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Cuxhaven rettet Elbe und Wattenmeer

Pressemitteilung

Breites Bündnis: Elbe und Wattenmeer retten!

Aufruf zu einer Demonstration am 09. Oktober (16:00 Uhr) an der Alten Liebe

Viele Menschen in unserer Region haben sich seit vielen Jahren für die Elbe und gegen deren Vertiefung eingesetzt – so auch BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN im Cuxland. Verhindern ließ sich die zur Zeit laufende Elbvertiefung leider nicht. Höchstrichterlich wurde sie genehmigt. Dabei hat das Bundesverwaltungsgericht leider nicht die sachlichen Gegenargumente abgeprüft, sondern lediglich auf die Einhaltung formaler Abläufe und Anforderungen abgestellt. Die Folgen und vielfältigen Auswirkungen belegen heute jedoch schon deutlich, dass die Vertiefung von 1999 schon gravierende Folgen hatte, die Auswirkungen der gegenwärtigen Vertiefung jedoch nicht mehr beherrschbar sind.

Tote Fische, verendete Muscheln und Wattwürmer, die Verschlickung von kleinen Häfen, Elbeseitenarmen und Wattgebieten sind dabei nur offensichtliche Anzeichen dafür, dass in dem gesamten Flusssystem, seinen Zuflüssen, den Ufer- und Wattgebieten gewaltige Veränderungen im Gange sind. Der Glaube an die technische Beherrschbarkeit massiver Eingriffe in die Natur muss beim Thema Elbvertiefung endgültig zu Grabe getragen werden. Fast täglich werden neue schlechte Nachrichten überbracht und sind in der Presse der letzten Wochen zu verfolgen.

Dies ist Anlass für die Grünen, zu einer Demonstration in Cuxhaven aufzurufen. In kurzer Zeit gelang es, ein breites Bündnis von unterstützenden Organisationen und Einzelpersonen auf die Beine zu stellen: bislang hat der Aufruf einen Kreis von mehr als 20 Unterstützer*innen. „Die Elbvertiefung ist juristisch gelaufen, gegen die sichtbaren Folgen müssen unbedingt Maßnahmen ergriffen werden“, so der grüne Ortsvorstand in Cuxhaven. „Auch wenn Klimawandel, Meeresspiegelanstieg und vielleicht andere Phänomene bestimmt einen Anteil an den Veränderungen haben, so ist mit Sicherheit den Baggerarbeiten und dem Verklappen von Schlick und Sediment in unmittelbarer Nähe von Cuxhaven ein großer Teil der katastrophalen Folgen anzulasten“ Die Ausbaubaggerarbeiten sind daher einem Moratorium zu unterwerfen, so lange, bis dauerhafte, umweltverträgliche Lösungen für die, von kritischen Stimmen seit Langem vorhergesagten, und nun wirklich eingetretenen Folgen mit breiter öffentlicher Beteiligung entwickelt sind. Bislang unbestätigte Berichte aus der Hamburger Hafenbehörde über massive Probleme mit dem Schlickanfall im Hamburger Hafen (z.B. CN v. 25.9.2020) untermauern diese Forderung.

Die Sorge um die Elbe und Nordsee ließen schnell das Aktionsbündnis für die Demonstration am 09. Oktober um 16:00 Uhr an der Alten Liebe in Cuxhaven entstehen. Für sie alle steht die Forderung fest, dass es von der niedersächsischen Landesregierung deshalb auch keine weitere Zustimmung bzw. kein „Einvernehmen“ zu der laufenden Verklappung von Schlick und Sediment im Raum Cuxhaven, Neuwerk und Scharhörn geben darf. In den jetzt anstehenden „Einvernehmensgesprächen“ muss das Einvernehmen zur Schlickverklappung versagt werden!

Anlage: Datei mit dem Aufruf, bei der Version fehlt noch der OV Land Hadeln/Dobrock

Hier alle Unterstützer*innen (Stand 03.10.2020):

Diesen Aufruf unterstützen bisher: Blaues Klassenzimmer // BUND Cuxhaven // BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Orts- und Kreisverband Cuxhaven, Stadtrats- und Kreistagsfraktion Cuxhaven; Ortsverband Land Hadeln/Dobrock) // Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM) // Die Cuxhavener (Wählergemeinschaft) // DIE LINKE (Kreisverband Cuxhaven) // Fridays for Future & Parents for Future (Stadt & Landkreis Cuxhaven) // Hamburg für die Elbe (BI zum Schutz der Elbe) // Jusos Cuxland // NABU Cuxhaven // NABU Land Hadeln // Regionales Bündnis gegen Elbvertiefung// Rettet das Cux-Watt//SPD (Stadtratsfraktion und Ortsverein Cuxhaven sowie Ortsverein Land Hadeln) // Wattenmeer-Schutz Cuxhaven // Krabbenfischer André Claussen und Küstenfischer Claus Zeeck

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