Lidl will nicht mehr lügen

geschrieben von Christina Leib, Mittwoch den 22.04.2010

Christina Leib

Hamburger Verbraucherzentrale erzielt Teilerfolg: Lidl will nicht mehr lügen. Der Branchendienst Lebensmittelpraxis meldet am 21.4.2010: "Lidl darf seine Kleidung nicht mehr damit bewerben, dass sie aus weltweit fairer Produktion stamme. Die Neckarsulmer haben eine entsprechende Unterlassungserklärung unterzeichnet, teilt die Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) mit“.
Lidl hatte damit geworben, Textilien nur von ausgewählten Lieferanten und Produzenten zu beziehen, die bestimmte Sozialstandards einhielten. Die Organisationen Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) und das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) prüften vor Ort die Produktionsbedingungen in vier für Lidl tätigen Textilfabriken in Bangladesch. Näherinnen berichteten von „unmenschlichen Arbeitsbedingungen". Die VZHH wurde bei ihrer Klage gegen Lidl von den beiden Initiativen unterstützt. Zudem darf Lidl in Werbeprospekten nicht mehr auf die Mitgliedschaft in der Business Social Compliance Initiative (BSCI) hinweisen. Diese europäische Unternehmensinitiative setze sich für Sozialstandards ein, mache sie aber nicht verpflichtend für ihre Mitglieder und ihre Lieferanten, heißt es in der Mitteilung. Lidl habe Gespräche angeboten. Verbraucherzentrale, CCC und ECCHR wollen das Angebot auch annehmen.

Die ehemalige Hamburgerin Christina Leib, heute Kreisvorsitzende für DIE LINKE. in Cuxhaven, meint dazu: "Einen wirklichen Erfolg haben wir erst dann erreicht, wenn Lidl nach den vielen Skandalen der letzten Jahre zu seinen verbindlichen Vereinbarungen zum fairen Handel von 2006 zurückkehrt. Wir rufen deshalb die vielen KundInnen des Konzerns in unserem Landkreis dazu auf, künftig die vielen Kleidungs-Sonderangebote des Discounters genau zu prüfen -- und zwar vor der Kasse." Christina Leib aus Ihlienworth

die Vorgeschichte dazu - [hier klicken]






bitte anklicken

bitte anklicken

bitte anklicken

bitte anklicken

Spenden