
Hamburger
Verbraucherzentrale erzielt Teilerfolg: Lidl will nicht mehr
lügen. Der
Branchendienst Lebensmittelpraxis meldet am 21.4.2010: "Lidl
darf seine Kleidung nicht mehr damit bewerben, dass sie aus weltweit
fairer Produktion stamme. Die Neckarsulmer haben eine entsprechende
Unterlassungserklärung unterzeichnet, teilt die
Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) mit“.
Lidl hatte damit geworben, Textilien nur von ausgewählten
Lieferanten und Produzenten zu beziehen, die bestimmte Sozialstandards
einhielten. Die Organisationen Kampagne für Saubere Kleidung
(CCC) und das European Center for Constitutional and Human Rights
(ECCHR) prüften vor Ort die Produktionsbedingungen in vier
für Lidl tätigen Textilfabriken in Bangladesch.
Näherinnen berichteten von „unmenschlichen
Arbeitsbedingungen". Die VZHH wurde bei ihrer Klage gegen Lidl von den
beiden Initiativen unterstützt. Zudem darf Lidl in
Werbeprospekten nicht mehr auf die Mitgliedschaft in der Business
Social Compliance Initiative (BSCI) hinweisen. Diese
europäische Unternehmensinitiative setze sich für
Sozialstandards ein, mache sie aber nicht verpflichtend für
ihre Mitglieder und ihre Lieferanten, heißt es in der
Mitteilung. Lidl habe Gespräche angeboten.
Verbraucherzentrale, CCC und ECCHR wollen das Angebot auch annehmen.
Die ehemalige Hamburgerin Christina Leib, heute Kreisvorsitzende
für DIE LINKE. in Cuxhaven, meint dazu: "Einen wirklichen
Erfolg haben wir erst dann erreicht, wenn Lidl nach den vielen
Skandalen der letzten Jahre zu seinen verbindlichen Vereinbarungen zum
fairen Handel von 2006 zurückkehrt. Wir rufen deshalb die
vielen KundInnen des Konzerns in unserem Landkreis dazu auf,
künftig die vielen Kleidungs-Sonderangebote des Discounters
genau zu prüfen -- und zwar vor der Kasse." Christina Leib
aus Ihlienworth
die Vorgeschichte dazu - [hier klicken]
