menschen. Nach Bremen sind es weit über 3000. Und sogar nach
Oldenburg und Osnabrück noch einmal fast 500 Menschen. Rechnet man die extrem
langen Wegezeiten zur Arbeitszeit sind, so sind wir wieder im 19. Jahrhundert:
Diese Menschen haben weder Freizeit noch überhaupt Zeit zum Luft holen‘“,
fasste Geffken die prekäre Lage dieser Menschen zusammen.
In der anschließenden
lebhaften Diskussion der Versammlungsteilnehmer kamen immer mehr Einzelheiten über
das Leben dieser Bevölkerungsgruppe zu Tage, so unter anderem die enormen
gesundheitlichen Risiken bei den Abfahrten mit dem eigenen PKW. Eine Betriebsrätin
berichtete von ihren Erfahrungen mit „pendelnden Kollegen und Kolleginnen“.
Sie betonte, dass viele der Betroffenen sich gar nicht zu ihrer Pendlerexistenz
bekennen wollen, sondern sich sogar wegen der besonderen Belastungen, denen sie
ausgesetzt sind, schämen. Worauf es ankäme sei deshalb, „dieses endlich zu
einem Thema in der öffentlichen Diskussion zu machen. Diese pendelnden Menschen
haben bislang keine Lobby, wir werden aber eine sein“, war die einhellige
Meinung der Anwesenden.
Sie waren sich ebenso darin
einig, dass jede weitere Ansiedlung von Discount-Märkten gestoppt werden müsse.
Diese Märkte verschärften die Situation vor Ort dadurch, dass sie ausschließlich
geringfügig Beschäftigte einstellen würden. Davon aber könne niemand leben.
Der Referent wies darauf hin, dass schon heute die Rechtsprechung die
Verhinderung solcher Ansiedlungen erlaube, wenn gewachsene Strukturen gefährdet
seien. Bisher habe aber keine Gemeinde im Cux-Land davon Gebrauch gemacht. Ein
Beispiel dafür sei Cadenberge, wo Discountmärkte bereits die gewachsene
Struktur der Bahnhofstraße zerstört und zahlreiche Ladenschließungen
verursacht hätten. Das Thema Pendlerinnen und Pendler wird vom
Ortsverband Land Hadeln der Partei DIE LINKE auch auf einer Veranstaltung
gemeinsam mit Gewerkschaftern im Januar 2011 aufgegriffen werden. Ort und Zeit
werden wir noch rechtzeitig bekannt geben“, betonte die Kreisvorsitzende
Christina Leib.
Anschließend stellten der
Kreisvorsitzende Dietmar Michalke und
der Kreistagsabgeordneter Ullrich
Schröder das Kreistagswahl 2011 „Für
ein attraktives und soziales Cuxland“ vor. Michalke wies darauf hin, dass
das Grundproblem der Kommunen die mangelnde finanzielle Ausstattung sei. Zwar müssten
die Gemeinden wegen des Subsidiaritätsprinzips den Löwenanteil an politischen
Aufgaben wahrnehmen, bekämen dafür aber gerade einmal 14% der Steuereinnahmen.
Die gezielte Verarmung des Staates würde diese Situation weiter verschärfen.
Durch die Steuersenkung der Regierung Rot-Grün und der CDU/SPD hätten die
Kommunen in Niedersachsen zusammen ein Haushaltsdefizit von 1 Mrd. €. Ohne
diese Einschnitte hätten sie einen Überschuss von 48
Mio €(Quelle: DGB). Die LINKE
versteht sich daher auch nicht als Erfüllung der „Sparschweinereien“ der
anderen Parteien, sondern will die Funktionsfähigkeit der Gemeinden wieder
herstellen.
Einige Forderungen im Wahlprogramm wurden näher
vorgestellt:
vKommunalen Grundversorgung
in kommunale Hand
ØDie Privatisierung der Grundversorgung führt zum Verlust öffentlicher
Mitwirkungsmöglichkeiten und verschlechtert in der Regel die arbeitsrechtlichen
und materiellen Bedingungen der Beschäftigten in diesen Betrieben. Die LINKE
fordert den Erhalt dieser Einrichtung in öffentlicher Hand und nach Möglichkeit
deren Rekommunalisierung. Folgende Verbesserungen sind nötig:
ØFlächendeckende Einrichtung von Krippe
nplätzen für Kinder bis zu drei Jahren Kindergartenplatz für jedes Kind ab
dem dritten Lebensjahr
ØErhöhung des Anteils der Kindertagesstätte
n in öffentlicher Trägerschaft
ØOrientierung der Öffnungszeitenam Erwerbsleben
ØBeitragsfreiheit ab dem erstenKinderbetreuungsjahr
ØFlächendeckende Einrichtung von Hortplätzen möglichst in den
Schulen
(Kurze Wege für kurze Beine)
vVerbesserung der
Schulsituation
ØWohnortnahe Schulangebote ohne Unterrichtsausfälle
ØErhalt bzw. Einrichtung der Vollen Halbtags Grundschule (Betreuung
durch Lehrkräfte von 8–13 Uhr)
ØGemeinsame Schule für alle Kinder: Ganztägige Integrierte
Gesamtschule
n (8–16 Uhr) in allen größeren Einheits- und Samtgemeinden mit kostenloser
Mittagsverpflegung und der notwendigen räumlichen und technischen Ausstattung
sowie eine Erhöhung des Personalschlüssels (auch Sozial-pädagogInnen,
SchulpsychologInnen, ErnährungsberaterInnen, Vertrauens-lehrerInnen)
ØKostenlose Schülerbeförderung
für alle zu allen öffentlichen Bildungseinrichtungen bis zum Ende derSchulzeit
ØVerkürzung der zumutbaren Wartezeiten auf den Schulbus
von 30 auf 20 Minuten vor Unterrichtsbeginn, von 60 auf 30 Minuten nach
Unterrichtsschluss
vEinführung eines
Sozialpasses
Für Bezieher von ALG II und Grundsicherung soll ein Pass eingeführt werden,
wer zu folgenden Leistungen berechtigt:
ØMonatskarte für den öffentlichen Personennahverkehr im Kreis
Cuxhaven
für 14,- €. Das ist der Satz,der
einem ALG-II-Bezieher für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zusteht
ØKostenloser Bezug von Rest-Eintrittskarten bei Stadttheater- Veranstaltungen
ØKostenloser Eintritt für städtische Museen, Stadtbäder …
ØKostenlose Entleihe von Büchern der Stadtbücherei
ØBefreiung von städtischen Gebühren (z.B. Personalausweis, Beglaubigungen etc.)
ØAbschaffung der Kontoführungsgebühren bei den Sparkassen
vVerkehrspolitik
ØAusbau der Bahnstrecken Stade und Cuxhaven – Bremerhaven
ØAnhebung der Streckenhöchstgeschwindigkeit auf 120 km/h
ØDurchgehende Elektrifizierung der Bahnstrecken, weil dadurch eine
bessere Beschleunigung erreicht wird und zeitaufwändige Lokwechsel entfallen.
ØAnbindung an den Bahnfernverkehr (für große Tourismus
standorte eine Selbstverständlichkeit)
ØEinrichtung eines Bahnhaltepunkt
es in Altenwalde-Franzenburg und Bedarfshaltepunkt
en in Spieka, Cappel, Mulsum, Langen
-Imsum sowie Bremerhaven-Speckenbüttel
ØErhöhung der Streckendurchlässigkeit durch Wiedereinbau der
Ausweichgleis
e in Nordholz
und Wremen
, um Personenfern – und durchgängigen Güterverkehr zwischen Cuxhaven
und Bremerhaven zu ermöglichen.
ØDurchgehende Zweigleisigkeit der Bahnstrecke
Cuxhaven- Stade
ØRegional-Express
Cuxhaven
– Bremerhaven – Bremen – Hannover im 2-Stunden-Takt
ØGegen Elbvertiefung wg. der ökologischen und technischen Risiken
ØFür Verlängerung der Stromkaje in Cux und ein CTC bis zum
Grodener Hafen
Dietmar Michalke schloss die Veranstaltungen mit einem
Brecht-Zitat:
"Es setzt sich
nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen;
der Sieg der Vernunft
kann nur der Sieg der Vernünftigen sein."
DIE
LINKE konsequent für eine Integrierte Gesamtschule in Dorum
Presseerklärung zur
IGS in Dorum, 20.09.2010 von Ulrich Schröder & Dr.
Heiner Maßmann
Die
LINKE im Landkreis Cuxhaven setzt sich seit Jahren für
Integrierte
Gesamtschulen in unserer Region, ganz besonders in der Samtgemeinde
Land Wursten mit Standort Dorum, ein.
In allen europäischen Staaten gibt es diese Schulen
für
gemeinsames Lernen als Regelschule, nur Deutschland und
Österreich
verweigern sich noch.
Dabei wird der Wunsch und der Druck der meisten Eltern mit
schulpflichtigen Kindern immer größer, endlich die
ideologischen Vorbehalte gegen diese international und auch in einigen
Teilen unseres Landes bewährte Schulform aufzugeben.
Die Niedersächsische Landesregierung muss schnellstens die
pädagogisch nicht zu rechtfertigende Fessel der Mindest
Fünfzügigkeit aufheben, damit Integrierte
Gesamtschulen auch
im ländlichen Raum verwirklicht werden können.
„Die Elternbefragung in Langen, Land Wursten und Nordholz hat
eine große Mehrheit und Zustimmung der abgegebenen Stimmen
ergeben, bei einer Wahlbeteiligung, die höher als bei den
meisten
Kommunalwahlen ist“, betonen Dr. Maßmann und
Schröder
.
Diesem Wunsch sollte der Kreistag am kommenden Mittwoch folgen, fordern
Ulrich Schröder und Dr. Heiner Maßmann.
Der Schlingerkurs von CDU, SPD und FDP muss ein Ende haben. Immerhin
haben die Mitglieder dieser drei Parteien im Samtgemeinderat von Land
Wursten einstimmig für die Einrichtung einer Integrierten
Gesamtschule in Dorum gestimmt.
Die SPD hat sich damit von ihrer Forderung vor dreieinhalb Jahren nach
Einrichtung eines gymnasialen Zweiges in Dorum
verabschiedet.
„Die LINKE ist diesen rückwärtsgewandten
Weg nicht
mitgegangen und hat sich schon damals für eine Integrierte
Gesamtschule in Dorum ausgesprochen“, stellen Dr.
Maßmann
und Ulrich Schröder mit Genugtuung fest. Ulrich
Schröder, Kreistagsabgeordneter & Dr. Heiner
Maßmann, Mitglied im Rat der Samtgemeinde Land
Wursten
Antrag
zur Kreistagssitzung am 22.09.2010
Antrag zur Kreistagssitzung
am 22.09.2010 von Ulrich Schröder
Sicherung der
Bahnübergänge auf der Bahnstrecke Cuxhaven -
Bremerhaven durch Halbschranken
Der Kreistag des Landkreises Cuxhaven fordert die Deutsche Bahn Netz AG
auf, die Bahnübergänge auf dem Steckenabschnitt
Cuxhaven-Bremerhaven mit Halbschranken zu sichern.
Begründung:
Innerhalb von nur dreieinhalb Jahren sind an den unbeschrankten
Bahnübergängen auf der Strecke Cuxhaven-Bremerhaven
fünf Todesopfer und zwei Schwerverletzte zu beklagen.
Der hoffentlich letzte tödliche Unfall ereignete sich Ende
Juni dieses Jahres in Cappel.
Von den insgesamt 33 Bahnübergängen auf diesem
Streckenabschnitt sind nur 12 technisch gesichert, 2 sind nur mit
Blinklicht und 10 mit zusätzlichen Halbschranken versehen.
An dieser unhaltbaren Situation hat sich seit über zehn Jahren
fast nichts geändert. Nur der Bahnübergang in Imsum,
Barwarder Weg, wurde nach einem Unfall mit zwei Todesopfern vom
März 2007 zusätzlich mit Halbschranken versehen.
Der Kreistag des Landkreises Cuxhaven fordert daher die Deutsche Bahn
Netz AG auf, möglichst viele Bahnübergänge
mit Blinklicht und Halbschranken zu sichern. Alle Unfälle
haben gezeigt, dass die alleinige Absicherung durch Blinklicht oder
Andreaskreuz nicht ausreicht.
Vorrangig sind die Bahnübergänge an der
Kreisstraße 66 in Wremen und an der Kreisstraße 71
in Cappel mit Halbschranken auszurüsten. Ulrich
Schröder, Kreistagsabgeordneter
geschrieben von
Dr. Heiner Maßmann, Sonntag, den 12.09.2010
Es ist schon unglaublich:
Der Einstieg
in die Rente ab 67 hat noch nicht einmal begonnen, da fordern
wirtschaftsnahe und konservative Politiker von CDU und FDP, den
Rentenbeginn auf 70 Jahre zu erhöhen. Sie behaupten, dass dies
u.a. wegen der demografischen Entwicklung und der Verlängerung
der
Rentenbezugsdauer „alternativlos“ sei.
Doch der entscheidende Grund, warum die Rentenkasse leer ist, ist ein
ganz anderer: In den Jahre 1958 bis 2007 wurden aus der gesetzlichen
Rentenversicherung (GRV) versicherungsfremde Leistungen in
Höhe
von ca. 550 Milliarden Euro bezahlt (z.B. für die
Wiedervereinigung Deutschlands), die mit Ausgaben für die
Renten
nichts, aber auch gar nichts zu tun haben. Kritiker bezeichnen dies als
die „Plünderung der Rentenkasse“, denn
diese Aufgaben
hätten aus Steuermitteln bezahlt werden
müssen.
Rudolf Dreßler, das „soziale Gewissen“
der SPD,
erklärt sogar, dass bei Finanzierung einer einzigen
versicherungsfremden und beitragsungedeckten Leistung durch
Steuermittel die „Renten außerhalb jeder
Diskussion“
wären! Und Ministerpräsident Beck (SPD) stimmt zu:
„Der
Löwenanteil der Einigung wurde aus den Sozialkassen
finanziert.
Das muss in Ordnung gebracht werden“.
Vor diesem Hintergrund ist der von der SPD-Spitze formulierte
Kompromiss zum Thema „Rente ab 67“ eine Lachnummer.
Selbst
SPD-Mann Dreßler bezeichnet beispielsweise den demografischen
Faktor als „pseudowissenschaftliches Alibi für
geplante
Rentenkürzungen“. In Wirklichkeit geht es hier um
den
internen Machtkampf zwischen Steinmeier (für die Rente ab 67),
Wowereit (gegen die Rente ab 67) und Gabriel.
Folglich haben sich auch Gewerkschaften, Sozialverbände und
die
LINKE gegen diesen faulen Kompromiss ausgesprochen.
SoVD-Präsident
Bauer warf der Bundesregierung vor, die
Beschäftigungssituation
der Über-60-Jährigen zu beschönigen und
beklagte eine
„massive Rentenkürzung“. Die Rente ab 70
nannte er
eine „Sommerloch-Verrücktheit“.
Fazit: Der Rentenkasse sind in den letzten Jahrzehnten ca. 550
Milliarden Euro für versicherungsfremde Leistungen entzogen
worden. Den Schaden haben 20 Mio. Rentnerinnen und Rentner und 35 Mio.
Rentenbeitragszahler in Form geringerer Renten oder höherer
Beiträge. Auch die Lohnnebenkosten könnten um 7 bis 8
Beitragspunkte sinken. Wen wundert es da, dass zahlreiche Fachleute vor
einer dramatisch anwachsenden Altersarmut warnen. Sieht so eine sozial
gerechte Entwicklung aus? Dr.
Heiner Maßmann, Cappel
Die
a - soziale Bundesregierung
geschrieben von Carsten
Zinn, Donnerstag, den 02.09.2010
Das Sparpaket kommt, mit
allen seinen
Ungerechtigkeiten gegen benachteiligte Menschen. Ganz bewusst wird mit
der Diskussion über die Brennelementesteuer von dieser
erneuten
Umverteilung abgelenkt. Treffen werden die Grausamkeiten trotzdem, vor
allem Alleinerziehende, Arbeitslose und Behinderte. Die Regierung in
Berlin handelt nicht naiv-kurzsichtig sondern mit Vorsatz. Es wird
gelogen und betrogen, was das Zeug hält. Wie sonst soll man
den
Bruch der Aussage nennen, wenn gesagt wird:
„Sozialkürzungen
wird es nicht geben, das können wir nicht machen“ ?
Diese
Worte wurden in den ersten Monaten der Finanzmarktkrise
geäußert.
Weiter geht es also mit der Umverteilung. Ungehemmt wird sich bei
allein erziehenden Vätern und Müttern bedient. Ihnen
wird das
Elterngeld gestohlen, wenn sie Arbeitslosengeld II beziehen.
Arbeitslosen wird beim Übergang von Arbeitslosengeld I zu II
der
Zuschuss gestrichen, und Rentenansprüche werden auch nicht
mehr
erworben. Wohngeldempfänger müssen ohne
Heizkostenzuschuss
auskommen. Die Liste ist lang und jeder Punkt ist eine Grausamkeit, die
benachteiligte Menschen trifft.
Lange wird es nicht mehr dauern, bis die nächste Kampagne
gegen
angeblich „arbeitsscheue“
Hartz IV Empfänger
losgetreten wird. Ursula von der Leyen hat die Förderprogramme
um
16 Milliarden Euro gestrichen - Geld, das helfen
sollte,
leichter einen neuen Job zu finden. Helfen wird es jedoch nur den
Gewinnlern der Finanzmarktkrise. DIE
LINKE. Vorstand des KV Cuxhaven
Wirtschaft
soll Kosten für Zivilflughafen Nordholz tragen
Ulrich Schröder,
Montag den 23.08.2010
Das öffentliche
Schreiben des Cuxhavener Wirtschaftsrats und mehrerer Unternehmen zur
Aufrechterhaltung des Zivilflughafens auf Kosten der Steuerzahler ist
beim Kreistagsabgeordneten Ulrich Schröder auf
Empörung gestoßen.
Das umstrittene Projekt hat die Steuerzahler bisher schon weit
über 10 Millionen Euro gekostet. Profitiert haben vorwiegend
gut betuchte Privatflieger.
Die privatwirtschaftlichen Anteilseigner beteiligen sich seit vier
Jahren überhaupt nicht mehr an den anfallenden Kosten, von
jährlich bis zu einer halben Million Euro.
„Wenn bestimmte Wirtschaftsunternehmen, die teilweise
erhebliche Subventionen aus Steuermitteln erhalten haben, nun auf
Aufrechterhaltung des Zivilflughafens drängen, dann sollen sie
auch endlich die Kosten übernehmen“, meint Ulrich
Schröder.
Für die acht unterzeichnenden Firmen und die weiteren sechs
privaten Anteilseigner sind das „peanuts“
Beträge, für den hoch verschuldeten Landkreis
Cuxhaven jedoch nicht.
Der Landkreis, die Stadt Cuxhaven und die Gemeinde Nordholz, die seit
Jahren allein die Kosten tragen, sind bis über die Ohren
verschuldet und haben keine finanzielle Perspektive.
Das müsste den fordernden Wirtschaftsvertretern bekannt sein. Ulrich
Schröder,
Kreistagsabgeordneter
BürgerInnenversicherung
statt Kostenpauschale
geschrieben von Carsten Zinn
aus Beverstedt, Mittwoch den
14.04.2010
Lebensqualität,
nicht nur im hohen Alter zu sichern, dazu muss Gesundheit bezahlbar
sein.
Mit der Kopfpauschale wird dies unmöglich. Da Gesundheit nicht
nur das Fehlen von Krankheiten bedeutet, kann schon heute durch
Früherkennung, Aufklärung und Vorsorge viel Leiden
vermieden oder zumindest gemindert werden. Wer schon in der Kindheit
gesünder ernährt wird und psychologische Krisen
meistern lernt, hat große Chancen auf ein längeres
Leben. Fortsetzung - [hier klicken]
Größenwahnsinn
Pressemitteilung, Freitag
12.03.2010
DIE LINKE:
CDU geplante Riesengemeinden sind kommunaler Wahnsinn und
wären das Ende überschaubarer Strukturen
Der heutige Landkreis Cuxhaven wurde vor 32 Jahren aus den beiden
Landkreisen Wesermünde und Hadeln sowie der kreisfreien Stadt
Cuxhaven gebildet.
Es entstand trotz erheblichen Widerstands weiter
Bevölkerungskreise ein
flächenmäßig großes
Gebilde, fast so groß wie das Saarland oder Luxemburg. Damals
umfasste er etwa 187.000 Einwohner und über dreißig
selbständige Gemeinden.
Alle Gebietskörperschaften waren schuldenfrei und boten den
Bürgerinnen und Bürgern viele sinnvolle freiwillige
Leistungen. Die Stadt Cuxhaven finanzierte sogar die kostenlose Ausgabe
der Schulbücher.
Inzwischen ist die Anzahl der selbständigen Gemeinden und
Städte auf 14 verringert worden. Ende dieses Jahres werden es
nur
noch 13 sein, wenn Hadeln und Sietland verschmolzen sind.